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Wie in Karlsruhe mit Chrono24 der weltweit größte Marktplatz für Luxusuhren entstanden ist

OMR Podcast Tim Stracke Chrono24 Philipp Westermeyer

OMR Podcast Tim Stracke Chrono24 Philipp Westermeyer

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Chrono24-Chef Tim Stracke erklärt im OMR Podcast, wie die Plattform 2019 ein Handelsvolumen von 1,5 Milliarden Euro erreichen konnte

Einen funktionierenden, vielleicht sogar profitablen Online-Marktplatz aufzubauen, dürfte in der Digital-Wirtschaft so etwas wie der heilige Gral sein. Einer Firma aus Karlsruhe ist genau das gelungen – und zwar auf globaler Ebene. Chrono24 vermittelt Tausende von Luxusuhren im Jahr über die Plattform in die ganze Welt. Einzelne Exemplare kosten dann auch schon mal 800.000 US-Dollar; insgesamt belief sich das Handelsvolumen 2019 auf knapp 1,5 Milliarden Euro. Co-CEO Tim Stracke verrät im aktuellen OMR Podcast, mit welchen Marketing-Hebeln das gelungen ist – und welche überraschenden Auswirkungen die Corona-Pandemie auf den Markt für Luxusuhren hat.

„Wir sind anfangs sehr stark über Search gegangen und haben in globales SEO investiert“, erklärt Tim Stracke im Gespräch mit Philipp Westermeyer. 2010 hat er gemeinsam mit seinen Partner Dirk Schwartz und Michael Krkoska die Plattform inklusive Namen übernommen – und in den vergangenen zehn Jahren groß gemacht. Knapp 300 Mitarbeiter habe das Unternehmen mit Hauptsitz in Karlsruhe heute. Davon arbeiten 40 im Marketing, unter anderem auch in Büros in New York und Hong Kong. „Wir haben dafür gesorgt, dass Chrono24 global in den Suchmaschinen sehr gut gefunden wird“, so Stracke. Der Content werde in dutzende Sprachen übersetzt. „Das hat uns in den ersten sechs bis sieben Jahren groß gemacht.“

Groß bedeutet in dem Zusammenhang: 2019 hatte Chrono24 laut Tim Stracke ein Handelsvolumen von knapp 1,5 Milliarden Euro. Das heißt, Luxusuhren im Wert dieser Summe wurden über die Plattform verkauft – zumindest indirekt. „Ich will ganz offen sein“, sagt Stracke. „Es ist immer noch so, dass ein gewisser Anteil am Transaktionsvolumen, gerade im Bereich der extrem teuren Uhren, auch an der Plattform vorbei gehandelt wird.“ Trotzdem sei Chrono24 profitabel und dürfte nach Philipp Westermeyers Schätzung in etwa 50 Millionen Euro im Jahr umsetzen.

So verdient Chrono24 Geld

3.500 gewerbliche Anbieter aus über 100 Ländern verkaufen laut Tim Stracke Luxusuhren auf der Plattform. Bei jedem direkt über die Plattform abgewickeltem Verkauf verdient Chrono24 mit. „Die Transaktionsgebühr liegt bei drei bis fünf Prozent, je nach Größe des Händlers. Darüber hinaus gibt es eine Listingfee, die zwischen etwa 70 und ein paar Tausend Euro pro Monat und pro Händler betragen kann“, erklärt Stracke. Dazu kämen noch zwischen 20.000 und 30.000 private Anbieter, die dann auch etwas höhere Gebühren zahlen müssen. Der durchschnittliche Uhrenpreis liege bei rund 7.000 Euro, rund zwei Drittel seien ältere Uhren; bei ebenfalls etwa einem Dritteln handele es sich um Uhren der Marke Rolex.

