Sven Schmidt über maschinensucher.de, seine besten Investments und größten Fehler

Sven Schmidt Maschinensucher.de

Sven Schmidt

Der Podcast-Stammgast erzählt über seine VC- und Unternehmer-Karriere

Treue Podcast-Hörer werden ihn natürlich längst kennen: Als Stammgast analysiert Sven Schmidt regelmäßig die neuesten Entwicklungen, Deals und Exits aus der digitalen Marketing-Szene – und nimmt dabei selten ein Blatt vor den Mund. Seine Einschätzungen basieren dabei auf der jahrelangen Erfahrung als Internetunternehmer und VC (u.a. Accel Partners). Im neuen OMR Podcast erzählt er, warum er auf das Browserspiel „Pennergame“ mit einem lachenden und einem weinenden Auge zurückblickt, für wie viel Geld er Domains wie restaurant.de verkaufen würde und warum er sich an maschinensucher.de beteiligt hat.

„Ich bin einfach überzeugt, dass sich Maschinensucher für mich richtig, richtig lohnt“, sagt Sven Schmidt im Gespräch mit Philipp Westermeyer. „Es geht nicht um Sneaker für 70 Euro, sondern um Maschinen für 8.000 Euro. Da ist man schnell bei großen Summen.“ Deshalb liege aktuell auch sein Hauptaugenmerk auf dem Marktplatz für gebrauchte Maschinen ohne Räder, an dem er über seine private Gesellschaft beteiligt ist. Die Plattform aus Essen vermittle jetzt schon Anfragen im Wert von über 700 Millionen Euro im Monat. Geld verdient die Seite nicht auf Provisionsbasis, sonder verlangt für jede Annonce eine Gebühr.

Ein komplett anderes, damals aber extrem erfolgreiches Geschäftsmodell, war das „Pennergame“. „Es ging lange einfach nur darum, die Seite am Leben zu halten. Wir hatten über eine Million Unique Logins pro Tag“, erzählt Sven Schmidt . „So einen Erfolg habe ich noch nie gesehen.“ In das zeitweise erfolgreichste Online-Game Deutschlands hatte Schmidt mit der Internet Consumer Services GmbH (ICS) investiert. Rückblickend bereut er es allerdings, nicht ein wie heute vor allem im Mobile Gaming-Bereich gängiges Fremium-Modell eingeführt zu haben. „Hätten wir damals mehr Verständnis vom Gaming-Bereich und Monetarisierung gehabt, hätte das Spiel noch deutlich lukrativer sein können.“ Anfang 2012 folgte der Verkauf aller Anteile an iVentureCapital.

VC bei Accel Partners und Domain-Käufe

Über die Jahre war Schmidt maßgeblich an zahlreichen, teilweise sehr erfolgreichen und großen Deals beteiligt. So baute er gemeinsam unter anderem mit seinem Geschäftspartner Daniel Grözinger und Christoph Schäfer die Ticketbörse getgo.de auf, die 2002 von CTS Eventim übernommen wurde. Die Stammbaum-Software verwandt.de ging 2010 an das israelische Startup MyHeritage, die Bewertungsplattform dialo.de fand ebenfalls einen Käufer. Nur das Schnäppchenportal dealjaeger.de war laut Schmidt ein Verlustgeschäft: „Das war der einzige ICS-Deal, bei dem wir Geld verloren haben.“

Durch seine Aktivitäten und dealjaeger.de, das er unter anderem auch bei Accel Partners gepitcht hat, entstand ein regelmäßiger Kontakt zum bekannten Risikokapitalgeber – was am Ende zu einer Einstellung von Sven Schmidt führte. Während seinen Jahren bei Accel konnte er in die drei Companys Prezi, Fiverr und Vinted investieren.

Im neuen OMR Podcast verrät der Marktplatz-Fan, warum ICS vor Jahren Domains wie restaurant.de und auftrag.de gekauft hat: „Mein Gedanke war damals, dass generische Domains die Alster-Grundstücke im Internet sind.“ Aus Zeitmangel sind die Domains bis heute nicht projektiert – falls richtig gute Angebote gemacht werden, sei Schmidt aber bereit, zu verkaufen. Außerdem erklärt er, welche drei Projekte er mit ICS noch operativ betreut und wie er in Leipzig mit Christoph Schäfer, den Trivago-Gründern und Delivery Hero-Founder Lukasz Gadowski studiert hat.

Unsere Podcast-Partner:

Es soll ja Leute geben, die sich auf die Weihnachtstage nicht nur wegen des Essens und der Geschenke freuen, sondern vor allem dem Stress aus dem Weg gehen wollen und eins machen – entspannen und ausschlafen. Und wie ginge das wohl besser, als auf einer Matratze von Casper? Die wurde 2015 vom Time Magazine mal eben zur besten Erfindung des Jahres gewählt. Es gibt nur ein Modell in verschiedenen Größen und 100 Tage und Nächte Rückgaberecht (also genug Zeit zum Probeliegen) – einfacher kann der Matratzen-Kauf wirklich nicht sein. Im OMR-Büro gibt es schon zahlreiche Fans. Probiert es auch einfach mal aus. Für alle Leser und Hörer gibt es mit dem Gutscheincode „OMR” auf casper.com/omr 50 Euro Rabatt.

Auch diese Woche mit am Start sind die Kollegen von AdRoll, einer der führenden Performance-Marketing-Plattformen weltweit. Neben großen Kunden nutzen vor allem auch viele kleinere Clients die Self-Service-Plattform der Company. Jetzt hat das Unternehmen gemeinsam mit Econsultancy eine neue Studie veröffentlicht, die sich mit einem der zentralen Themen im Marketing beschäftigt: Attribution. Unter anderem werden folgende Fragen behandelt: Warum ist Attribution ein Prozess und kein Endzustand? Warum sind selbst kleinste Verbesserungen in dem Bereich wertvoll? Und weshalb gibt es kein eindeutiges Attributionsmodell? Wer sich die Insights kostenlos sichern möchte, schreibt einfach eine Mail an attribution@adroll.com.

