Er hat die PR-Abteilung von Rocket Internet aufgebaut und ist jetzt Startup-Investor

Andreas Winiarski

Andreas Winiarski in OMR-Gear (Quelle: Twitter)

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Andreas Winiarski im OMR Podcast über Oli Samwer, PR-Tipps und seine VC-Zukunft

Andreas Winiarski war der erste PR-Chef bei Rocket Internet und hat das öffentliche Gesicht des Unternehmens geformt. Mittlerweile ist er Partner beim bekannten deutschen VC Earlybird und investiert in Startups. Im OMR Podcast erzählt er, dass PR gerade eine Renaissance erlebt, auf welche PR-Storys er ganz persönlich stolz ist und warum Rocket-Gründer Oli Samwer nur Haselnussschokolade isst.

„Als ich 2012 da angefangen habe, gab es bei Rocket keine PR-Struktur, nur ein E-Mail-Postfach mit Anfragen von der Hildesheimer Stimme bis zur New York Times. Das hatte nur jahrelang niemand abgerufen“, sagt Andreas Winiarski im OMR Podcast. „Als ich 2015 ging, waren es 60 Leute, die in Berlin Kommunikation für Rocket gemacht haben – weltweit 500.“ Er baut in den drei Jahren nicht nur die PR-Abteilung des Startup-Konzerns auf und begleitet so die Öffentlichkeitsarbeit während des Börsengangs. Winiarksi gründet 2015 mit Rckt aus den Strukturen der Rocket-Kommunikationssparte eine PR-Agentur, die auch externe Kunden betreut.

Clevere PR-Geschichten

„Mir war gar nicht klar, was der Schritt zu Rocket damals für Implikationen haben kann“, sagt er. „Alle haben gesagt: Eine ganze Generation wird dich für einen PR-Guru halten.“ Zumindest gelingen Winiarski in der Zeit ein paar PR-Storys, auf die er bis heute stolz ist. Ein großer Erfolg sei die Platzierung der Samwer-Brüder (Gründer von Rocket Internet) auf der Titelseite der internationalen Financial Times 2013 gewesen. Eigentlich habe das Team nur mit einer Platzierung des Interviews mit Oli Samwer im Innenteil gerechnet. Zudem habe das ZDF eine Doku zum Börsengang des Unternehmens im Jahr 2014 gesendet. Auch wenn es darin viel Kritik am Geschäftsmodell gegeben habe, seien die Bewerbungen in der Folge von 3.000 auf 15.000 pro Monat gestiegen.

Das zeige einen der großen Vorteile von PR: „Wenn du es mit einem guten Spin schaffst, deine Story nicht mehr pushen zu müssen, sondern Menschen zu dir kommen, dann ist das richtig schön“, so Winiarksi. „Dann ist der ROI bei PR so viel besser als bei anderen Marketing-Kanälen – vor allem, wenn du es richtig gut machst.“ Deshalb sei er etwas enttäuscht, dass Rocket mittlerweile vor allem für den Finanzmarkt kommuniziere.

Personal Brands nicht entwickelt

In der PR-Branche sei er insgesamt von Unternehmen und Persönlichkeiten begeistert, die authentisch Geschichten erzählen: „Ich glaube Frank Thelen hat gerade einen super Lauf durch die DHDL-Sendung und weil er so authentisch ist. Das zeigt, dass man auch ohne Stylisten zum Superstar werden kann.“ Als Unternehmen sei ihm Mymuesli aufgefallen, die derzeit eine gute Story rund um ein gutes Produkt erzählen.

Wo Frank Thelen in Deutschland aber – vor allem durch die Hilfe einer TV-Sendung – eine Ausnahme bilde, sei der clevere Einsatz einer Personal Brand. „Oli Samwers Marke funktioniert ja zum Beispiel auch ohne, dass er dafür viel tut. Aber insgesamt sind Personen-Marken bei großen Unternehmen in Deutschland völlig unterentwickelt – anders als bei einigen Startups“, sagt Winiarksi. Warum das nicht so bleiben muss, er jetzt bei Earlybird lieber in Startups investiert, als PR zu machen und wie es um seine eigene Brand bestellt ist, hört Ihr im aktuellen OMR Podcast.

Unsere Podcast-Partner:

Auch diese Woche mit am Start sind die Kollegen von AdRoll, einer der führenden Performance-Marketing-Plattformen weltweit. Neben großen Kunden nutzen vor allem auch viele kleinere Clients die Self-Service-Plattform der Company. Jetzt hat das Unternehmen gemeinsam mit Econsultancy eine neue Studie veröffentlicht, die sich mit einem der zentralen Themen im Marketing beschäftigt: Attribution. Unter anderem werden folgende Fragen behandelt: Warum ist Attribution ein Prozess und kein Endzustand? Warum sind selbst kleinste Verbesserungen in dem Bereich wertvoll? Und weshalb gibt es kein eindeutiges Attributionsmodell? Wer sich die Insights kostenlos sichern möchte, schreibt einfach eine Mail an attribution@adroll.com.

