Sven Schmidts Rundumschlag: Netflix, Xing, die Konjunktur und Bandenwerbung in Liga 2

Der OMR Podcast-Stammgast ärgert sich über den HSV und kritisiert Disney für seine Behäbigkeit

Es ist mal wieder Zeit, OMR Podcast-Stammgast Sven Schmidt nach seiner Sicht der Dinge zu fragen. Zum Beispiel nach dem sinkenden Stern von Netflix, einem ärgerlichen Google-Update oder was Bandenwerbung in der 2. Fußball-Bundesliga kostet. Wie gewohnt, findet Schmidt auf all diese Fragen die von ihm bekannten knackigen Antworten.

„Wir werden in den nächsten Jahren die Versuche sehen, Netflix anzugreifen. Und dann muss man gucken, wie das Nutzerverhalten ist“, sagt Sven Schmidt auf die Frage, wie er das globale Streaming-Game derzeit sieht. „Meine These auf den deutschen Markt bezogen: Ein lokaler Anbieter, der Inhalte für den deutschen Markt produziert oder auf Lizenzierungen angewiesen ist, der wird es schwer haben.“

Aber auch Disney kommt nicht allzu gut weg bei ihm. Der US-Entertainment-Riese will im Laufe des Jahres mit seinem Streaming-Service Disney+ in den USA starten. „Wir sind im Jahr 2019 und Netflix hat 140 Millionen zahlende Kunden. Und Disneys Angebot startet jetzt erst. Disney ist weder Innovator noch Fast Follower“, so Schmidt. „Es wäre klüger gewesen, statt 70 Milliarden für Fox auszugeben, sich zu fragen, ob man Netflix hätte kaufen können.“ Jetzt gehe es aber darum, zu beobachten, wie sich das Nutzerverhalten entwickelt, und ob Menschen wirklich mehr als drei Streaming-Angebote abonnieren würden.

Rezession, Xing, Google-Update

Im Verlauf des Podcasts kommen Philipp Westermeyer und Sven Schmidt dann noch auf andere Themen zu sprechen. So geht es etwa um die Konjunktur und was eine kommende Rezession für den Digital-Bereich und Startups bedeuten könnte – und auch für Xing. Denn in seiner Analyse vergleicht Schmidt die deutsche Plattform eher mit Stepstone als mit Linkedin: „Xing ist für mich das zweitgrößte deutsche Jobportal geworden“, sagt er. „Damit ist das Geschäft des Unternehmens zyklischer, als man das von einem sozialen Netzwerk denken würde.“ Der Markt erwarte bei Xing aufgrund der Börsenbewertung aber offenbar weiterhin Wachstum – Jobs, die von einer Rezession betroffen wären, seien schließlich nicht das Kerngeschäft des Unternehmens.

Doch es geht im neuen OMR Podcast auch um das Unternehmen Maschinensucher.de (die Machineseeker Group betreibt mit Maschinensucher.de, Machineseeker.fr und weiteren über 60 Portale für Gebrauchtmaschinen, sowie mit TruckScout24.de ein Portal für gebrauchte LKW), bei dem Sven Schmidt als zweiter Geschäftsführer die Bereiche Marketing und Sales verantwortet. In dieser Position habe er sich gerade extrem über ein Google-Update geärgert, das bei der Schaltung einer Anzeige ähnliche Wörter zum Keyword noch breiter fasse. Dadurch steige derzeit sein Cost-Per-Lead (Kosten für eine Conversion), weil die Klicks wegen der Ausspielung auf breiter gefächerte Suchbegriffe schlechter konvertieren würden. Ihm bliebe nur, schlechter passende Keywords händisch auszuschließen oder den Cost-Per-Click (Kosten für einen Klick) niedriger einzustellen, um nicht mehr Geld auszugeben. „Aus meiner Sicht ist das eigentlich Google-untypisch, weil sie immer auf Effizienz bedacht sind bei ihren Produkten“, so Schmidt.

Bandenwerbung in der 2. Liga?

Gleichzeitig suche er immer nach neuen Wegen von den großen Plattformen unabhängig Aufmerksamkeit für sein Unternehmen zu erzeugen. Und jetzt sei er bei der 2. Fußball-Bundesliga gelandet. Maschinensucher unterstützt mehrere Vereine der Liga – darunter den 1. FC Nürnberg und Hannover 96 – als Sponsor. Wie viel es kostet, Bandenwerbung bei diesen Vereinen zu buchen und warum er gerade sauer auf den HSV ist, hört Ihr im aktuellen OMR Podcast.

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Zum Schluss auch diesmal wieder ein Hinweis auf unsere in wenigen Wochen anstehende OMR Aftershow im Bootshaus in Köln. Traditionell steigt die Party am Abend des ersten Dmexco-Tages (11. September) – mit einer Menge guter Leute, leckeren Getränken, die wie immer im Ticketpreis inkludiert sind und einem ziemlich guten Lineup. Natürlich mit Oli. P, die Drunken Master sind dabei und ein Künstler, der als DJ unter dem Namen „Who the fuck is H.P. Baxxter?“ auftritt. Na, wer könnte das sein? Also schnell Tickets sichern, solange es noch welche gibt.

Alle Themen des Podcasts mit Sven Schmidt im Überblick:

  • Wie ist Sven Schmidts Blick auf das aktuelle globale Streaming-Game? (ab 03:51)
  • Streaming-Dienste können den TV-Werbemarkt durch ihr Modell nicht angreifen. Werden die beiden Systeme weiter parallel laufen? (ab 12:51)
  • Disney scheint ja einen langfristigen Plan zu haben und den auch komplett durchzuziehen. Hat Sven Respekt vor der Management-Leistung? (ab 18:02)
  • Was erwartet Sven Schmidt von der Entwicklung der Konjunktur? (ab 21:06)
  • Könnte es statt einer sanften Landung auch einen Crash geben in der nächsten Zeit? (ab 30:13)
  • Kann Xing sich gegen das Wachstum von Linkedin wehren und weiter erfolgreich sein? (ab 35:06)
  • Was ein Google-Update für ein Unternehmen wie Maschinensucher.de bedeuten kann (ab 43:05)
  • Sven Schmidt probiert sich mit seinem Unternehmen Maschinensucher als Sponsor der 2. Fußball-Bundesliga. Welche Ergebnisse erhofft er sich? (ab 52:07)
  • Gibt es keine kreativeren Ideen, um aktuell Aufmerksamkeit zu erzeugen – abgesehen von Bandenwerbung in der 2. Liga? (ab 01:02:10)
  • Was kostet es denn, um Bandenwerbung in der 2. Liga zu schalten? (ab 01:08:14)
  • Wie groß ist das Marketing-Budget von Maschinensucher? Und wofür gibt das Sven Schmidt aus? (ab 01:13:35)
  • Warum Sven Schmidt ein bisschen sauer auf den HSV und Transfermarkt.de ist (ab 01:17:24)

Viel Spaß beim Anhören – und vielen Dank für jede positive Bewertung!

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