40 Millionen Fahrgäste im Jahr – Das Geheimnis der FlixBus-Story

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Mitgründer und CIO Daniel Krauss im neuesten OMR Podcast

Rund 1.000 Busse in 22 Ländern, einige der profiliertesten Investoren an Bord und für das Jahr 2017 40 Millionen geplante Fahrgäste – FlixBus ist eine der erfolgreichsten deutschen Gründungsgeschichten der letzten Jahre. Im neuesten OMR Podcast erzählt Mitgründer und CIO Daniel Krauss, welche Marketing-Kanäle vor allem für das Wachstum verantwortlich waren, wie das Unternehmen im Wettbewerb mit Airlines und Bahnverbindungen besteht und warum sich einige Fahrgäste bereits das FlixBus-Logo tätowiert lassen haben.

“Uns selber gehört nur ein einziger Bus, damit wir in Deutschland als Busunternehmen anerkannt werden”, erzählt Daniel Krauss im Gespräch mit Philipp Westermeyer. Der Rest der etwa 1.000 Busse gehöre den rund 250 Partner-Unternehmen, mit denen FlixBus zusammenarbeite.

2013, kurz nachdem ein neues Gesetz das Bahn-Monopol beendet hatte und so auch der Fernbusverkehr fast komplett liberalisiert worden war, brachte Krauss gemeinsam mit André Schwämmlein und Jochen Engert FlixBus an den Markt. Heute, ein paar Jahre später, ist das Unternehmen klarer Marktführer auf Europas Fernbus-Markt – vor allem dank der Fusion mit MeinFernbus 2015, aber auch dank der Zukäufe von Megabus und Postbus 2016 sowie erst vor wenigen Tagen Hellö, der Fernbussparte der österreichischen Bundesbahn.

Akquisitionen als Wachstumshebel und Expansionsgrundlage für FlixBus

“Das organische Wachstum hat bis dahin zwar auch gut funktioniert, wir wollten aber die Geschwindigkeit aufrecht erhalten und vor allem keinen Konzern als lachenden Dritten haben”, erinnert sich Daniel Krauss an die Fusion mit MeinFernbus. “Heute ist grün die Farbe der Brand, weil MeinFernbus grün war. Und FlixBus war der Name unserer alten Company. Wir haben die beiden erfolgreichsten Startups aus dem Bereich kombiniert.”

Realisiert werden konnten Übernahmen in diesen Größenordnungen nur dank finanzstarker Investoren wie General Atlantic, Holtzbrinck Ventures, Daimler und seit Ende letzten Jahres Silver Lake Ventures. FlixBus selber und auch Daniel Krauss im Podcast wollen zwar keine Angaben zu den investierten Summen machen, angeblich soll das Unternehmen aber bereits eine Bewertung von über einer Milliarde US-Dollar erreicht haben. CIO Krauss deutet an, dass das Unternehmen 40 Millionen Fahrgästen für das Jahr 2017 rechne.

Trotz der zahlreichen Übernahmen und Investments: Auch FlixBus betreibt klassisches Online Marketing. Anfangs habe das Unternehmen zwar auch mal TV und Radio ausprobiert, habe den Schwerpunkt aber schnell wieder auf digitale Werbung gesetzt. “Google ist ein extrem starker Faktor für uns”, erklärt Daniel Krauss. “Mit Affiliate konnten wir auch sehr gute Erfahrungen machen, weil das einfach gut funktioniert und leicht messbar ist. Dann noch teilweise Facebook, weil das Targeting sehr gut ist. Und in Richtung Retention geht viel über Newsletter-Marketing und unsere App.”

Unsere Podcast-Partner

Treue Podcast-Hörer kennen den Namen schon lange: Casper, die berühmte und 2015 vom Time Magazin zur besten Erfindung des Jahres gewählte Matratze, ist auch bei dieser Episode wieder als Partner am Start. Nur ein Modell (natürlich in verschiedenen Größen), nie zu hart, nie zu weich (Stichwort: Memoryschaum), ein extrem fairer Preis – die Jungs und Mädels haben es auf jeden Fall verstanden, den Kauf einer Schlafoberfläche so gut es geht zu vereinfachen. Und das beste: Ihr könnt 100 Tage und Nächte Probeliegen und die Matratze zur Not kostenlos zurückschicken lassen. Einfach ausprobieren, auf casper.com/omr gibt es mit dem Code “OMR” 50 Euro Rabatt.

Wer wie wir in den letzten heißen Tagen im Büro sitzt und schwitzt, sollte sich unbedingt die neueste Kreation aus dem Hause Heineken zu Gemüte führen. Mit Heineken 0,0 bieten die Kollegen jetzt nämlich auch ein alkoholfreies, also Büro-taugliches Bier an. Mit nur 69 Kalorien pro Flasche und besten Zutaten ist das eine ziemlich gesunde und im Geschmack fruchtige Erfrischung. Also unbedingt ausprobieren und die Hitze so viel besser ertragen. Prost!

