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Voice Marketing: Amazon verrät die bislang beliebtesten Alexa Skills in Deutschland

Unternehmen haben auf der Plattform noch Luft nach oben


Relativ unbemerkt von einer größeren Öffentlichkeit – nämlich in einem Newsletter – hat Amazon in der vergangenen Woche erstmals die bislang beliebtesten deutschen Alexa Skills enthüllt. OMR stellt die Top 10 vor und erklärt, was Marketing-Macher daraus lernen können. Unterdessen schickt sich in den USA das Unternehmen Voicelabs an, Alexa Skills erstmals werbezuvermarkten. Wir fassen die wichtigsten Neuigkeiten zusammen.

„Auf der Suche nach einem neuen Skill? Lassen Sie sich von anderen Alexa-Kunden inspirieren und entdecken Sie hier die zehn Skills, die bisher am häufigsten mit Alexa aufgerufen worden sind.“ – So war in der vergangenen Woche in einem Newsletter zu lesen, den Amazon wöchentlich an die Besitzer eines Amazon Echo oder Amazon Echo Dot verschickt.

Nick Schwab erreicht jetzt schon 250.000 Menschen pro Monat mit Alexa Skills. Auf unserer New Platform Marketing Conference hat er erklärt, worauf es bei den Voice Apps ankommt:

Offenbar hat das Unternehmen also erstmals enthüllt, welche Alexa Skills seit dem offiziellen Deutschland-Launch im Februar hierzulande am beliebtesten sind. Welche Metrik genau dem Ranking zugrunde liegt – ob Gesamtreichweite nach „Unique Customern“ oder „Sessions“ – ist dem Newsletter nicht zu entnehmen. Eine entsprechende Nachfrage von OMR bei der Amazon-Presseabteilung ist bislang nicht beantwortet worden.

Das Ranking hält einige durchaus überraschende und kuriose Vertreter bereit:

Platz 1: Empfangsdame

Mit der „Empfangsdame“, dem offenbar beliebtesten deutschen Amazon Skill, können Echo-Besitzer von Alexa in ihrem zu Hause Gäste begrüßen lassen. Die Sprachassistentin fragt hierbei zunächst nach, wen sie willkommen heißen soll und begrüßt die Person dann mit Namen und einem launigen Spruch („Du hast einen Rundflug durch die Turnhalle gewonnen“, „Nimm mal die Maske ab, oder hast Du gar keine auf?“). Vor Beendigung des Skills verabschiedet sich Alexa bei den begrüßten Personen namentlich mit einer Formel wie „Es hat mich sehr gefreut, Euch kennenzulernen.“

Entwickelt wurde die „Empfangsdame“ von Ralf Eggert, Geschäftsführender Gesellschafter der Pinneberger Internet-Agentur Travello. „Ich habe meinen Echo im Februar bekommen und wollte ihn dann gleich den Nachbarn zeigen“, so Eggert am Telefon gegenüber OMR. Es habe jedoch nicht funktioniert, dass Alexa sich den Nachbarn vorstelle – deswegen habe er den Skill entwickelt.

Offenbar nutzen viele andere Echo-Besitzer die „Empfangsdame“ ebenfalls gerne, um ihre neuerworbenen Alexa-Geräte ihren Freunden und Bekannten vorzuführen. Laut Eggert weist Amazons Analytics-Dashboard für den Skill, der seit dem 8. März verfügbar ist, bislang mehr als 35.000 „Unique Customer“ aus – knapp 25.000 davon haben den Skill innerhalb der vergangenen 30 Tage aktiviert. Diese nutzen die Empfangsdame offenbar vergleichsweise häufig: In insgesamt 95.000 „Sessions“ hat die „Empfangsdame“ 820.000 „Utterances“ (also einzelne Äußerungen) von sich gegeben.

Für Eggert sei die Entwicklung des Skills mehr ein Spaß und Showcase gewesen; er habe mittlerweile aber auch Anfragen von Unternehmen zur Entwicklung von Sprachanwendungen erhalten. Gleichzeitig plant er die Veröffentlichung weiterer Skills unter eigener Regie.

Platz 2: Bring! Einkaufsliste

Mit der „Bring! Einkaufsliste“ können Alexa-Nutzer eine Einkaufsliste über mehrere Geräte hinweg pflegen – in Smartphone-Apps, aber eben auch über Sprachkommandos an Amazon Echo oder Dot. Entwickelt wurde Bring von einem Schweizer Startup. Dominic Mehr, Mitgründer von Bringlabs, erklärte gegenüber OMR Ende März, dass der Skill mehr als 10.000 Nutzer verzeichne.

