Fynn Kliemann im OMR Podcast: „Ich bin viel lieber Unternehmer als ein Star.“

Fynn Kliemann im OMR Podcast

Fynn Kliemann (r.) bei der Aufnahme des OMR Podcasts mit Philipp Westermeyer

Der Musiker, Youtuber, Agenturmacher, Immobilienbesitzer, Influencer, Unternehmer spricht bei uns über seine neuen Projekte

Fynn Kliemann ist in den vergangenen Jahren vom Youtube-Schrauber mit Bauernhof zum Allround-Creator und -Unternehmer geworden – inklusive Nummer-1-Alben, über 800.000 Instagram-Followern und eigenem Klamottenlabel. Im OMR Podcast spricht er jetzt über seine neuesten verrückten Ideen rund um Immobilien, E-Commerce und sein Kliemannsland.

Als Fynn Kliemann vor etwa zweieinhalb Jahren das erste Mal im OMR Podcast zu Gast war, hatte er gerade sein erstes Album rausgebracht. Eine noch erfolgreichere Platte, zwei Dokus und eine Versteigerung von NFT-Jingles später wird es Zeit für ein ausführliches Update. Denn Kliemann ist weiter einfach extrem umtriebig. „Seit ich auf diesem Planeten bin, ist mein größtes Problem, dass viele glauben: ‚Der ist irre. Das klappt eh nicht.'“, erzählt er im OMR Podcast. „Du musst es dann viele Male beweisen und irgendwann kann ich Leuten sage, dass ich Geld für ein Projekt brauche. Die schauen dann auf die Quote und überlegen sich, ob sie das wirklich ausschlagen sollten.“

Airbnb bei Fynn

Vor allem Verkäufer:innen von abgefahrenen Immobilien können seine Angebote derzeit offenbar nicht ausschlagen. Fynn Kliemann hat als Besitzer des Kliemannslands (einem Bauernhof in Niedersachsen) und eines Hausboots (Ihr kennt die Story sicher von Netflix) Erfahrungen mit der kreativen Nutzung von Orten gemacht. Jetzt wolle er das größer aufziehen: „Bei Ebay-Kleinanzeigen gab es ein Erholungszentrum von der Stasi in Mecklenburg Vorpommern. Und ich denke immer: Wenn etwas lange leer steht, ist das ein Zeichen, dass es eigentlich cool ist“, erzählt er. „Ich hab beim Makler angerufen und dann sind zwei Kumpels da verballert hingeschlurft. Ich hab das direkt über das Telefon für 250.000 Euro gekauft.“

Neben den ehemaligen Stasi-Bungalows hat Kliemann „das kleinste Haus Deutschlands“ in Bremen und einen Wasserturm in der Nähe von Frankfurt Oder gekauft. Er baue jetzt jede Location (zwei Projekte sollen noch dazu kommen) in einem einzigartigen Stil aus und vermiete sie dann an Reisende. „Wie viele Trottel gibt es da draußen, die Ferienwohnungen vermieten? Das krieg ich auch hin“, sagt er. „Ich kann auch in der fünften oder zehnten Reihe kaufen. Ich vermiete das eh.“ Zu jeder Wohnung drehe er ein exklusives halbstündiges Video, das nur vor Ort angesehen werden könne. Einen Teaser packe er auf Youtube und Instagram. Bei mehreren Hunderttausenden Followern nicht unrealistisch, dass er seine Immobilien an 365 Tagen im Jahr vermieten kann.

Rund um das Immobilien-Business baut Fynn Kliemann gerade die Marke und Firma LDGG (für „lass dir gut gehen“). Die soll nicht nur als Unternehmung für die Instandsetzung der Objekte sorgen, er will über die Brand auch Interieur verkaufen, mit dem er seine Ferienwohnungen ausstattet. Dabei kann er sich auf jetzt schon aufgebaute E-Commerce-Strukturen verlassen.

Ein E-Commerce-Imperium

Denn ein jetzt schon wichtiger Einkommensstrang von Fynn Kliemann (irgendwie muss er die Immobilien ja bezahlen) ist sein E-Commerce-Business. Seine Brand „oderso“ spüle regelmäßig Geld in die Kassen. Viel wichtiger sei aber, dass er während der Planung für die Marke Tom Illbruck und dessen Textilmanufaktur „Global Tactics“ kennengelernt hat. Damals war Kliemann einer von drei Kunden. In der Folge beteiligt sich Fynn Kliemann an dem Unternehmen, das Klamotten fair in Portugal produziere. Heute nicht mehr nur für Kliemann und zwei weitere Kunden. „Wir machen Merch für Künstler wie Juju, Lea, Luna, Clueso, OK Kid und die Drunken Masters“, erzählt er. „Wir sind jetzt Klamotten-Produzent, Fulfillment-Dienstleister und bauen die Shops.“

Wie so oft sei das Projekt daraus entstanden, dass er selbst nach einer Lösung gesucht habe, seine Klamottenbrand nachhaltig zu bauen. „Alle haben immer die gleichen Probleme: Steuern, Distribution, Lieferung. An jeder Ecke ist es scheiße, einen Shop zu bauen“, sagt er. Dabei könne er jetzt mit Global Tactics und seiner Agentur Herrlich Media, die dann die Online-Shops baue, komplett helfen. „Seit nem halben Jahr haben wir 2.000 Quadratmeter Lagerfläche und 40 Mitarbeiter“, so Kliemann. Für „oderso“ und die weiteren Künstler-Brands verschicke das Unternehmen derzeit 20.000 bis 30.000 Bestellungen im Monat. „Wenn du bei uns Klamotten produzieren lässt, dann legst du auf Nachhaltigkeit und einen coolen Kundenkontakt wert“, so Fynn Kliemann. „Wir sind vielleicht der erste komplett grüne Fulfiller.“ Global Tactics nutze Klebebänder aus Papier, Verpackungen aus Kartoffelstärke und setze bei der Produktion nur nachhaltige Materialien ein.

Die Zukunft des Kliemannslands

Nach der Pandemie soll es aber auch für sein Herzensprojekt, das Kliemannsland, eine neue Perspektive geben (Disclaimer: OMR ist am Kliemannsland gering beteiligt). Der Hof in Niedersachsen dient als Zentrale für Kliemanns Projekte, Drehort, Spielwiese. In Zukunft sollen auch da Ferienwohnungen entstehen, dazu Kurse für beispielsweise Graffiti, Typographie, Deutsch für Geflüchtete. „Wir haben Platz, mietet euch ein, bringt euch gegenseitig Dinge bei“, sagt er dazu. Gleichzeitig wolle er Menschen am Kliemannsland über eine Krypto-Infrastruktur beteiligen und exklusive Vorteile bieten. „Ich will das Kliemannsland-Bürger:innen Inhalte von Partnern wie OMR über den Bürger:innen-Ausweis konsumieren können. Eine totalitäre Vernetzung dieser ganzen Vorteile.“

Warum Fynn Kliemann seine NFT-Aktion vor allem sehr anstrengend fand, die Musikkarriere erstmal auf Eis liegt und er seine gemalten Bilder trotz lukrativer Angebote vorerst nicht verkauft, hört Ihr nur im OMR Podcast.

Unsere Podcast-Partner im Überblick:

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