Die Ergebnisse bei der Google-Suche nach „iPhone 6“ sind keine Überraschung, doch Platz 4 im Ranking ist spektakulär

So verdient ein 17-jähriger mit dem Keyword „iPhone 6“ ein ansehnliches Taschengeld

(Foto: i-phone6.de)

(Foto: i-phone6.de)

Das Interesse an Apples noch nicht veröffentlichtem iPhone 6 wächst und wächst – das zeigt auch die Suche nach dem Begriff bei Google Trends deutlich. Seit Monaten versuchen auch etablierte News-Seiten, vom Hype zu profitieren und berichten über jedes noch so kleine Gerücht. Gegen Computerbild, Connect & Co. hat man da als Blogger schlechte Karten – könnte man meinen. Philipp Tusch, Gründer und Chefredakteur von apfelpage.de und zudem Betreiber von
i-Phone6.de, beweist das Gegenteil.

Sucht man bei Google nach „iPhone 6“, erhält man über zwei Millionen Treffer. Das nächste Smartphone aus dem Hause Apple wird sehnlichst erwartet, pro Monat gibt es im Durchschnitt für das aktuelle Jahr 550.000 Suchanfragen zum Keyword in dieser Schreibweise. Wenig verblüffend ist, dass die beiden großen Technik-Verlagstitel computerbild.de und connect.de auf Platz 1 und 2 in den organischen Ergebnissen ranken, T-Online folgt auf Platz 3. Dann kommt jedoch die dicke Überraschung: i-Phone6.de (per Google-Chrome im Inkognito-Fenster, Stand: 25.07.2014).


Erstmals überholt das iPhone 6 im Juli beide Vorgängermodelle im Suchinteresse bei Google Trends. Obwohl es noch nicht einmal erschienen ist.

Dreistellige Adsense-Einnahmen pro Monat

Besitzer der Domain ist der „bekennende Apple-Fan“ Philipp Tusch (17), Gründer und Chefredakteur von apfelpage.de. Er sicherte sich die Seite vor zwei Jahren für kleines Geld. Seitdem zahlt er pro Monat für Domain und Server knapp 5 Euro. Demgegenüber, ebenfalls seit zwei Jahren, stehen monatliche Adsense-Einnahmen im dreistelligen Bereich. „Dafür, dass ich die Seite nur noch selten update, kommt eine ansehnliche Summe dabei rum“, so Tusch. Aber von vorne. Wie schafft man es, bei solch einem hart umkämpften Keyword überhaupt auf Seite 1 zu ranken?

Patrick Klingberg

Patrick Klingberg, CEO der Artaxo AG

Patrick Klingberg, SEO-Spezialist und CEO der Artaxo AG, erklärt den Erfolg folgendermaßen: „Das gute Ranking von i-Phone6.de liegt in erster Linie daran, dass die Domain das Keyword im Namen trägt und dadurch alle URL-Anchors keyword-optimiert sind. Trotzdem ist, um auf Seite 1 zu landen, natürlich auch hier Linkaufbau unabdingbar.“ Das wusste auch Philipp Tusch, durch verschiedenste Online-Projekte durchaus erfahren. Neben besagten Domains, die sich auf das Thema Apple spezialisieren, betreibt er außerdem die-smartwatch.de und 2014-news.de – immer mit einem festem Kern an Freunden und Kollegen.

Für den anfänglichen Linkaufbau wurde sich auf sogenannte „Low-Quality-Links“ konzentriert. Das sind beispielsweise Einträge und Verlinkungen auf Verzeichnissen wie blogalm.de, suchnase.de oder jow-webkatalog.de. Qualitativ eher niedrig, erfüllten sie in Kombination mit der URL dennoch ihren Zweck. Die Seite gewann an Sichtbarkeit und erhielt nach und nach auch qualitativ hochwertigere Verlinkungen, unter anderem von der Handelszeitung, Concept-Phones.com und gottabemobile.com.

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Philipp Tusch, Betreiber i-phone6.de

Auf die Frage, ob er sich mit i-Phone6.de nicht unnötige Konkurrenz zu apfelpage.de geschaffen hätte, reagiert Philipp Tusch entspannt: „Auf der kleineren, optimierten Domain geht es tatsächlich eher um Werbung. Da kann ich Dinge ausprobieren, die wir auf apfelpage.de nie machen würden, weil wir dort schon seriösen Journalismus zum Thema Apple liefern wollen.“ Bis zum Erscheinen des iPhone 6 bekommt die Seite also weiterhin ab und zu ein Update, um im Ranking nicht unnötig zu fallen. Dann wird es vermutlich immer schwieriger, sich gegen die großen Player zu behaupten. Obwohl in der Domain noch viel mehr Potential steckt, gab es bis heute kein Kaufangebot. „Leider“, so Philipp Tusch.

Videos zu Technik-Gerüchten werden zu barem Geld

Dass auch auf Youtube sich abzeichnende Trends immer früher durch optimierte Kanäle bedient werden und so Werbeerlöse generieren, beschreibt Christoph Burseg sehr anschaulich auf dem Blog von Veescore. Demnach würden aktuell 520 unterschiedliche Channels eine Million Video-Views generieren – mit steigender Tendenz. Das Kuriose dabei: Oft bestehen die Videos nur aus einer schlichten Aneinanderreihung von Folien oder Perspektiven, sind kurz und bleiben unkommentiert.

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