Der letzte Hinweis für diese Woche kommt in eigener Sache: Wenn Ihr demnächst langsam anfangt, Termine für die Dmexco in Köln zu planen, vergesst auf keinen Fall die OMR Aftershow im Bootshaus Köln. Traditionell und wie immer am Abend des ersten Messetages gibt es von uns richtig was auf die Ohren. In diesem Jahr unter anderem mit dabei: Hip-Hop-Legende Afrob, 90er-Gott Oli P. und OMR-Buddy Das Bo. Für das komplette Line-up und Tickets (Aufgepasst: In den letzten Jahren waren die immer extrem schnell vergriffen!) jetzt omr.com/aftershow auschecken.

Alle Themen vom OMR mit FlixBus Co-Founder Daniel Krauss im Überblick:

  • Das ist Daniel Krauss, einer der drei Gründer vom Reisebus-Startup FlixBus (ab 1:30)
  • Fünf Jahre nach Start fahren rund 1.000 “FlixBusse” in ganz Europa (ab 2:10)
  • Asset-Light – So funktioniert das Geschäftsmodell von FlixBus (ab 2:30)
  • Was haben die Gründer vor FlixBus gemacht? (ab 3:30)
  • Das waren die entscheidenden Erfolgsfaktoren für das Projekt FlixBus (ab 4:30)
  • Wachstum durch Übernahmen – Diese Wettbewerber hat FlixBus aufgekauft (ab 5:10)
  • Wie viel Kapital konnte FlixBus in mehreren Finanzierungsrunden einsammeln? (ab 6:30)
  • Auf welchen Kanälen und dank welcher Hebel konnte FlixBus am Anfang wachsen? (ab 7:30)
  • Mehrere Millionen Keywords – Google ist der relevanteste Kanal für FlixBus (ab 8:30)
  • Hat FlixBus dazu beigetragen, dass Carpooling-Portale wie Blablacar an Bedeutung verloren haben? (ab 9:15)
  • Welche Wachstumsziele hat FlixBus noch? (ab 11:00)
  • Wie wichtig ist Branding für das Reisebus-Unternehmen? (ab 13:00)
  • Wie oft nutzt ein FlixBus-Kunde das Angebot? Und ab wann ist er profitabel? (ab 15:45)
  • Im Oktober 2016 wechselte der Finanzvorstand von Air Berlin zu FlixBus (ab 18:45)
  • Gab es nach den Zukäufen Probleme bei den Zusammenführungen der Unternehmen? (ab 19:45)
  • Konzessionen, Strecken, Kundenzugang und ein wenig Software – Das kauft FlixBus bei Übernahmen von Wettbewerbern (ab 21:00)
  • Deshalb ist die Bahn immer noch der stärkste Wettbewerber von FlixBus (ab 21:30)
  • Wie hoch muss die Auslastung eines Busses sein, damit das Geschäftsmodell langfristig funktioniert? (ab 22:45)
  • Das steckt hinter der Idealo-Strategie von FlixBus (ab 27:00)
  • Wie geht FlixBus mit negativen Bewertungen um? Und deshalb nutzt das Unternehmen den sogenannten Net Promoter Score (ab 31:30)
  • Wie schwierig ist es, geeignete Partnerunternehmen für FlixBus zu finden? (34:30)

Wie immer könnt Ihr die aktuelle Folge des OMR Podcasts ab sofort bei Soundcloud, iTunes (falls die aktuelle Episode noch nicht sichtbar ist, einfach abonnieren) oder per RSS-Feed anhören. Ihr könnt uns außerdem auf den Plattformen Stitcher und Deezer finden. Viel Spaß beim Anhören – und vielen Dank für jede positive Bewertung.

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Diskussion auf OMR
  • Marc

    was mich oft wundert, dass soviel über Apps/Technik usw. gemessen wird und einfache Dinge wie das „EC ElectronicCash“-Logo auf der Homepage steht, welches seit Jahren veraltet ist und seit Anfang dieses Jahres für Eurocard Debit steht und nicht für die wahrscheinlich angedachte http://www.girocard.eu
    Seit 1.4. kann dies sogar richtig teuer werden – http://verband-handel.org/elektronische-lastschrift-haendler-muessen-das-logo-austauschen/ bzw. https://www.einzelhandel.de/sepa-lastschrift-logo

  • Lennart Sir

    Diesen Podcast fand ich etwas daneben. Selbstmarketing gut und schön. Aber von 10 Flixbusfahrern beherrschen 8 gar nicht die deutsche Sprache, um sich dem Kunden gegenüber zu artikulieren. Mein Eindruck – und ich habe die schon ca. 50 mal genutzt – über die Zeit, Alles verkommt irgendwie ein bisschen. Da werden Mitreisende auf unnötigen Halts vergessen, um dann – auf der Autobahn wartend – sie wieder einzuladen. Da spielt der Fahrer die ganze Fahrt mit dem Handy. Alles erlebt.

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