KI-Sichtbarkeit 2026: Wo B2B-Tech-Unternehmen in DACH wirklich stehen

Wir haben gemeinsam mit der GEO-Agentur duwerk 25 B2B-Tech-Marketingteams in DACH befragt, wie sie GEO und KI-Sichtbarkeit heute wirklich angehen

Inhalt
  1. Der Status quo: 92 % priorisieren, sichtbar ist kaum jemand
  2. Der blinde Fleck bei der KI-Sichtbarkeit
  3. Warum Brand der Hebel für KI-Sichtbarkeit ist
  4. KI-Sichtbarkeit richtig messen
  5. Maßnahmen, mit denen B2B-Tech-Teams jetzt starten
  6. Fazit: Sichtbarkeit lässt sich nicht mehr an der Website allein festmachen
Deine potenziellen Kund*innen stellen ChatGPT oder anderen LLMS Fragen, die früher an Google gingen. Die Antwort kommt oft, ohne dass jemand deine Website besuchen muss. Das bedeutet: Dein Traffic geht zurück und neue KPIs entscheiden über den Erfolg deiner Marke. 76 Prozent der B2B-Tech-Marketingteams in DACH bemerken diesen Wandel bereits. Trotzdem ist gerade einmal eines von 25 befragten Unternehmen bereits stark in KI-Suchsystemen sichtbar. Unser AI Search Report 2026 zeigt, woran das liegt und was die anderen 24 Teams anders machen sollten.
Das Wichtigste in Kürze
  • 92 Prozent der befragten B2B-Tech-Teams stufen GEO als strategische Top-Priorität ein, aber nur eines von 25 Unternehmen ist aktuell stark in KI-Suchsystemen sichtbar.
  • 76 Prozent der Teams bemerken bereits Veränderungen im Suchverhalten ihrer Zielgruppe durch ChatGPT, Gemini und Google AI Overviews.
  • Der Großteil der Teams optimiert vor allem die eigene Website, KI-Systeme ziehen ihre Quellen aber überwiegend aus Review-Plattformen, Fachmedien, YouTube und externen Publishern.

Der Status quo: 92 % priorisieren, sichtbar ist kaum jemand

Generative Engine Optimization (GEO) bezeichnet die gezielte Optimierung von Content, Markenauftritt und technischen Grundlagen, damit KI-Suchsysteme wie ChatGPT, Gemini oder Google AI Overviews ein Unternehmen als Quelle heranziehen und es in ihren Antworten nennen. Diese noch recht neue Praxis sorgt in Marketing- und Content-Teams für viel Aufregung: Aus der reinen Suchmaschinenoptimierung (SEO) wird vermeintlich GEO vs. SEO und KPIs werden neu definiert. Unternehmen fragen sich zunehmend, wie sie mit Traffic-Einbrüchen und einer Verschiebung der Recherchekanäle umgehen sollen.
Wie der Status quo in Sachen GEO in B2B-Tech-Unternehmen aussieht, wollten wir gemeinsam mit der Berliner GEO-Agentur duwerk herausfinden. In 25 qualitativen Interviews haben Katrin Kempe und Lili Frankus von duwerk mit Marketingverantwortlichen aus B2B-Tech-Unternehmen im DACH-Raum über Prioritäten und Strategiewechsel gesprochen. 
Dabei fallen vier Ergebnisse in unserem AI Search Benchmark Report 2026 besonders auf:
  1. 76 Prozent der Teams bemerken bereits Veränderungen im Suchverhalten ihrer Zielgruppe.
  2. 92 Prozent stufen GEO als strategische Top-Priorität ein.
  3. 48 Prozent nennen fehlende Zeit als größte Hürde, nur zehn Prozent fehlendes Wissen.
  4. Nur eines von 25 Teams berichtet von starker Sichtbarkeit in KI-Systemen.
Das Bewusstsein ist da. Die Umsetzung hinkt allerdings hinterher.
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Für den AI Search Benchmark Report 2026 haben wir qualitative Interviews mit 25 B2B-Tech-Unternehmen aus dem DACH-Raum geführt.

