Anzeige

Beauty-Medizinerin Barbara Sturm: „Ich mag nicht so gerne Mainstream“

Barbara Sturm

Barbara Sturm

Wie eine Deutsche durch Networking, clevere PR und Social-Media in L.A. zum Skincare-Star wurde

Wie wird man vom Landei aus der deutschen Provinz zur Frau, der Oscar-Preisträger ihre Haut anvertrauen? Barbara Sturm erzählt Philipp Westermeyer ihre Geschichte in der aktuellen OMR Podcast-Folge. Die Deutsche lebt heute zwischen Düsseldorf und L.A. und hat mit Dr. Barbara Sturm eine Highend-Skincare-Brand entwickelt. Die vermarktet sich inzwischen quasi von selbst, weil Hollywoods A-Liga auf Sturms Produkte schwört. Der Weg dahin war natürlich harte Arbeit. Und das macht Sturms Story zum kompakten Crashkurs über den Wert von radikalem Ehrgeiz, konsequentem Networking und kluger Selbstvermarktung.

Bei manchen Menschen wird relativ schnell klar, dass die Provinz ihnen irgendwann zu klein werden wird. Wenn Barbara Sturm im OMR Podcast von ihrer Kindheit in Thüringen erzählt, dann klingt das so: „Ich habe damals schon sehr viel gewollt. Bei allem wollte ich immer die Beste sein: In der Schule die Beste sein, Fußball mit den Jungs spielen, Torschützenkönigin sein. Ich habe jeden Sport gemacht, alles, was ich mitnehmen konnte, auch mitgenommen: Klavier, Flöte, Kirchenchor, Tennis, Ballett, ich habe alles gemacht. Ich war wahnsinnig ehrgeizig.“

Von der Orthopädie zur Ästhetik

Der Ausbruch aus der Enge der Provinz erfolgt dann allerdings nicht ganz freiwillig. 1984 reisen Sturms Eltern in den Westen aus. So landet die damals Zwölfjährige im nordrhein-westfälischen Moers. Der Wechsel von den thüringischen Wäldern an den Niederrhein fällt ihr schwer, aber sie beißt sich durch und hält auch an einem Plan fest, den sie, so Sturm, seit ihrem fünften Lebensjahr verfolgt: Medizin zu studieren. Und nebenbei Sport. Und das, während sie in „Rekordzeit“ heiratet und ihr erstes Kind bekommt.

Auch wenn die Ästhetik sie schon immer interessiert habe, wählt Sturm zunächst einen anderen Fachbereich. Sie landet in der Orthopädie und forscht gemeinsam mit US-Wissenschaftlern an antientzündlichen Wirkstoffen zur Arthrosebehandlung, die aus Eigenblut gewonnen werden. Ziel der Behandlung ist die Förderung der Regeneration der körpereigenen Zellen.

Nebenher unternimmt Sturm Ausflüge in die ästhetische Medizin. Doch einfach Botox spritzen, genügt ihr nicht: „Wenn man nur mit Professoren aus Harvard und Pittsburgh abhängt, bekommt man einen ganz anderen Anspruch an das, was man machen möchte“, sagt Sturm.

Die Idee zur eigenen Therapie

So sei der Plan entstanden, eine eigene Therapie zu entwickeln. Für die überträgt sie ihre wissenschaftliche Arbeit aus der Orthopädie auf das Thema Haut. „2002 habe ich meine erste Patientin mit körpereigenen Wirkstoffen in die Haut unterspritzt“, sagt Sturm. „2011 gab es dann dieses Bild mit der blutüberströmten Kim Kardashian.“ Diese Behandlung sei im Prinzip ihre Entwicklung.

 

Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an

 

Tonight on Kourtney & Kim Take Miami!!! #VampireFacial #kktm

Ein Beitrag geteilt von Kim Kardashian West (@kimkardashian) am

Hinter dem berühmten Foto und dem catchy Produktnamen „Vampire Facial“ steckte ein Nachahmer – doch der Name der Erfinderin dieser Behandlungsform auf Basis von Eigenblut hatte sich zu der Zeit längst in Hollywood herumgesprochen. Immer häufiger sei sie nach Los Angeles geflogen, erzählt Sturm. Nach und nach habe sie dort nicht nur die VIPs kennengelernt, sondern auch die Personen hinter den Kulissen. „Ich kenne jeden in Hollywood“, sagt Sturm.

Die Idee zur eigenen Therapie

Der Erfolg lässt sich auch in Zahlen fassen: Über 100 Mitarbeiter in Deutschland, Großbritannien und den USA beschäftige sie mittlerweile, sagt Sturm. Der Umsatz ihres Unternehmens liege im mittleren zweistelligen Millionen-Euro-Bereich und verdoppele sich jedes Jahr. Neben minimalinvasiven Behandlungen, die sie und ihr Team in der Düsseldorfer Klinik und in ihren Standorten New York City und Ls Angeles vornehmen, verdient Sturm ihr Geld mit einer eigens entwickelten Pflegeserie.

Die MC1 Creme, oder mit der „Blutcreme“, wie sie selbst ihr Produkt nennt, legte den Grundstein für diese Serie. Sie übertrug hierfür den anti-entzündlichen Ansatz ihrer Behandlungen auf die Hautpflege. Inzwischen hat sie dieses Prinzip zu einer kompletten Pflegeserie weiterentwickelt.

