Wie Mister Spex zum größten Omni-Channel-Händler der Optikerbranche wurde

Die Vorstände Dirk Graber und Mirko Caspar sprechen im OMR-Podcast über Brillen als Fashion-Statement, Collabos mit Influencern und einen möglichen Börsengang.

Mister Spex ist der größte Online-Brillenhändler Deutschlands, das Unternehmen wächst seit der Gründung 2008 kontinuierlich und lag 2019 bei 140 Millionen Euro Umsatz. Im Podcast sprechen Gründer und Vorstand Dirk Graber und Vorstand Mirko Caspar auch über den Ausbau des stationären Handels, Amazon und Fielmann als Konkurrenz und erklären, weshalb sie lieber auf Fernsehwerbung statt auf Super-Influencer setzen werden. Wenn ihr außerdem wissen wollt, warum sie trotzdem gerne eine Koop mit Jürgen Klopp hätten, dann hört in den aktuellen OMR-Podcast rein.

Vorreiter in der Verknüpfung von On- und Offline

Im Jahr 2007 sind die Gründer von Mister Spex angetreten, um den Brillenhandel zu digitalisieren. Eine der größten Herausforderungen von Online-Optikern – die Ermittlung der Sehstärke der Kunden –  lösten die Unternehmensmacher mit einem Partner-Netzwerk: Bei mehr als 500 Partner-Optikern können Mister Spex-Kunden heute einen kostenlosen Sehtest machen. Nach demselben Muster expandieren Graber und Caspar heute in andere Märkte: digital first, dann Partner akquirieren. „Wir halten an unserem stabilen Partnermodell fest und rollen das auch in Europa weiter aus“, so Dirk Graber.

Und obwohl Mister Spex ursprünglich als reiner Online-Shop gedacht war, eröffneten die Betreiber dann nach rund sieben Jahren doch ihre erste Filiale. Heute betreiben sie insgesamt 34 eigene Niederlassungen – und es sollen noch mehr werden. Die Läden sind für Mister Spex nicht nur Absatzkanal und Verkaufsfläche, sondern auch Instrument zur Neukundengewinnung (eine ähnliche Strategie – wenn auch in kleinerem Maße – verfolgt About You mit den Edited Stores). Ziel sei, dass Leute die Filiale verlassen, wissen was ihnen steht, welche Größe sie haben und ein Kundenkonto besitzen, damit sie dann den nächsten Kauf online machen können, so die Mr-Spex-Macher im OMR Podcast.

Mister Spex will führend im Bereich Fashion-Eyewear werden

Das gelinge immer besser – auch, weil das Graber und Caspar versuchen die Brille beispielsweise durch den Ausbau des Eigenmarkenportfolios noch stärker als Mode-Accessoire denn als Gebrauchsgegenstand zu etablieren. Manche Kunden würden bereits nach vier Wochen einen zweiten Kauf tätigen – zum Beispiel Ersatzbrillen oder Kontaktlinsen –, obwohl die meisten Kunden erst nach drei bis vier Jahren eine neue Brille bräuchten. Die Früchte dieser Strategie: „Während der Gesamtmarkt in den ersten drei Quartalen 2020 um sieben Prozent geschrumpft ist, ist Mister Spex hingegen zweistellig gewachsen“, sagt Mirko Caspar.

Wenig verwunderlich dass bei solch einer Entwicklung (und angesichts der vielen sehr erfolgreichen Börsengänge anderer Digitalfirmen in den letzten Monaten) auch über einen Börsengang von Mister Spex spekuliert wird. Schließlich hat das Unternehmen im Dezember gerade erst in eine AG umfirmiert. „Für uns ist der Börsengang immer eine Option, die wir uns offenhalten wollen, aber Konkretes gibt es dazu nichts zu sagen“, so Dirk Graber.

Außerdem sprechen Mirko und Dirk über TV-Werbung als Wachstumshebel, was es mit ominösen Mails von Fielmann an Mister Spex-Mitarbeiter auf sich hat und darüber, dass Jürgen Klopp als einziger Super-Influencer für eine langfristige Koop in Frage käme.

Unsere Podcast-Partner im Überblick:

Wir hatten Euch an dieser Stelle schon mehrmals die Vodafone eleVation Digital Days ans Herz gelegt. Leider kann das Event aufgrund der aktuellen Corona-Lage nicht wie geplant stattfinden. Es geht zwar um ein virtuelles Event, aber auch das muss vor Ort produziert werden. Um die daran beteiligten Kollegen keinem Risiko auszusetzen, hat Vodafone entschieden, die Elevation zu verschieben. Es gibt also einen neunen Termin 27.-29. April. Also direkt mal updaten im Kalender. Falls Euer Handytarif ebenfalls ein Update gebrauchen kann, hat Vodafone ein neues Angebot für Geschäftskunden, das Ihr Euch mal anschauen solltet: Der Tarif „Smart Business Digital“ umfasst zehn Gigabyte Datenvolumen für nur 17,99 Euro im Monate. Dazu gibt es praktische Features wie „My office number“, wodurch beim Anrufer nicht die Mobilnummer, sondern eine Festnetznummer angezeigt wird. Alle Infos und Abschluss nur online – und zwar hier.

Ihr sucht noch jemanden, der zu eurer Brand den heißesten Content liefert? House of Yas produziert diesen digitalen Content und entwickelt für euch passende Content-Strategien gleich mit dazu. Eine pragmatische Crew aus Köln mit einer hochgekrempelte-Ärmel-Mentalität, die sich besonders über Kunden freut, die sich mit Themen rund um Nachhaltigkeit beschäftigen. Zu den Kunden von Haus of Yas gehören unter anderem GoDaddy, Fraport, Funke Medien und ImmoScout24. Alle Infos und Kontaktmöglichkeiten gibt es auf houseofyas.de

Zum Schluss ein Hinweis in eigener Sache: Mit dem Podcast-Newsletter MIXDOWN von den Podstars werdet Ihr jeden Tag in aller Kürze auf die wichtigsten Entwicklungen in der Podcast-Branche hingewiesen. Abonniert jetzt den Newsletter und seid immer auf dem Laufenden. Das geht ganz einfach unter podstars.de/newsletter.

Alle Themen der OMR-Folge mit Dirk Graber und Mirko Caspar im Überblick:

  • Gründung von Mister Spex (ab Min 4:00)
  • Welche Rollen stationärer Handel spielt (ab Min 7:00)
  • Was den Wachstum antreibt (ab Min. 10:00)
  • Welche Produkte den größten Umsatz machen (ab Min. 12:00)
  • Wie sich TV als Marketing-Kanal entwickelt hat (ab Min 15:00)
  • Ob der Online-Brillenkauf immer noch ein Evangelisierungsprozess ist (ab Min 17:30)
  • Brillen als Fashion statt Medizinprodukt (ab Min. 21:00)
  • Über Influencer-Collabos (ab 23:30 Min)
  • Über das Verhältnis zu Fielmann und anderen Konkurrenten (ab Min. 26:00)
  • Über Collabos mit Promis (ab Min. 35:00)
  • Über Investoren und einen möglichen Börsengang (ab Min 40:00)
  • Mögliches Wachstum bei Mister Spex (ab Min 47:00)
  • HR und ehemalige Mitarbeiter (ab Min. 55:00)
Jetzt diese Artikel lesen