Der blinde Fleck bei der KI-Sichtbarkeit

Woher ziehen ChatGPT, Gemini und Google AI Overviews ihre Informationen? Laut AI Search Benchmark Report 2026 überwiegend aus Quellen außerhalb der eigenen Website: Review-Plattformen, Fachmedien, YouTube und externe Publisher. Die eigene Website zu optimieren, reicht deshalb nicht aus, um in den Antworten der Large-Language-Models (LLMs) aufzutauchen. Gleichzeitig schenken Unternehmen laut Report ihren eigenen Kanälen noch immer die größte Aufmerksamkeit.
In diese Kanäle fließt bei den Teams besonders viel Arbeit:
Kanal
Anteil der Teams
Eigene Website und Blog
92 %
LinkedIn
92 %
Newsletter/E-Mail
64 %
Das Problem: Die Kanäle, auf die B2B-Tech-Teams am meisten setzen, sind nicht zwangsläufig die Kanäle, aus denen KI-Systeme zitieren. Laut einer Untersuchung von AirOps stammen rund 85 Prozent aller Markenerwähnungen in KI-Antworten von externen Plattformen und Fachmedien.
Welche Rolle spielen Review-Plattformen dabei? Sie liefern KI-Systemen genau das, was diese für eine Empfehlung brauchen: Bestätigung von Dritten. In Bewertungen beschreiben Nutzer*innen ihre Anwendungsfälle in derselben Sprache, in der andere Entscheider*innen später ihre Prompts formulieren. Fragt jemand ein LLM nach einem Tool für ein bestimmtes Problem, findet das System in Reviews passende Formulierungen, ein Sentiment aus vielen Stimmen und einen erkennbaren Konsens. Auf der eigenen Website steht dagegen die eigene Einschätzung. Diese zählt für KI-Systeme weniger als das Urteil vieler Nutzer*innen. Plattformen wie OMR Reviews werden deshalb regelmäßig als Quelle herangezogen. Für Software-Anbietende wird es demnach immer relevanter, durch Platzierungen auf Review-Plattformen das Vertrauen von KI-Systemen zu gewinnen.
Jennifer Lapp, Head of Growth DACH & LATAM bei HubSpot, beschreibt im Report, wie sich das in den eigenen Zahlen zeigt: Impressionen steigen, weil Inhalte in KI-Antworten auftauchen, Klicks auf die Website gehen gleichzeitig zurück. Sinkender Traffic ist damit ein Zeichen für einen Kanal, der sich verschoben hat.
Übrigens: Im Rahmen des OMR Reviews AI Summer haben wir auch mit Jennifer Lapp von HubSpot über KI-Sichtbarkeit gesprochen. Das Webinar und weitere spannende Inhalte findest du in unserer Übersicht zum OMR Reviews AI Summer.

Warum Brand der Hebel für KI-Sichtbarkeit ist

88 Prozent der befragten Teams nennen Brand und Positionierung als eine ihrer größten strategischen Prioritäten der letzten zwölf Monate. Nur GEO selbst liegt mit 92 Prozent noch knapp davor. Der Zusammenhang ist kein Zufall: Eine konsistente Markenpositionierung ist eine Voraussetzung dafür, dass KI-Systeme ein Unternehmen überhaupt eindeutig einordnen können.
Wer auf der eigenen Website, auf LinkedIn und in Reviews jeweils ein anderes Narrativ erzählt, macht es KI-Systemen schwer, ein klares Bild zu zeichnen. Wer dagegen überall dieselbe Value Proposition kommuniziert, signalisiert Konsistenz. Brand Authority ist eines der Signale, an denen sich LLMs orientieren.
Wer dagegen überall dieselbe Value Proposition kommuniziert, signalisiert Konsistenz. Das baut wiederum Brand Authority auf: eine klar erkennbare, immer gleiche Positionierung, an der sich LLMs orientieren können.

