Das sind die besten KI-Präsentationen des Jahres

Martin Gardt29.5.2026

Wir zeigen die KI-Vorträge auf den OMR26-Bühnen, die uns am meisten beeindruckt haben

Beste KI-Präsentationen OMR26
Ki-Experte Philipp "Pip" Klöckner, Petra Scharner-Wolff (CEO Otto Group) und OMR-Gründer Philipp Westermeyer auf den Bühnen des OMR Festivals 2026 (Fotos: Angela Regenbrecht und Johanna Plex / OMR)
Inhalt
  1. ⁠⁠Philipp "Pip" Klöckner: "Beyond the AI Hype: Wo wir wirklich stehen und was uns erwartet"
  2. Philipp Westermeyer & Roland Eisenbrand: "OMR State Of The Internet 2026"
  3. Brendon Kraham (Google) & David Schröder (Zalando): "From Information to Intelligence: How Gemini is Powering the New Era of Search"
  4. Nick Turley (OpenAI): "Beyond Chat: How Agentic AI is Redefining OpenAI in 2026"
  5. Petra Scharner-Wolff (Otto Group) & Philipp Justus (Google): "Agentic Commerce: Ready for Takeoff? Trends und Visionen für die Zukunft des Handels"
  6. Malte Landwehr (Peec AI): "AI Search 2026: Was wirklich funktioniert – und was nicht"
  7. Roman Howe (Anthropic): "Safety as a Feature: Claude and What European Enterprises Are Actually Building With It"
  8. Aneesh Raman (Linkedin): "Linkedin CEOO über Arbeiten und Künstliche Intelligenz: Was jetzt wirklich zählt"
Das Marketing-Jahr 2026 steht voll im Zeichen von KI-Entwicklungen. Was vor Kurzem noch als Trend diskutiert wurde, ist mittlerweile fest im operativen Alltag angekommen und verändert die Art und Weise, wie Kampagnen geplant, Inhalte erstellt und Daten analysiert werden. Entsprechend präsent war das Thema auch auf den Bühnen des OMR Festivals 2026, wo zahlreiche Speaker*innen die verschiedenen Facetten und Einsatzmöglichkeiten der Technologie beleuchtet haben. Wir haben in diesem Jahr auch erstmals in sogenannten Journeys gedacht und Themenbereiche einzeln auf der Webseite und in der App sichtbar gemacht – für eine einfachere Orientierung. Also machen wir hier einfach mit der KI-Journey weiter.
Mit etwas Abstand zum Festival bietet es sich an, die wesentlichen Erkenntnisse noch einmal zu strukturieren. Denn abseits der reinen Theorie ging es in den Sessions vor allem um konkrete Anwendungsfälle und den pragmatischen Nutzen für die tägliche Arbeit. Daher lohnt sich jetzt nochmal ein Blick auf die lehrreichsten KI-Vorträge des Jahres – und die kommen hier.

⁠⁠Philipp "Pip" Klöckner: "Beyond the AI Hype: Wo wir wirklich stehen und was uns erwartet"

Pip Klöckner OMR26 Youtube Thumbnail

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Der ultimative Reality-Check für alle Tech-Strategen: Philipp "Pip" Klöckner räumt auf der Red Stage mit KI-Mythen auf und beweist anhand echter Daten, dass die KI-Entwicklung – trotz einiger Unkenrufe – keineswegs stagniert, sondern sich rasant beschleunigt. Ob fehlerfreie Bilder in Sekunden mit OpenAIs Image 2 Modell oder autonome Agenten, die über Nacht komplexe Software-Tasks lösen – das Anwendungsmöglichkeiten explodieren, während die Kosten drastisch sinken.
Doch Klöckner warnt eindringlich vor generischem "AI Slop" im Marketing und fordert ein echtes Biosiegel für menschlichen Content, der bald nur noch 5 Prozent des Internets ausmachen wird. Wer verstehen will, warum Big Tech dieses Jahr unfassbare 790 Milliarden US-Dollar in Rechenzentren pumpt – mehr als der Marshallplan und das Apollo-Projekt zusammen –, warum Anthropic im B2B-Markt an OpenAI vorbeizieht und wieso günstige Open-Source-Modelle aus China den US-Markt mit 100-mal günstigeren Tokens durcheinander wirbeln, bekommt das genau hier.

Philipp Westermeyer & Roland Eisenbrand: "OMR State Of The Internet 2026"

State of Internet 2026 Youtube-Thumbnail

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Die traditionelle OMR-Keynote analysiert die direkten Auswirkungen von KI auf das Marketing und die globale Wirtschaft. Auf makroökonomischer Ebene treibt der Boom immense Infrastruktur-Investitionen an: Rund 800 Milliarden Dollar investieren die Hyperscaler in Rechenzentren. Und davon profitieren auch europäische Zulieferer wie Siemens Energy. Ein Realitätscheck zu KI-Agenten zeigt jedoch, dass autonome Systeme im B2C-Alltag trotz neuer Branchenstandards im Browser noch an technologische Grenzen stoßen.
Der Wandel in der Suche ist aber bereits Realität: Durch Googles AI Overviews verliert das Web an organischen Klicks. Genau deshalb zeigt Roland konkrete Taktiken, wie Marken in den KI-generierten Antworten als Quelle auftauchen und zitierfähigwerden. Das und viele weitere aktuell erfolgreiche Marketing-Strategien findest du im Video.
Brendon Kraham OMR26 Youtube-Thumbnail

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Die Zeiten, in denen du menschliche Wünsche mühsam in zwei bis drei starre Keywords komprimieren musstest, sind offiziell vorbei. Google-VP Brendon Kraham macht deutlich, dass die generative KI-Suche jetzt schon komplexe, natürliche Sätze versteht und über AI Overviews, den interaktiven AI Mode und Google Lens eine völlig neue Ära einläutet. Wie diese Transformation in der Praxis aussieht, zeigt Zalando-Co-CEO David Schröder gemeinsam mit Kraham auf der Bühne. Wenn du also verstehen willst, wie Agentic Commerce funktioniert, dann schau dir das Video des Talks unbedingt an.

