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State of the German Internet 2020: Das ist die neue Keynote von Philipp Westermeyer

OMR Philipp Westermeyer Keynote State of the German Internet

Der OMR-Gründer schaut auf die deutsche Digital-Branche und zeigt erfolgreiche Marketing-Strategien – hier gibt's die Slides und das Video

Normalerweise hält Philipp Westermeyer seine Keynote „State of the German Internet“ jedes Jahr auf der großen OMR-Bühne vor über 7.000 Besuchern. Wie so vieles läuft es in diesem Jahr aber anders: Bisher konnten Teilnehmer der Digital Masterclasses den Vortrag schon sehen – jetzt könnt auch Ihr einschalten. Philipp blickt in seiner Keynote auf die Macht der GAFA-Firmen, die Entwicklung der deutschen Digital-Branche und schaut durch die Marketing-Brille auf aktuelle Trends.

Wie immer gibt’s zum Start die Betrachtung der großen Plattformen (GAFA) – auch im Vergleich zu den chinesischen Playern Baidu, Alibaba und Tencent. In diesem Jahr zeigt Euch Philipp anhand von Beispielen, warum Google, Amazon, Facebook und Apple selbst in der Corona-Zeit so an der Börse dominieren. Kleine Vorschau: Wusstet Ihr, dass Apple nur mit seinen AirPods (den kabellosen Kopfhörern) 2019 so viel Umsatz gemacht hat, wie Red Bull, Puma und Bose zusammen?

Durch die Marketing-Brille

Im vergangenen Jahr hatte Philipp das Prinzip der sieben Todsünden auf digitale Marketing-Strategien übertragen. In der 2020er Keynote blickt der OMR-Gründer jetzt durch seine Marketing-Brille auf die Welt. Er nimmt sich fünf Phänomene des Alltags vor und zeigt, wie Ihr als Marketer darauf reagieren und davon profitieren könnt. Wie gewohnt ist die Präsentation gespickt mit Beispielen zum Anfassen. Philipp zeigt einfach, welche Unternehmen richtig clever agieren.

Das erste Phänomen tauft Philipp „The Consumer Led Revolution“. Was dahinter steckt? Wie wir gerade durch die Black-Lives-Matter-Proteste sehen, gehen die Menschen gesellschaftliche Probleme wieder lauter an. In der Keynote zeigt der OMR-Gründer, wie Ihr auf solche gesellschaftlichen Verschiebungen und Phänomene eingehen könnt. Und das anhand von Beispielen von Walmart, Oatly und Kleiderkreisel. Auch kleine Unternehmen können profitieren. Ein Edeka aus Neumünster hatte Ende 2019 verkündet, kein Feuerwerk zu verkaufen – der Umwelt und den Tieren zuliebe. Der Lohn waren Tausende positive Kommentare und Likes.

Neue Art, Eure Kunden zu erreichen

Die zwei nächsten Alltags-Phänomene, die Philipp durch seine Marketing-Brille beobachtet, beziehen sich auf neue Wege, Kunden zu erreichen und mit ihnen zu interagieren. Zuerst erklärt er, was hinter dem Trend des „Flywheels“ steckt (wir hatten hier schon über den Marketing-Begriff geschrieben). Am Beispiel des Autovermieters Sixt lässt sich das Flywheel besonders gut erklären. Statt Kunden jedes Mal aufs Neue über Preisvergleiche gewinnen zu müssen, hat Sixt mit seiner App ein kleines Schwungrad (deutsch für Flywheel) gebaut. In der App können Automieter auch Carsharing nutzen und Taxis rufen. Nach dem Plan von Sixt soll der Nutzer von einer Nutzungssituation in die nächste „getrieben“ werden und so das Schwungrat in Gang setzen.

Sixt hat ein Flywheel gebaut

Das Flywheel von Sixt (Screenshot aus der Keynote)

Danach blickt Philipp durch seine Brille auf die steigende Bedeutung von Chat-Apps in ihrer Funktion als Social-Plattformen. Das Phänomen nennt er „The Rise of Dark Social“. Wo Philipp vor nicht allzu langer Zeit auf Facebook von seinem Besuch in Til Schweigers Mallorca-Finka gepostet hätte, schickt er das heute über Whatsapp an verschiedene Freunde- und Familiengruppen. Solche Daten entgehen Marketern heute. Der OMR-Gründer zeigt dann aber anhand dreier Beispiele von Kollegen, wie Ihr mit diesem Problem umgehen solltet und Eure Kunden auch über Whatsapp und Instagram-Direktnachrichten erreicht und bindet.

Vertrauen als zentrale Größe

Die abschließenden zwei Themen drehen sich um das Vertrauen der Kunden in Brands. Unter der Überschrift „Too much Choice“ erklärt Philipp Westermeyer, wie sich zu viel Auswahl auch negativ auf das Kundenerlebnis auswirken kann. Derzeit gewinnen auch Unternehmen, die sich nur auf ein Produkt konzentrieren und so die Entscheidung leichter machen. Ausgefallenes Beispiel gefällig? Die Firma Schneekloth aus Kiel verkauft Wein, der auf dem Label schon verrät, zu welchem Essen er passt (zum Beispiel Käse) – schon ist die Auswahl nicht mehr so schwer.

Schneekloth Wein

Der Wein von Schneekloth zeigt dem Kunden, zu welchem Essen er passt

Das abschließende Thema „The Trust Struggle“ dreht sich dann ganz buchstäblich um den Kampf um das Vertrauen der Kunden. Philipp zeigt anhand des Erfolgs vom Nischenanbieter „Musikhaus Thomann“, wie das Management von Produktbewertungen eine mächtige Waffe im Kampf gegen Amazons Übermacht sein kann. Die Kollegen schaffen es mit verschiedenen Strategien, dass ihre Kunden ausführliche Produktbewertungen hinterlassen. Das hilft bei der Wahl des richtigen Produkts und lässt eine Community entstehen, die bereit ist, auch mal zehn Euro mehr für ein Produkt bei Thomann auszugeben.

Jetzt aber genug geschrieben. Schaut Euch hier direkt Philipps neue Keynote an:

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Ein herzlicher Dank geht an:

Gestaltet wurde die Keynote von No Agency, für die Produktion des Videos zeichnet die Hamburger Filmproduktion Aussenborder verantwortlich.

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