New York Notizen, Finale: Mein Fazit und Marketing-Ideen, die mir aufgefallen sind

Life Coaching soll Kundschaft in den Laden locken

Welche Eindrücke Philipp Westermeyer innerhalb von rund zwei Wochen in New York gesammelt hat

Seit rund zwei Wochen ist OMR-Gründer Philipp Westermeyer in New York, um Leute zu treffen und neue Ideen zu sammeln. Das wird er auch noch ein bisschen länger tun, aber das Tagebuch klappt er fürs erste zu: In seinem letzten Eintrag blickt er zurück auf das Erlebte, zieht ein Resümee und schildert einige Marketing-Ideen, die ihm aufgefallen und bei ihm hängengeblieben sind.

Falls nicht sowieso schon passiert: Hier könnt Ihr Philipps Planung vor dem Ausflug, Tag 1, Tag 2, Tag 3, sein erstes Wochenfazit, Tag 8, Tag 9Tag 10 und Tag 11 nachlesen.

NY Notizen: Zwei Wochen Tagebuch und Ende der Aufzeichnungen

Nach nun zwei Wochen bin ich zu dem Schluss gekommen, das Experiment abzuschließen. Ein paar Dinge wiederholen sich. Die Idee, OMR-Lesern mal eine andere Content-Form anzubieten und so gut es geht mitzunehmen, ist in der Rohform verwirklicht. Mal gucken, was mit diesem Format in Zukunft machbar ist. Es gab sehr viel gutes und richtig nettes Feedback, der Traffic auf den NY Notizen-Artikeln war okay aber nicht überragend (wobei wir die Artikel anders als andere auch nicht bei Facebook beworben haben). Es ist cool, dass einige tausend Leser jeden Tag Interesse haben und die Kollegen von der Zeitschrift Horizont direkt eine Koop draus gemacht und meine Artikel übernommen haben (Danke Volker!).

Bei allem positiven Feedback soll natürlich auch Kritik nicht unerwähnt bleiben. Ein guter Freund, den ich auch privat u.a. für immer klare Meinungen schätze, hat mir auf meine Frage, ob er den ersten Artikel gelesen hatte, getextet: „Ich würde das an deiner Stelle wieder runternehmen. Das liest sich wie von einem Instagram-Sternchen (was er glaube ich nicht positiv meinte…). Warum Tür zu privaten Sachen aufmachen??“ Am Ende hat er es dann doch gelesen und sich beschwert, dass wir in der Tat Anfang der Woche die Tage falsch nummeriert haben.

App-Installs in der Kassenschlange generieren

Was hat NY mir bislang für neue, umfassende Eindrücke geliefert? Ich war jahrelang skeptisch gegenüber dem Grundeinkommen. Aber Albert Wenger plus etwas Weiterlesen hat mich da nahezu umgedreht (den Podcast mit Albert Wenger könnt Ihr hier hören). NY ist weiterhin eine beeindruckende Stadt. Mich stört, dass fast jede Gegend in Manhattan sowas wie eine Art Kulisse ihrer selbst ist. Der Konsum und Traffic ist häufig zu doll. Gleichzeitig sind die meisten Leute glücklich und entsprechend gut drauf. Viele haben Spass an Herausforderung, Wettbewerb und Treffen mit den Besten der Welt (worin auch immer).

Die ständig neuen Ideen von Unternehmern oder Marketing-Leuten zu beobachten, macht mir Spaß, auch wenn es nur Details sind: Ich war kürzlich im Kaufhaus von „Uniqlo“ (japanische Firma, mehrere Läden in der Stadt). Im Kassenbereich stehen immer so knapp 20 Leute an, während zwei Mitarbeiter versuchen, die Kunden in der Schlange zum sofortigen Install der Uniqlo-App zu überreden, gegen drei US-Dollar Rabatt beim Kauf (CPI also 3$, plus Gehalt der beiden Mitarbeiter – und täglich alleine in NY ein paar tausend Installs). So einfach, aber ob es was bringt?

Lebenshilfe als Shopping-Incentive

Als passende Anekdote zum Abschluss ist mir die Idee der Klamotten-Marke „Coach“ hängen geblieben. Um junge Leute in ihren Laden zu bringen, bieten sie gratis „Life Coaching“ im Geschäft, in einer gesonderten Kabine, also Lebenstherapie für junge Leute als Shopping-Incentive. Die Schlange war erheblich (siehe Foto oben).

Vielen Dank fürs mitlesen. Wir sehen uns spätestens bei unserer Aftershow-Party am 12. September in Köln zur dmexco, oder hören uns jederzeit im OMR-Podcast.

Falls nicht sowieso schon passiert: Hier könnt Ihr Philipps Planung vor dem Ausflug, Tag 1, Tag 2, Tag 3, sein erstes Wochenfazit, Tag 8, Tag 9Tag 10 und Tag 11 nachlesen.

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