Seit Jahren ist Audi einer unserer engsten Partner, stellt auf unseren Events hunderte von Fahrzeugen zur Verfügung oder präsentiert exklusiv die neuesten Modelle. Mit dem A4 Avant g-tron und dem A5 g-tron haben die Kollegen in diesem Jahr direkt zwei neue Modelle aus der Reihe mit Erdgasantrieb an den Markt gebracht. Die Vorteile der g-Tron-Technologie: deutlich weniger CO2-Emissionen und trotzdem quasi keine Unterschiede zum Fahrverhalten im Vergleich zu „normalen“ Benzinern. Auch das Nachfüllen von Erdgas ist heute kein Problem mehr; alleine in Deutschland bieten knapp 1.000 Tankstellen den Service an. Wer also ein neues Auto braucht und gleichzeitig etwas für die Umwelt tun möchte, unbedingt anschauen.

Alle Themen vom Podcast mit unserem Stammgast Sven Schmidt im Überblick:

  • Wie lautet eigentlich die Jobbeschreibung von Sven Schmidt? (ab 2:40)
  • Deshalb hat Schmidt in den Marktplatz maschinensucher.de investiert (ab 3:00)
  • Das Geschäftsmodell von maschinensucher.de: 50 Millionen Euro Gross Merchandise Volume (GMV) pro Monat (ab 5:00)
  • Deshalb hat Sven Schmidt nicht über seine Firma Internet Consumer Services (ICS) in maschinensucher.de investiert (ab 6:00)
  • So hat er den Marktplatz aus Essen als spannenden Investment-Case identifiziert (ab 7:00)
  • OMR und maschinensucher.de wären einmal fast Trikotsponsoren von Rot-Weiß Essen geworden (ab 10:30)
  • Der Marktplatz für Gebrauchtmaschinen will als Arbeitgeber in Essen bekannt werden – und sucht dringend gute Mitarbeiter. (ab 11:50)
  • Leipzig als Keimzelle der deutschen Internetszene: Christoph Schäfer, die Trivago-Gründer, Delivery Hero-Founder Lukasz Gadowski und Sven Schmidt haben dort studiert (ab 13:00)
  • Über die Gründung von getgo.de (ab 14:00)
  • So schätzt Sven Schmidt den Verkauf von Esome an ProSiebenSat.1 ein (ab 15:20)
  • Deshalb hat die erste ICS-Gründung, das Bewertungsportal dialo.de, nicht funktioniert – und konnte trotzdem verkauft werden (ab 17:30)
  • Dealjaeger.de war der einzige ICS-Deal, bei dem Schmidt und sein Geschäftspartner Daniel Grözinger Geld verloren haben (ab 18:30)
  • 2010 hat das Duo die Stammbaum-Software verwandt.de erfolgreich verkauft (ab 19:30)
  • So haben sich Sven Schmidt und Philipp Westermeyer 2007 kennengelernt (ab 20:20)
  • Die Pennergame-Ära: Das zeitweise größte Onlinespiel Deutschlands (ab 21:40)
  • Sven Schmidt gesteht, beim Pennergame nicht das Optimum rausgeholt zu haben – und das würde er aus heutiger Sicht anders machen (ab 25:00)
  • Anfang 2012 hat ICS sowohl das Pennergame als auch auskunft.de verkauft (ab 26:30)
  • Für diese drei Portale ist ICS heute noch operativ tätig – und so funktionieren die Geschäftsmodelle (ab 27:30)
  • Hotelgutscheine über E-Mail-Marketing: Animod.de (ab 28:30)
  • Preisvergleich für Bestattungen: bestattungen.de (ab 30:50)
  • Datenbank für Hochhäuser: emporis.de (ab 32:50)
  • Wie kam Sven Schmidt an den Job bei Accel Partners, einem der größten Venture Capital-Geber der Welt? Und in welche Firmen hat er in der Zeit investiert? (ab 35:50)
  • Über Sven Schmidts Investment für Earlybird in mitfahrgelegenheit.de (ab 38:50)
  • Sven Schmidt als Domainer: Deshalb hat ICS vor Jahren zahlreiche generische Domains gekauft und besitzt einige bis heute unprojektiert (ab 44:30)

Wie immer könnt Ihr den aktuellen OMR Podcast bei SoundcloudiTunes (falls die aktuelle Episode noch nicht sichtbar ist, einfach abonnieren) oder per RSS-Feed anhören. Ihr könnt uns außerdem auf den Plattformen Spotify, Stitcher und Deezer finden. Viel Spaß beim Anhören – und vielen Dank für jede positive Bewertung.

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Diskussion auf OMR
  • Britta Bachler

    Sven Schmidt hat eins der langweiligsten Interviews, welches ich je gehört habe moderiert und war sich nicht zu doof für die Frage, warum bei den Zalando Gründern immernoch keine Frau im Vorstand zu finden ist: Fotzenknecht!

    Wie so immer, gab es damals keine Frauen im Internet, ausser in Pornos. Obwohl die Frage erlaubt ist, wie weit das Internet gekommen wäre ohne diese Schützenhilfe.

    Ich würde sagen Herr Schmidt verzichtet freiwillig auf mindestens die Hälfte seiner Redezeit zu Gunsten einer Frau oder von Jemanden, der sein Geschlecht nicht zuordnen kann.

    Viele Grüße

    BB

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