Hidden Champion âFlaschenpostâ: 7.000 Mitarbeiter und dreistelliger Millionenumsatz
Martin Gardt8.7.2020
Flaschenpost-CEO Stephen Weich erzÀhlt im OMR Podcast wie er vom GetrÀnke- zum Alles-Lieferanten werden will
Flaschenpost-Chef Stephen Weich in einem seiner Lager.
Inhalt
- Die geheime Zutat
- Die Beziehung zum Kunden
- Unsere Podcast-Partner im Ăberblick:
- Alle Themen des OMR Podcasts mit Stephen Weich in der Ăbersicht:
Ein Unternehmen aus MĂŒnster auf dem Weg zum Unicorn? Flaschenpost könnte diesen Weg gehen. Das 2016 gegrĂŒndete Unternehmen macht nach eigenen Angaben jĂ€hrlich einen dreistelligen Millionenumsatz mit der kostenlosen Lieferung von GetrĂ€nken innerhalb von 120 Minuten nach Bestellung. Im OMR Podcast hört Ihr von CEO Stephen Weich, mit welchen Strategien er Flaschenpost noch gröĂer machen will â und was die Lieferung von Klopapier damit zu tun hat.
2016 grĂŒndet Dieter BĂŒchl gemeinsam mit Stephen Weich, Niklas Plath und Christopher Huesmann in MĂŒnster Flaschenpost. Die Idee: das nervige Einkaufen und Schleppen von GetrĂ€nken durch eine kostenlose Lieferung ersetzen. 2018 steigt Stephen Weich zum CEO auf, Ideengeber BĂŒchl wechselt in den Aufsichtsrat. âWir sind damit gestartet, dass wir der alltĂ€gliche GetrĂ€nkeversorger fĂŒr jedermann sein wollenâ, sagt Weich im aktuellen OMR Podcast. Auch mit Hilfe einer 50-Millionen-Euro-Investition im Jahr 2019 wĂ€chst das Unternehmen schnell. Heute arbeiten inklusive Fahrern und Lagerarbeitern 7.000 Menschen fĂŒr Flaschenpost. Aus 21 Lagerstandorten beliefern sie heute 135 StĂ€dte in Deutschland â 100.000 GetrĂ€nkekisten am Tag.
Die geheime Zutat
âWir verstehen uns als Logistik- und IT-Unternehmenâ, sagt Stephen Weich. âUnsere âSecret Sauceâ ist die Nachfrage-Vorhersage im Algorithmus.â Nur so funktioniere es, die 100.000 GetrĂ€nkekisten jeden Tag innerhalb von jeweils 120 Minuten zum Kunden zu bringen. âZu StoĂzeiten haben wir zwischen sechs und zehn Stopps pro Tripâ, erzĂ€hlt er. Da Lagerarbeiter und Fahrer direkt bei Flaschenpost angestellt seien, fĂŒhre der Weg in die ProfitabilitĂ€t nur ĂŒber eine hohe Zahl an Lieferungen mit möglichst wenigen Fahrten.
Und der Erfolg des Modells hĂ€nge an der Einhaltung des Lieferversprechens: âEs geht um die operative Exzellenzâ, so Stephen Weich. âAm Ende ist es schlieĂlich schwierig, eine Rolle Toilettenpapier oder eine Kiste Wasser zu emotionalisieren.â Wenn ein Kunde erstmal gewonnen sei, funktioniere Flaschenpost fast wie ein Abo-Service: âWir sehen ein Subscription-Verhalten bei den Kundenâ, sagt der CEO. Kunden wĂŒrden Ă€hnliche Produkte und Mengen bestellen und so könne das Unternehmen gut vorhersagen, wann die nĂ€chste Bestellung eintrudelt. âWenn wir Kunden verloren haben, dann meist, weil sie umgezogen sindâ, sagt Weich selbstbewusst.
