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Bis zu 80 Prozent „Mobile Office“: Vodafone CEO Ametsreiter will flexiblere Arbeitsmodelle

Hannes Ametsreiter bei der Durchführung des ersten 5G-Telefonats in Deutschland auf dem Parkdeck von Vodafone in Düsseldorf (Foto: Vodafone)

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Im OMR Podcast spricht der Mobilfunkmanager über die Veränderung der Arbeitswelt durch Corona

„Ich möchte keine Rückkehr ins Büro so wie es vorher war, keinen Sog zurück ins Alte“, sagt Hannes Ametsreiter, CEO von Vodafone Deutschland, in der neuesten Folge des OMR Podcasts. „Wir haben in den vergangenen Wochen gelernt, dass das Arbeiten von zu Hause aus funktionieren kann.“ Schon vor dem Corona-Lockdown hätten die Vodafone-Mitarbeiter bis zu 50 Prozent im „Mobile Office“ arbeiten können. Künftig sollen es 70 bis 80 Prozent sein.

„Die Art zu Arbeiten wird sich verändern, wird fluider werden. Das schafft Möglichkeiten für all jene, die sonst sehr lange pendeln müssten, oder sich ganz woanders aufhalten wollen“, so Ametsreiter im Gespräch mit OMR-Gründer Philipp Westermeyer. Vodafone habe innerhalb der vergangenen Wochen gelernt, dass sogar Call Center von zu Hause aus betrieben werden könnten. „Das hätten wir uns vorher nie getraut, weil wir nicht gedacht hätten, dass es funktioniert. Das tut es aber.“

Unterstützung bei der Ausstattung des Home Offices

Er selbst habe ebenfalls überwiegend positive Erfahrungen damit gemacht, ein Unternehmen mit 16.000 Mitarbeitern von zu Hause aus zu leiten. „Es ist sehr anstrengend, sehr intensiv, aber auch sehr effektiv. Die leeren Zeiten dazwischen, in denen man sonst im Flieger gesessen hat, die sind ja fast auf null reduziert. Da kann man sich voll auf die Projekte fokussieren.“ Der Aufsichtsrat der Vodafone GmbH hat Anfang April den Vertrag von Ametsreiter vorzeitig um drei Jahre verlängert.

Seine Mitarbeiter wolle er künftig bei neuen Arbeitsmodellen noch stärker unterstützen, etwa durch die Übernahme von Kosten und der Ausstattung des Home Offices: „Wir wollen da ein ‚New Progressive Setup‘ finden, ein Modell, bei dem wir sagen: Wir schaffen Dir, lieber Mitarbeiter die Möglichkeit von zu Hause in hoher professioneller Qualität zu arbeiten.“

Vodafone will weniger Gewerbeimmobilien mieten

Der Schritt zu flexibleren Arbeitsmodellen ermöglicht Vodafone auf der anderen Seite Einsparungen im Bereich der Gewerbeimmobilien: „Das Abmieten von Immobilienfläche wird mit Sicherheit stattfinden“, so Ametsreiter. Daneben sei es auch wichtig, Events für die Mitarbeiter durchzuführen, „wo man sich trifft, wo man die Kultur des Unternehmens lebt und die Marke atmet und ein persönlicher Austausch stattfindet“, so der Mobilfunkmanager.

Wie Hannes Ametsreiter die Verschwörungstheorien rund um 5G wahrnimmt, wie er zu den Überlegungen steht, Werbebudgets auf digitalen Plattformen zu kürzen, die Unwahrheiten und Hetze verbreiten, und wie er die Entwicklung der deutschen „Corona App“ sieht – das alles erfahrt ihr in der neuesten Folge des OMR Podcasts.

Alle Themen des Podcasts mit Hannes Ametsreiter in der Übersicht:

  • Über seine vorzeitige Vertragsverlängerung als Vodafone CEO (ab 01:03)
  • Was ist bei Vodafone das zentrale Thema für die nächsten Jahre? (ab 2:08)
  • Wie positioniert sich Vodafone langfristig in Sachen Home Office und flexible Arbeitsmodelle? (ab 04:32)
  • Was sind für ihn die spannendsten 5G-Cases? (ab 08:55)
  • Wie nimmt er die Verschwörungstheorien rund um 5G und Brandanschläge auf Mobilfunkmasten wahr? (ab 13:33)
  • Wie steht er dazu, Plattformen durch das Abziehen von Werbebudgets dazu zu bringen, die Verbreitung von Unwahrheiten und Hetze einzudämmen? (ab 17:26)
  • Welche Zukunft hat seiner Ansicht nach TV als Bewegtbildkanal? (ab 26:20)
  • Wie nimmt er die Entwicklung der deutschen Corona-App wahr? (ab 30:29)
  • Was steckt hinter dem Vodafone-Projekt der „Dreamlab App“? (ab 33:59)
  • Was ist seine Prognose, wann es nochmal Großveranstaltungen geben wird? (ab 36:45)

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