Ihren ersten Verkaufserfolg verdankt Sturm vor allem Net-a-Porter. Der Online-Händler für Luxusmode hatte das Label als eines der ersten Beauty-Produkte gelistet. Sturm war selbst für den Pitch nach New York geflogen. „Das war für mich das Allergrößte. Ich auf Net-a-Porter. Da habe ich mich danach unter die Dusche gestellt und habe mal eine Runde geweint.“ Vor Glück, wie sie betont. Danach hätten Luxuskaufhäuser wie Harrod’s angerufen, so Sturm, und ihre Produkte in ihre Beauty-Abteilungen aufnehmen wollen.

Kritisch sieht Sturm den aktuellen Trend, Schönheitsprodukte über die Herkunft aus bestimmten Ländern zu verkaufen: „Das ist ja keine Olympiade. Wir sind im Skincare-Business.“ Sie betrachte die Branche global. Ihre Produkte würden in Deutschland hergestellt, aber die Wissenschaft stamme aus diversen Ländern – etwa Kalifornien und Miami in den USA, und sie arbeite mit Wissenschaftlern aus Korea und Russland zusammen, sagt Sturm.

Besser sein als typische Beauty-PR

Natürlich profitiere auch sie vom Buzz um G-Beauty, räumt Sturm ein. Doch viel wichtiger sei ihr, den eigenen Weg zu gehen. Ihre Marke heiße zwar wie sie, aber eben nicht, weil ein deutscher Name beim Verkauf helfen könnte, sondern weil das eben ihr Name sei.

Auch sonst, betont Sturm, gehe sie ihren eigenen Weg. Etwa wenn sie ihre PR-Strategie nicht nach Best-Practices der Beauty-Branche ausrichte, sondern sich die Modewelt zum Vorbild nehme. „Ich mag nicht so gerne Mainstream“, so Sturm gegenüber Philipp Westermeyer. „Ich muss nicht das machen, was andere machen. Ich will einfach einen neuen Weg gehen, der für mich interessanter ist.“

Wenn ihr mehr über Skincare-Trends lernen wollt und erfahren möchtet, warum Männer die Zielgruppe der Zukunft sind, und wie kreativ Barbara Sturm auf die Corona-Krise regiert, dann hört mal rein in der aktuellen Folge des OMR Podcast.

Unsere Podcast-Partner im Überblick:

Philipp hat einen Lieblingsmobilfunktarif, und der stammt von unserem Partner Vodafone. Er heißt: Vodafone Red Business Prime. Das interessante daran ist das „Pass“-Konzept. Das heißt: Beim Social-Media-Pass etwa können Kunden ihre Social-Media-Apps anmelden, und künftig wird der Datenverbrauch, der bei der Nutzung dieser Apps anfällt, nicht auf das vereinbarte Volumen angerechnet. Es gibt auch einen Video-Pass für alle, die gerne auf dem Smartphone Filme anschauen. Für Business-Kunden zudem attraktiv: Mit dem Tarif könnt Ihr ohne zusätzliche Kosten ins europäische Ausland telefonieren. Alle Infos findet Ihr unter: vodafone.de/business-tarife

Und dann noch der Hinweis auf den „Digitale Vorreiter“-Podcast von Vodafone mit Christoph Burseg. Diesmal zu Gast: Céline Willers, LinkedIn-Influencerin mit der für die Business-Plattform beachtlichen Zahl von 40.000 Followern und gewiss eine gute Ratgeberin zu dem aktuell sehr wichtigen Thema B2B-Marketing. Hört doch mal rein.

Dann legen wir euch als zweiten Podcast noch „Innovator Sessions“ von Red Bull ans Herz. Dort erklären Gründer, Forscher und Sportler, wie sie erfolgreich wurden. Die beiden Hosts sind die Journalistin Laura Lewandowski und Flemming Pinck, geschätzter Ex-OMR-Kollege und Modeabel-Betreiber. Reinhören lohnt sich aber natürlich vor allem wegen der Gäste. In Folge zwei etwa Ironman-Gewinner Sebastian Kienle, der sicher einige Learnings parat hat, die auch Euch im Alltag weiterbringen.

Noch ein Hinweis in eigener Sache: Gemeinsam mit den Headstart Studios veranstalten wir eine OMR Academy. Im nächsten Kurs geht es um die Basics von Facebook und Instagram. In zehn Wochen erfahrt Ihr bei zwei bis drei Stunden Lernaufwand pro Woche, wie diese Plattformen funktionieren und wie Euer Business davon profitiert. Start ist am 8. Mai. Das Home-Office-Ticket, mit dem ihr 25 Prozent der regulären Kursgebühr spart, sowie alle wichtigen Infos findet Ihr unter omr-academy.de.

Alle Themen des Podcasts mit Barbara Sturm im Überblick:

  • Warum sie aus der Orthopädie in die ästhetische Medizin gewechselt ist (ab 7:55)
  • Wie sie sich in Hollywood mit sozialer Intelligenz ein Netzwerk aufgebaut hat (ab 8:46)
  • Wie groß ihre Firma Dr. Barbara Sturm mittlerweile ist (ab 9:04)
  • Wie es zu ihren ersten Pflegeprodukten kam, und wie sie diese heute vertreibt (ab 12:14)
  • Warum Strum in Q2 ambitionierte E-Commerce-Pläne verfolgt (ab 15:32)
  • Welche Promis den Aufbau der Marke besonders gepusht haben (ab 19:28)
  • Welche Strategie sie hinsichtlich PR und Personal Branding gewählt hat (26:10)
  • Wie sie Instagram als Kanal bespielt und welche Rolle Education dabei spielt (ab 28:46)
  • Warum sie sich vergangenes Jahr einen Investor an Bord geholt hat (32:05)
  • Wie sie über Popup-Spas auf Events Social-Media-Reichweite generiert (ab 34:27)
  • Warum sie gerade auf digitale Masterclasses und Facetime setzt (ab 36:40)

Jetzt diese Artikel lesen