Die Beziehung zum Kunden
âWir erreichen die Endkunden und wir kennen unsere Kunden. Das können die groĂen EinzelhĂ€ndler nicht bietenâ, sagt der Flaschenpost-CEO. âWenn man den aktiven Kundenkontakt hat, ist es ja leichter, einen Upsell zu erreichen.â Deshalb schaue das Unternehmen gerade, welche Produkte es ĂŒber GetrĂ€nke hinaus noch verkaufen kann. âWir haben in der Corona-Zeit gesehen, wie die Nachfrage nach Toilettenpapier durch die Decke gegangen ist und das vom Kunden auch schon gesehen wurdeâ, so Weich. âWir haben 2018 auch angefangen, WeihnachtsbĂ€ume anzubieten. Das zeigt, dass der Phantasie keine Grenzen gesetzt sind.â Vorerst will er aber kein komplettes Supermarkt-Sortiment anbieten. Gestartet wird mit unverderblichen Produkten wie eben Klopapier, Nudeln, Putzmittel und Tiernahrung.
Die Flaschenpost-Webseite mit aktuellem Bier-Angebot.
Auch die auf Flaschenpost prĂ€senten Marken hĂ€tten mittlerweile erkannt, dass aus dem Unternehmen auch eine Plattform werden kann. âWir wurden am Anfang noch belĂ€chelt von der GetrĂ€nkeindustrie. Jetzt ist es schon so, dass der Kundenzugang immer mehr verstanden wirdâ, sagt CEO Weich. Partner kĂ€men schon aktiv auf ihn zu, um ihre Produkte auf der Webseite von Flaschenpost prominenter zu platzieren. Er könne sich deshalb gut vorstellen, auch ein Media-Business zu bauen, fast so, wie man es von Amazon kennt: Platzierung gegen Bezahlung. Neben der Internationalisierung und dem Ausbau der Produktpalette dĂŒrfte das der nĂ€chste Wachstumshebel fĂŒr Flaschenpost sein.
Wie das Unternehmen an immer neuen Standorten seine Kunden gewinnt, was Weich zum Wettbewerber Durstexpress sagt und ob der Name die Internationalisierung ĂŒberlebt, hört Ihr im neuen OMR Podcast.
Unsere Podcast-Partner im Ăberblick:
Wir stellen Euch die GigaKombi Business Unlimited vor â hier bekommt Ihr Internet, Festnetz und Mobilfunk in der schnellsten Kombination. Ihr surft mit bis zu einem Gigabit pro Sekunde und habt auf dem Smartphone unbegrenztes Datenvolumen. Ihr könnt auch direkt wĂ€hlen, wie viele Sim-Karten Ihr fĂŒr Euer Unternehmen braucht. Schaut Euch das mal genauer an, alle Infos gibt es hier.
Ihr wollt im Homeoffice technisch aufrĂŒsten? Dann kommt Ihr in Sachen Notebook eigentlich nicht an der XPS-Reihe von Dell vorbei. Die Infinity-Displays der 13-, 15- und 17-Zoll-Notebooks filtern sogar schĂ€dliches Blaulicht und erlauben Euch so entspannteres Arbeiten. Alle Modelle sind aus hochwertigem Aluminium mit diamantgeschliffenen Kanten. Die Handauflage wurde aus Carbonfaser gefertigt. Wenn Ihr also ein schickes und gleichzeitig schnelles Notebook braucht, schaut bei Dell vorbei und legt Euch ein XPS zu!
Wo, wie und warum verschieben sich gerade globale MachtverhÀltnisse? Wie kann sich Deutschland neu erfinden? Wie gehen wir mit existentiellen Bedrohungen wie dem Klimawandel oder Ozeanen voller Plastik um? Fragen wie diese stehen im Mittelpunkt des neuen Podcasts Zeitenwende, den unsere Kollegen von den Podstars gerade neu ins Netz gebracht haben. Als Host agiert Bestseller-Autor Benedikt Herles. Hier könnt Ihr reinhören.