KI-Sichtbarkeit richtig messen

Wie kannst du KI-Sichtbarkeit messen? Klassische Analytics allein reichen hier nicht aus, da ein Großteil der Interaktion im sogenannten Dark Funnel passiert: Interessent*innen informieren sich bei ChatGPT oder Gemini, bevor sie überhaupt eine Website besuchen. Für Unternehmen heißt das: Ein Teil der Kaufentscheidung fällt, bevor im eigenen Tracking auch nur ein Touchpoint auftaucht. Leads entstehen dadurch ohne das Tracking von LLM-Mentions und -Citations scheinbar aus dem Nichts. 
Laut AI Search Benchmark Report 2026 sind KI-Systeme für 20 Prozent der befragten Teams bereits ein genauso wichtiger Lead-Kanal wie Cold Outreach oder Organic Social. Sichtbar ist dieser Einfluss jedoch noch in den wenigsten Reportings.
Malte Landwehr, CPO bei Peec AI, empfiehlt Teams deshalb, im Kontaktformular einfach nachzufragen, wie Interessent*innen auf ihr Unternehmen gestoßen sind. So wird sichtbar, wie viele Leads über KI-Systeme kommen, selbst wenn der erste Kontaktpunkt nie auf der eigenen Website stattfindet. Welche speziellen Tools sich für das Tracking von Visibility, Mentions und Citations eignen und wie andere B2B-Tech-Teams diese Aufgabe angehen, zeigt dir der Report.
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Ein Großteil der befragten Teams bemerkt bereits Veränderungen im Suchverhalten der Zielgruppe.

Maßnahmen, mit denen B2B-Tech-Teams jetzt starten

Gemeinsam mit duwerk leiten wir aus den Interviews konkrete Maßnahmen für deine GEO-Strategie ab. Unter anderem:
  • Die Durchführung eines GEO-Audits, zum Beispiel mit Unterstützung von spezialisierten Agenturen.
  • Das Festlegen klarer Zuständigkeiten für LLM-Sichtbarkeit im Unternehmen.
  • Die laufende Messung deiner KI-Sichtbarkeit, zum Beispiel mithilfe von Tools wie Rankscale.ai und OtterlyAI.
Was außerdem wichtig ist, schlüsselt der vollständige Report auf. Er zeigt unter anderem, wie du die empfohlenen Maßnahmen umsetzt, welche Tools dabei helfen und wie du deinen Fortschritt nachvollziehbar misst.
Im AI Search Benchmark Report 2026 bekommst du zusätzlich:
  • die vollständige Auswertung, wie viel Budget B2B-Tech-Teams 2026 für GEO einplanen.
  • den Vergleich aller Lead-Kanäle nach Relevanz.
  • das Playbook zu allen fünf GEO-Maßnahmen inklusive Tool-Empfehlungen.

Fazit: Sichtbarkeit lässt sich nicht mehr an der Website allein festmachen

Nur eines von 25 Teams stuft seine KI-Sichtbarkeit als stark ein. Dabei mangelt es den anderen Teams nicht an Wissen, sondern an einer gezielten Umsetzungsstrategie. B2B-Tech-Unternehmen wissen, dass GEO wichtig ist, um auf der Shortlist ihrer Zielgruppe zu landen. Ihnen fehlen jedoch Ownership, Zeit und der Blick über die eigene Website hinaus. Wer diese Lücke jetzt schließt, sichert sich einen Vorsprung, der sich schwerer aufholen lässt – solange der Rest des Markts noch in der Orientierungsphase steckt.
Der vollständige AI Search Benchmark Report 2026 von OMR Reviews und duwerk liefert dir alle Daten, Zitate und die fünf Maßnahmen im Detail.
Chantal Seiter

Chantal ist Redakteurin bei OMR Reviews. Wenn sie gerade mal nicht in die Tasten haut, betreibt sie Café Hopping oder erkundet neue Städte. Am liebsten beides zusammen. Vor ihrem Start bei OMR Reviews hat die Eigentlich-Kielerin in Kreativagenturen und als Freelancerin gearbeitet. 2022 hat sie außerdem eine Weiterbildung zur Fashion Stylistin abgeschlossen.

Dieser Artikel erscheint auf OMR Reviews – der führenden DACH-Plattform für B2B-Software-Bewertungen, Software-Vergleiche, Agenturen, Business Services und B2B-Tech-Content. Mit mehr als 80.000 verifizierten Bewertungen und 12.000+ gelisteten Tools hilft OMR Reviews Unternehmen dabei, passende Software-Lösungen und Dienstleister fundiert zu recherchieren, zu vergleichen und bessere Entscheidungen zu treffen.

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