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Google Ads (ehemals Google Adwords)

Google Ads, ehemals Google Adwords gennant, ist ein Werbeprogramm des US-amerikanischen Unternehmens Google LLC und zählt zu den populärsten Systemen für Suchmaschinenwerbung (engl. Search Engine Advertising, kurz: SEA) weltweit. Werbetreibende erhalten damit die Möglichkeit, kleine Textanzeigen in den Suchergebnissen von Google zu schalten, die potenzielle Kunden auf ihre Internetseite weiterleiten.

Das System wurde 2000 eingeführt und ist mittlerweile die Haupteinnahmequelle von Google. 2011 generierte Google darüber 96 Prozent seiner Umsätze. Mittlerweile wurde Google Ads auch auf YouTube und Google Maps ausgedehnt und kann bei Mitgliedern des Google Display-Netzwerks eingesetzt werden.

Vorteilhaft für Werbetreibende sind insbesondere die Kosten von Google Ads. Während traditionelle Marketingmaßnahmen wie Printanzeigen in der Finanzierung oftmals fünfstellige Beträge fordern, zahlen Werbetreibende bei Google Ads für Anzeigen per Klick. Das bedeutet, dass nur dann Kosten anfallen, wenn Nutzer auf die Anzeige klicken und darüber zur Zielseite (Landing Page) weitergeleitet werden. Zusätzlich erhebt Google eine einmalige Aktivierungsgebühr, die in Deutschland fünf Euro beträgt. Abgesehen davon gibt es weder Druck- und Versandkosten, noch ist ein Mindestumsatz notwendig.

Ein weiterer Vorteil von Google Ads ist die Reichweite. Allein in Deutschland nutzen nahezu 90 Prozent der Internetnutzer Google als Suchmaschine und auch weltweit ist Google führend. Dadurch können Werbetreibende mit Google Ads eine große Zielgruppe ansprechen. Durch die Eingabe von Schlüsselwörtern (Keywords) können Werbetreibende entscheiden, bei welchen Suchanfragen ihre Anzeige ausgespielt oder nicht ausgespielt werden soll, und auf diese Weise ihre Werbekampagne zielgruppengerecht gestalten. Im Gegensatz zu herkömmlichen Werbemaßnahmen in Fernsehen, Radio oder Print können die Anzeigen laufend verändert und der jeweiligen Kampagne der Werbetreibenden angepasst werden. Damit ist Google Ads nicht nur ein vergleichsweise kostengünstiges und schnelles, sondern auch ein flexibles Werbesystem, das seinen Nutzern neben der Gestaltung von Anzeigen auch Analyse- und Optimierungstools bereitstellt.

Allerdings hat die Nutzung von Google Ads auch Nachteile. Die Eingabe von Keywords ermöglicht es zwar, die Anzeigen zielgerichtet auszuspielen, aber dazu müssen die Keywords von Nutzern erst einmal gesucht werden. Dies birgt gerade bei neuen Produkten, die wenig bis gar nicht bekannt sind, ein Risiko. In diesem Fall sollten Werbetreibende zunächst in eine Branding-Kampagne investieren und auf diese Weise die Bekanntheit des Produkts steigern, ehe es über Suchmaschinenwerbung vermarktet wird.

Ein weiteres Risiko von Google Ads liegt im Klickbetrug (Click Fraud), bei dem die Anzeigen manuell oder automatisiert von Konkurrenzunternehmen geklickt werden, um Kosten zu verursachen. Um dieses Risiko möglichst gering zu halten, setzt Google auf Filter- und Monitoringtechniken sowie ein Mitarbeiterteam, das Betrugsfälle erkennen und herausfiltern soll.

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