Auch dieses Mal wieder ein Hinweis auf die âGeldverbessererâ der Deutschen Kreditbank (DKB). Wenn Ihr hier ein Konto eröffnet, investiert diese das Geld nicht weiter in Atom- oder Kohlekraft, RĂŒstungsgĂŒter oder wilde Börsenspekulationen, sondern gezielt in nachhaltige Projekte. Mehr als 50 Milliarden Euro und damit mehr als 80 Prozent ihrer Einlagen hat die DKB in bezahlbare und saubere Energie, Gesundheit und Wohlergehen, Bildung oder Gerechtigkeit investiert. Das findet Ihr gut? Dann schaut Euch mal auf geldverbesserer.dkb.de um und eröffnet direkt ein kostenloses Konto!
Zum Ende ein Hinweis auf ein OMR-Produkt, das Ihr derzeit perfekt nutzen könnt: die OMR Academy. Gemeinsam mit unserem Partner Headstart Studios bieten wir zehnwöchige digitale Weiterbildungskurse an. Derzeit könnt Ihr Euch hier fĂŒr den Kurs rund um Grundlagen fĂŒr Facebook und Instagram anmelden. Der startet am 21. August 2020. Und hier gehtâs zur Anmeldung fĂŒr den Google-Ads-Kurs, der am 9. Oktober startet. Neu im Programm: âDigital Analytics Grundlagenâ. Hier startet der nĂ€chste Kurs am 4. Dezember. FĂŒr alle Kurse könnt Ihr Euch jetzt Early-Bird-Tickets mit ordentlich Rabatt sichern. Pro Woche könnt Ihr mit zwei bis drei Stunden Aufwand rechnen â am Ende kennt Ihr Euch dann ganz genau aus mit dem Marketing auf den jeweiligen Plattformen und bekommt ein auĂerdem ein Zertifikat. Hier bekommt Ihr alle Infos zur OMR Academy.
Alle Themen des OMR Podcasts mit Stephen Weich in der Ăbersicht:
- Kurz zusammengefasst: Was steckt hinter Flaschenpost? (ab 1:47)
- Wie lief die GrĂŒndung 2016 und wie groĂ ist das Unternehmen jetzt? (ab 5:36)
- Wie hat Flaschenpost das Wachstum finanziert? (ab 7:49)
- Wie sieht die Zielgruppe des Unternehmens aus? (ab 8:47)
- Was kaufen die Kunden vor allem bei Flaschenpost? (ab 13:21)
- Wie hat sich die Corona-Krise auf das Unternehmen ausgewirkt? (ab 14:39)
- Erste Lebensmittel gibt es schon im Shop: Plant Flaschenpost auch, neben GetrÀnken weitere Produkte zu verkaufen? (ab 16:14)
- Wie sieht Stephen Weich den Wettbewerb mit Online-SupermÀrkten wie Picnic? (ab 17:29)
- Wie viele Bestellungen gehen bei Flaschenpost pro Tag ein? (ab 20:57)
- Dr. Oetker hat den Wettbewerber Durstexpress gestartet. Wie blickt Stephen Weich auf die Konkurrenz? (ab 24:03)
- Der direkte Kundenzugang als groĂe strategische Waffe von Flaschenpost (ab 25:37)
- Der regionale Ansatz: Ăber welche KanĂ€le akquiriert Flaschenpost seine Kunden? (ab 26:40)
- Plant Stephen Weich einen IPO mit Flaschenpost? (ab 35:25)
- Wie soll die Internationalisierung ablaufen? Was passiert dann mit dem Namen? (ab 36:43)
- Wie nehmen die CEOs von Edeka und Rewe das Unternehmen wahr? (ab 38:24)
- Wie soll sich das Unternehmen in der Zukunft noch entwickeln? (ab 42:35)
- Wie sieht die Fahrzeugflotte von Flaschenpost aus? (ab 43:49)
- Bestellen Kunden vor allem ĂŒber die App oder die Webseite? (ab 44:53)
- Was ist die âSecret Sauceâ von Flaschenpost? (ab 46:12)
- Kann Flaschenpost auch eine Plattform werden, wo Marken fĂŒr bessere Sichtbarkeit bezahlen? (ab 49:13)
- WĂŒrde es fĂŒr das Unternehmen Sinn machen, eigene GetrĂ€nkemarken zu besitzen? (ab 52:10)
- Gibt es ein internationales Vorbild fĂŒr Flaschenpost? (ab 52:58)
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