Nick Turley (OpenAI): "Beyond Chat: How Agentic AI is Redefining OpenAI in 2026"

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Direkt aus dem Zentrum des KI-Rennens in San Francisco teilt Nick Turley, Head of ChatGPT, echte Einblicke in ein Unternehmen, das die KI-Entwicklung führend gestaltet. Turley glaubt nicht, dass Prompten in Zukunft noch wichtig sei, und bezeichnet textbasierte Interfaces provokant als das "MS-DOS der KI". Stattdessen baut OpenAI – unter anderem mit dem Neuzugang Peter Steinberger (Erfinder von OpenClaw) – an KI-Agenten, die Nutzenden und Unternehmen dabei helfen, komplexe Aufgaben autonom über mehrere Schritte hinweg auszuführen. Mehr dazu gibt's im Video.
Petra Scharner-Wolff OMR26 Youtube-Thumbnail

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Das Gespräch mit Petra Scharner-Wolff (CEO, Otto Group) und Philipp Justus (VP Central Europe, Google) beleuchtet die nächste Stufe des E-Commerce: Agentic Commerce. Hier übernehmen KI-Assistenten die Recherche und langfristig auch den Einkauf für Nutzende. Beide sind sich einig: Wenn Maschinen autonom Kaufentscheidungen fällen, wird die Vertrauenswürdigkeit einer Marke zum entscheidenden Auswahlkriterium. Für Unternehmen im Handel entstehen daraus klare Prioritäten: Eine exzellente Datenqualität der Produkt-Feeds ist die Grundvoraussetzung, um von KI-Agenten überhaupt gefunden zu werden. Wie dir das gelingt, erfährst du im Video.

Malte Landwehr (Peec AI): "AI Search 2026: Was wirklich funktioniert – und was nicht"

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Wer im Zeitalter von Chatbots und KI-Suchmaschinen organische Sichtbarkeit sichern will, findet bei Malte Landwehr eine echte Praxisanleitung. Er zeigt, wie Generative Engine Optimization (GEO) abseits von Marketing-Floskeln funktioniert: durch das gezielte Schließen von Zitationslücken, auf Aktualität optimierten Content und das clevere Format des "Chunkings" (prägnante 50-Wort-Zusammenfassungen am Textanfang). Er deckt auf, wie aggressiv genutzte Listicals, Vergleichsseiten (X vs. Y) und sogar Advertorials auf etablierten Medien wie Bild.de oder Handelsblatt die KI-Suche beeinflussen können. Hier entlang zu einem Video voller Insights für Performance-Profis.

Roman Howe (Anthropic): "Safety as a Feature: Claude and What European Enterprises Are Actually Building With It"

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Anthropic erlebt in Europa gerade ein extrem starkes Wachstum – der Enterprise-Umsatz ist im Vergleich zum Vorjahr um das Elffache gewachsen. DACH-Chef Roman Howe erklärt im Gespräch mit Christian Byza, warum B2B-Giganten wie die Allianz oder BMW auf das Sprachmodell Claude setzen. Und er gibt tiefe Einblicke in das Training von Claude, das gezielt Halluzinationen minimiere und sogenanntes "Sycophancy" unterdrücke – Claude plappere Nutzenden nicht nach dem Mund, sondern korrigiere sie, wenn sie falsch liegen. Außerdem spricht er über den Pentagon-Streit und zeigt, wie das konsequente Festhalten an ethischen roten Linien (Sicherheit vor kommerziellem Profit) zu einer globalen Welle des Vertrauens und täglichen Zuwächsen von einer Million Nutzenden geführt hat.

Aneesh Raman (Linkedin): "Linkedin CEOO über Arbeiten und Künstliche Intelligenz: Was jetzt wirklich zählt"

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In einer von KI-Zukunftsangst geprägten Zeit liefert Aneesh Raman, Chief Economic Opportunity Officer bei Linkedin, mal eine positive Botschaft: KI wird uns in puncto Effizienz zwar gnadenlos überholen, aber Arbeit wird dadurch nicht enden, sondern sich fundamental vermenschlichen. Raman bringt dabei Linkedin-Daten mit, laut denen sich bis 2030 rund 70 Prozent der gefragten Job-Skills verändern werden und Berufseinsteiger doppelt so viele Jobs durchlaufen wie früher. Er plädiert dafür, die starre Karriereleiter durch eine dynamische "Kletterwand" zu ersetzen und Jobs radikal in Aufgaben zu zerlegen: Routinearbeiten gehen an die KI, während der Mensch sich voll auf kritisches Denken, Authentizität und die "5 Cs" (Curiosity, Compassion, Creativity, Courage, Communication) fokussieren kann.
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Martin Gardt
Autor*In
Martin Gardt

Martin kümmert sich vor allem um neue Artikel für OMR.com und den Social-Media-Auftritt. Nach dem Studium der Kommunikations- und Medienwissenschaft ging er zur Axel Springer Akademie, der Journalistenschule des Axel Springer Verlags. Danach arbeitete er bei der COMPUTER BILD mit Fokus auf News aus der digitalen Welt und Start-ups. Am Wochenende findet Ihr ihn auf der Gegengerade im Millerntor.

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