Auch Tim Stracke und sein Team beobachten die Effekte der Corona-Pandemie auf die Wirtschaft und das eigene Geschäft. Durch ihre globale Aufstellung können sie zumindest das Interesse an Luxusuhren pro Land vergleichen – mit erstaunlichen Erkenntnissen. „Stand 6. April sehen wir nicht nur einen Rebound. Was Visits und Kaufanfragen angeht, sehen wir in vielen Ländern schon jetzt All-Time-Rekorde“, stellt Stracke fest. Ein Indikator für die Weltwirtschaft sei das aber nicht. Luxusuhren seien einfach extrem wertstabil und viele Interessenten dürften jetzt auf Schnäppchen spekulieren. Positive Auswirkungen auf die tatsächlichen Verkäufe gebe es aber nicht. „Die sind nach wie vor auf dem Level von November 2019“, so der Chrono24-CEO.

Mit welchen langfristigen Folgen er für den Markt der Luxusuhren rechnet, welche Marketingkanäle nach SEO einen hohen Stellenwert für das Unternehmen haben und wie die Beziehung zu den Herstellern der teuren Uhren ist, erfahrt Ihr in der aktuellen Folge des OMR Podcasts.

Unsere Podcast-Partner im Überblick:


Philipp ist großer Fan. Von welchem Fußball-Club, verraten wir hier zwar lieber nicht. Dafür aber, von welchem Handy-Tarif. Mit Vodafone Red Business Prime spart Ihr nicht nur 180 Euro im ersten Jahr, sondern Ihr könnt auch einen aus vier verschiedenen zusätzlichen „Passes“ kostenlos auswählen. Mit dem Social-Media-Pass beispielsweise könnt Ihr verschiedene Apps aus dem Bereich anmelden und verbraucht für die Nutzung dann kein Datenvolumen. Oder Ihr wählt den Video-Pass und streamt Serien, ohne Datenvolumen zu verbrauchen. Alle Details und weitere Passes findet Ihr hier. Außerdem mal wieder ein kurzer Hinweis auf den Podcast „Digitale Vorreiter“ powered by Vodafone. Host Christoph Burseg spricht in der aktuellen Ausgabe mit der Linkedin-Influencerin Céline Willers. Ihr folgen immerhin 40.000 Menschen. Wer also wissen will, wie man sich im B2B-Bereich ein solches Netzwerk aufbaut, sollte da mal reinhören.

Vielleicht habt Ihr es ja an der einen oder anderen Stelle schon mitbekommen: Philipp Westermeyer ist jetzt unter die Influencer gegangen und seit ein paar Wochen für GoDaddy, den weltweit führenden Anbieter von Domains und Websites, unterwegs – gemeinsam mit Bonnie Strange und Eko Fresh. Das „GoTeam“ hat unter anderem ein paar Startups besucht, unterstützt und das Ganze dokumentiert. Entstanden ist eine ganze Reihe von witzigen aber auch hilfreiche Videos, die Ihr auf dem Youtube-Kanal von GoDaddy findet. Und falls Ihr eine kleine Firma habt oder aus anderen Gründen dringend mal eine neue Homepage braucht, können die Kollegen von GoDaddy da natürlich auch helfen. Eine eigene Seite ist für die ersten 30 Tage kostenlos.

Barbor ist nicht nur ein langjähriger, enger Partner von OMR. Das Kosmetikunternehmen – die Nummer 1 der professionellen Kosmetik in Europa – engagiert sich jetzt auch während der Corona-Pandemie. Das bedeutet: Statt Kosmetik produziert die Firma aktuell Desinfektionsmittel und hat bereits die ersten 15.000 Flaschen fertig. Diese werden jetzt an Behörden und Einrichtungen verteilt. Außerdem gibt es ab demnächst bei jedem Barbor-Kauf ein Hand-Desinfektionsmittel dazu. Falls Ihr Lust habt, schaut einfach mal im Online-Shop de.babor.com rein.