Habt Ihr schon alle Weihnachtsgeschenke? Falls nicht, haben wir hier zumindest für die Partnerin den perfekten Tipp: Die Traditionsmarke Babor, die schon seit 60 Jahren in Deutschland am Start ist und mit 40 Millionen produzierten Hautpflege-Ampullen für Aufsehen sorgt. Beauty-Influencerin Farina Opoku alias Novalanalove hat mit den „Glow Booster Bi-Phase“ jetzt beispielsweise ein eigenes Produkt mitkreiert. Wenn Ihr Euch oder Euren Lieben zu Weihnachten also noch etwas Gutes tun wollt, dann werft mal einen Blick auf die verschiedenen Cremes und Ampullen. Mit dem Code „OMR“ bekommt Ihr bei babor.de 15 Prozent Rabatt auf Euren nächsten Einkauf. Viel Spaß!

Seit Jahren ist Audi einer unserer engsten Partner, stellt auf unseren Events hunderte von Fahrzeugen zur Verfügung oder präsentiert mal eben exklusiv die neuesten Modelle. Mit dem A4 Avant g-tron und dem A5 g-tron haben die Kollegen in diesem Jahr direkt zwei neue Modelle aus der Reihe mit Erdgasantrieb an den Markt gebracht. Die Vorteile der g-Tron-Technologie: deutlich weniger CO2-Emissionen und trotzdem quasi keine Unterschiede zum Fahrverhalten im Vergleich zu „normalen“ Benzinern. Auch das Nachfüllen von Erdgas ist heute kein Problem mehr; alleine in Deutschland bieten knapp 1.000 Tankstellen den Service an. Wer also ein neues Auto braucht und gleichzeitig etwas für die Umwelt tun möchte, unbedingt anschauen.

Alle Themen vom Podcast mit Andreas Winiarski von Earlybird im Überblick:

  • Wie ist Andreas Winiarski in der Startup-Szene gelandet? (ab 2:15)
  • Wie hat Winiarski damals den verschwiegenen Rocket-Konzern für PR-Strategien geöffnet? (ab 3:58)
  • Was unterscheidet den PR-Job bei Rocket von dem in einem Großkonzern wie Schering oder Axel Springer? (ab 5:35)
  • Wer leistet in Deutschland im Digital-Bereich derzeit gute Arbeit? (ab 7:54)
  • Personal Brands sieht man – wenn auch nur bei Startup-Gründern – mittlerweile auch in Deutschland häufig. Wer ist Winiarski da aufgefallen? (ab 9:33)
  • Was waren die abgefahrensten PR-Storys, die Winiarski in seiner Karriere forciert hat? (ab 11:55)
  • US-Gründer wie Zuckerberg, Musk & Co. betreiben PR gefühlt auf einem anderen Level als etwa die Samwers. Warum gibt es diese Strategie nach US-Vorbild in Deutschland nicht? (ab 14:09)
  • Wenn Winiarski Startups bei der Kommunikation unterstützt: In welchen Medien müssen die PR-Storys stattfinden? (ab 19:40)
  • Wer sind aus seiner Sicht die wichtigsten Startup-Köpfe des Landes? (ab 23:21)
  • Andreas Winiarski hat 2015 RCKT gegründet – die PR-Agentur von Rocket Internet. Was steckte hinter diesem Schritt? (ab 25:42)
  • Sieht sich Winiarski auch selbst als Brand? (ab 30:15)
  • Warum ist er dann bei Rocket und RCKT ausgestiegen? (ab 33:34)
  • Jetzt keine PR mehr: Was Winiarski an seinem neuen Job als Partner bei Earlybird reizt (ab 35:54)
  • Zurück zum PR-Thema: Welche Agenturen bestimmen in Deutschland den Markt? (ab 40:35)
  • Was steht für ihn in den nächsten Jahren an? (ab 43:10)
  • Die Top-Learnings von Oli Samwer (ab 44:30)
  • Philipp Westermeyer liebt den @DeinOli-Twitter-Account, der Oli Samwer parodiert. Weiß Winiarski, wer dahinter steckt? (ab 46:39)

Wie immer könnt Ihr den aktuellen OMR Podcast bei SoundcloudiTunes (falls die aktuelle Episode noch nicht sichtbar ist, einfach abonnieren) oder per RSS-Feed anhören. Ihr könnt uns außerdem auf den Plattformen Spotify, Stitcher und Deezer finden. Viel Spaß beim Anhören – und vielen Dank für jede positive Bewertung.

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