Platz 3: Gehirnjogging

Beim „Gehirnjogging“ müssen Nutzer von Alexa gestellte Rechenaufgaben lösen – bei der richtigen Antwort sollen die Aufgaben mit der Zeit schwerer werden. Hinter dem Skill steht der unabhängige Entwickler Alexander Martin.

Platz 4: Wiki Deutschland

Mit diesem Skill sollen Nutzer von Alexa die deutschsprachige Wikipedia durchsuchen und sich Zusammenfassungen vorlesen lassen können. Programmiert wurde der Skill von dem unabhängigen Entwickler Alfred Grobelnik.

Platz 5: Hauptstadt Quiz

Bei diesem Spiel muss der Nutzer die Hauptstadt eines von Alexa vorgegebenen Landes nennen. Er kann dabei die Auswahl zuvor auf einen Kontinent einschränken. Hinter dem Skill steht ebenfalls ein offenbar unabhängiger Entwickler, der im Skill Store nur unter dem Namen „Ben“ firmiert, und darüber hinaus zwei weitere Quiz-Skills, einen Kopfrechnen- und einen Bitcoin-Ticker-Skill programmiert hat.

Platz 6: Tagesschau in 100 Sekunden

Auf dem sechsten Platz findet sich der erste so genannten „Flash Briefing“-Skill. Mit diesen können sich Nutzer zu Tagesanfang oder -ende mit einer Aufforderung wie „Alexa, was ist meine tägliche Zusammenfassung“ über die wichtigsten Nachrichten informieren lassen. Das Format „Die Tagesschau in 100 Sekunden“ bietet die ARD ebenfalls über das Web an.

Platz 7: Wörterbuch

Mit dem Wörterbuch sollen Nutzer sich von Alexa deutsche Wörter in insgesamt 18 Sprachen übersetzen lassen können. Der Skill stammt von Kay Lerch, der laut seinem Linkedin-Profil hauptberuflich als Senior Solutions Architect im Alexa-Team von Amazon in Berlin tätig ist.

Platz 8: Radioplayer Deutschland

Radioplayer Deutschland ist eine gemeinsame Plattform sowohl der öffentlich-rechtlichen als auch der privaten Radiosender in Deutschland. Das Hamburger Betreiberunternehmen stellt Streams der Sender auch über eine eigene App zur Verfügung. Mit dem Alexa-Skill können die Nutzer bestimmte Sender suchen und über ihre Echo- oder Dot-Lautsprecher abspielen lassen.

Platz 9: Laut.fm

Laut.fm betreibt seit vielen Jahr im Netz eine Art Radio-Community, bei der die Mitglieder eigene „Sender“ erstellen können. Nach eigenen Angaben wartet Laut.fm mit rund 2.000 Sendern auf. Die Steuerung erfolgt durch die Angabe eines Musikstils – beispielsweise „Alexa, spiele Rock auf Laut.fm“.

Platz 10: Antenne Bayern

Mit können die Nutzer die Radiosender der Antenne-Bayern-Senderfamilie streamen, aber auch Nachrichten und Stau-Infos abrufen. In einem weiteren Skill von Antenne Bayern können Alexa-Nutzer das „Schlaubayer“-Quiz des Senders spielen. Entwickelt wurden die Skills von der Hamburger Agentur Nuuk.

Unternehmen hängen hinterher

Das Ranking macht deutlich: In dieser frühen Phase von Alexa und des Skill Stores in Deutschland feiern auf der Plattform mehr unabhängige Entwickler und Glücksritter Erfolg – weniger die Unternehmen, Startups oder professionellen Publisher.

Zwar bieten große Unternehmen wie Mytaxi, die Deutsche Bahn und seit Kurzem auch die Supermarktkette Real sowie der Essenslieferdienst Lieferando eigene Skills an. Mit Gruner+Jahr ist ebenfalls ein großer Publisher mit Marken wie Chefkoch und Gala vertreten. Doch ganz offensichtlich ist es bislang (in der zugegebenermaßen recht kurzen Zeit) noch keinem von ihnen gelungen, sich unter dem beliebtesten Skills zu platzieren. Ob dies an der Qualität der Skills oder ihren Use Cases an sich liegt, ist unklar.