Nach dem Podcast ist vor dem Podcast. Und deshalb möchten wir Euch hier wärmstens die „Innovator Sessions“ empfehlen, dem Podcast des Magazins Innovator von The Red Bulletin. Nach dem Motto „Lernen von Pionieren“ laden die Hosts Laura Lewandowski und Flemming Pinck zu jeder Folge Personen ein, die ganz konkrete Tipps geben können. Zu Gast war unter anderem bereits Sebastian Kienle – immerhin einer der besten Triathleten der Welt. Absolute Hörempfehlung! Überzeugt Euch am besten hier selbst.

Alle Themen des Podcasts mit Tim Stracke von Chrono24 im Überblick:

  • Wie aus einem WhatsApp-Chat mit Tim Stracke über den Markt für Luxusuhren während der Corona-Krise eine Podcast-Folge entstanden ist (ab 02:07)
  • Deshalb hat Tim Stracke 2010 Chrono24 gemeinsam mit Dirk Schwartz und Michale Krkoska übernommen, anstatt einen eigenen Marktplatz zu gründen (ab 04:10)
  • Welche Pläne hatten Stracke und seine Partner mit der Marke? Und wie haben sie damals über den Namen gedacht? (ab 08:30)
  • Knapp 300 Mitarbeiter und im Jahr 2019 ein Handelsvolumen von knapp 1,5 Milliarden Euro: Wie viel Umsatz bleibt wirklich bei Chrono24? (ab 10:00)
  • So funktioniert das Geschäftsmodell von Chrono24 und das sind die stärksten Märkte (ab 12:15)
  • Wie stellt die Plattform die Echtheit der Luxusuhren fest? (ab 13:40)
  • Wie ist es Tim Stracke und seinem Team gelungen, einen globalen Marktplatz aufzubauen? (ab 15:20)
  • Deshalb sind globales SEO und viele Inhalte rund um Luxusuhren so wichtig für Chrono24 (ab 18:25)
  • Philipp Westermeyer würde Chrono24 dank viel Uhren-Content sogar als Medienmarke bezeichnen. Wie steht Tim Stracke dazu? (ab 22:40)
  • Welche Marken sind im weltweit rund 50 Milliarden Euro großen Markt für Luxusuhren ganz oben mit dabei? Und wie ist die Beziehung zu den großen Marken? (ab 24:10)
  • Deshalb ist das Thema Preisgestaltung im Markt für Luxusuhren ein extrem sensibles Thema (ab 29:15)
  • Warum gilt Rolex als eines der verschwiegensten Unternehmen der Welt? (ab 32:00)
  • China ist aus mehreren Gründen ein besonderer und schwieriger Markt für Chrono24 – auch weil Search dort komplett anders funktioniert (ab 34:00)
  • Welche Auswirkungen hat die Corona-Pandemie auf den weltweiten Markt für Luxusuhren? Und was hat das mit der Stabilität von Währungen zu tun? (ab 36:45)
  • So viel Kapital hat Chrono24 bisher aufgenommen und das ist die Firma heute wert (ab 41:55)
  • Wie kam es dazu, dass der erste Mitarbeiter von Teamviewer (Milliarden-Exit 2014) heute Co-CEO bei Chrono24 ist? (ab 46:00)
  • Welche Marketing-Kanäle bespielt Chrono24 neben SEO noch? Welche Erfahrungen hat das Unternehmen mit TV-Werbung gemacht? (ab 49:40)
  • Spielt Linkedin eine Rolle im Marketing-Mix? (ab 53:30)
  • Was ist mit Anzeigen in Print-Magazinen? (ab 55:30)
  • Deshalb kam es Anfang 2019 zu einem Ende der Zusammenarbeit zwischen Chrono24 und dem deutschen Uhren-Hersteller Nomos. Und das hat es mit dem Kauf des Blogs fratellowatches.com zu tun (ab 57:10)
  • Wer sind die direkten Wettbewerber von Chrono24? (ab 1:01:50)
  • Plant Chrono24, in weitere Produktkategorien wie beispielsweise Schmuck einzusteigen? (ab 1:07:10)
  • Hat Chrono24 viele prominente Kunden? (ab 1:12:20)