Marktforscher prognostiziert deutlich steigende Nutzung

Besonders bezeichnend ist, dass der laut Amazon bislang beliebteste Skill einer ist, mit dem ein unabhängiger Entwickler das Gerät Freunden und Bekannten vorführen wollte. Auf Platz zwei findet sich mit „Bring“ erstmals ein Startup mit „professionellen Ambitionen“ im Skill-Bereich, erst auf Platz sechs befindet sich ein „großes Unternehmen“: die ARD, die mit der Tagesschau den einzigen „Newsflash“-Skill in der Top 10 platzieren konnte. Relativ erfolgreich mit ihren Skills sind offenbar demgegenüber Vertreter aus dem deutschen Radiomarkt – was bei der Passform des Contents aber auch nicht unbedingt verwunderlich sein dürfte.

Dabei könnten Skills den Unternehmen möglicherweise noch große Potenziale eröffnen. Noch ist die Plattform bei weitem nicht so überlaufen wie beispielsweise der App Store oder Play Store. Der britische Marktforscher Emarketer prognostiziert eine steigende Nutzung von Sprachassistenten: In den USA sollen laut in diesem Jahr 35,6 Millionen Amerikaner mindestens einmal im Monat einen Sprachassistenten nutzen – eine Zunahme von 128,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Reichweite, die Unternehmen möglicherweise anzapfen können, wenn sie den richtigen Use Case finden und es ihnen gelingt, einen Skill mit entsprechender Qualität zu entwickeln. Ein Alexa-Skill wäre hier der naheliegende Anfang, dominiert laut Emarketer Amazon doch das Geschäft der „Home Assistant“-Lautsprecher mit mehr als 70 Prozent Marktanteil.

Sorgt die Werbevermarktung für einen Push?

Einen Push und neue Impulse könnte Alexa als Voice-Plattform möglicherweise dadurch erhalten, dass Entwickler künftig ihre Skills vermarkten und Unternehmen in Skills Sprachwerbung schalten können sollen. Das vor gerade einmal einem Jahr gegründete US-Startup Voicelabs hat gerade das erste Monetarisierungsprogramm für Alexa-Entwickler angekündigt. Bislang hatte Voicelabs eine Analytics-Software für Alexa Skills angeboten, die nach eigenen Angaben von bereits 1.300 Entwicklern genutzt wird. Nun will das Unternehmen auch in die Skill-Vermarktung einsteigen.

6- bis 15-sekündige „Sponsored Messages“ am Anfang oder Ende einer Skill-Session sollen die Alexa-Entwickler an Werbekunden verkaufen können. Diese sollen nach Darstellung von Voicelabs deutlich als Werbung gekennzeichnet werden und nur an die passende Demographie ausgeliefert werden können. Die Entwickler haben ebenfalls die Möglichkeit, die Frequenz der Werbung zu beschränken – etwa auf Werbung nach jeweils fünfzehn Sessions.

Entwickler können endlich monetarisieren

Zu den ersten Kunden gehören laut Voicelabs die Fast-Food-Kette Wendy’s und der Sportsender ESPN; erste Publishing Partner sind das von John Battelle mitgegründete (und später verkaufte) Medienunternehmen Federated Media sowie das Podcast-Netzwerk Twit.tv.

Unklar ist, ob Amazon die Werbevermarktung durch ein Drittunternehmen autorisiert hat und dies lange mit anschauen wird. Amazon bietet bislang offiziell nicht die Buchung von Werbung in Skills an. Wenn Voicelabs Werbetreibende langfristig davon überzeugen kann, für Werbung in Skills Geld auszugeben, dürfte davon auch die Entwicklerszene und die Qualität der Skills profitieren.

Kommt mit Amazon Show eine visuelle Komponente hinzu?

Ganz neue Arten von Skills könnten sich ebenfalls durch neue Produkte herausbilden, die Amazon jüngst angekündigt hat: „Amazon Look“ ist eine Kamera, die mit Sprachassistentin Alexa ausgestattet ist. Sie soll ihren Nutzern u.a. bei der Auswahl von Outfits helfen und wird zunächst nur auf Einladung hin verfügbar sein. Amazon Show ergänzt Alexa um einen Bildschirm, mit dem die Nutzer beispielsweise Video-Telefonate durchführen können.

Der Slogan „Now Alexa can show you things“ macht deutlich, dass – sollte sich Amazon Show bei den Verbrauchern durchsetzen – Skill-Entwicklern darüber ganz neue Möglichkeiten zur Verfügung stehen können. In einem Eintrag im Developer-Blog für Amazon Alexa deutet das Unternehmen bereits Entsprechendes an. Zum Produktlaunch von Amazon Show im Juni sollen bereits Skills von Uber, der TV-Show Jeopardy u.a. zur Verfügung stehen, die von den Möglichkeiten des Show Gebrauch machen.

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