Marketing ist echt schwer. Fragt mal bei den Leuten, die Bier oder Strom verkaufen wollen…

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Die neue Folge der Video-Serie "OMR Briefing" ist online

Kaum ein Werbeblock im täglichen TV-Programm vergeht ohne die aufgedrehte Familie, die zum 90er-Hit „Everybody dance now!“ tanzt, oder dem Hinweis auf das einzig wahre Bier. Check24 und Warsteiner, letzteres stellvertretend für die Branche der „Fernseh-Biere“, geben jeweils hohe Millionenbeträge aus, um dem Zuschauer ihre Werbebotschaft zwischen Fußball und Daily Soap einzutrichtern. Das scheint in beiden Fällen aber immer schlechter zu funktionieren, wie aktuelle Zahlen beweisen.

Von der „Verramschung des deutschen Biers“ schrieb kürzlich die Süddeutsche Zeitung. Vor allem die sogenannten Fernsehbiere, die extrem viel Geld für TV-Werbung investieren, sollen demnach immer häufiger als Schnäppchen der Woche über die Ladentheke gehen. Premium-Bier gibt es trotz Premium-Werbung dann zu echten Spottpreisen. Und der sonst angeblich so markentreue und wählerische deutsche Biertrinker drückt ein Auge zu und greift zum Sonderangebot. Oder noch schlimmer: Er verzichtet gleich komplett auf den Gerstensaft. Seit den Neunziger Jahren ist der Bierabsatz hierzulande um 30 Prozent zurückgegangen, Tendenz weiter sinkend.

TV funktioniert für Bier also nur noch so mittelmäßig. Ähnliches lässt sich beim Preisvergleichs-Portal Check24 beobachten. Allerdings wollen die Deutschen, anders als beim Kauf der Fernsehbiere, offenbar gar kein Geld sparen. Denn trotz gigantischer Marketing-Ausgaben von rund 41 Millionen Euro in den ersten drei Monaten des Jahres 2017, der Tatsache, dass Strom ein eher emotionsloses Produkt ist und man laut Werbeversprechen beim Wechsel des Anbieters auch noch bis zu 500 Euro im Jahr sparen könnte, wechseln vergleichsweise nur sehr wenige ihren Stromanbieter.

Klar, Marketing ist keine Chirurgie oder Raketenwissenschaft, trotzdem aber auf eine besondere Art und Weise verdammt schwer. In der neuen Episode vom OMR Briefing erklärt Philipp Westermeyer genau, was dahinter steckt. Damit Ihr keine Folge verpasst, einfach hier schnell den Youtube-Channel abonnieren.

Wie Ihr seht, probieren wir selber immer gerne neue Formate aus. So ist unser Podcast entstanden – und so experimentieren wir jetzt auch mit dem OMR Briefing. Wenn Ihr wissen wollt, welche Marketing-Potenziale auf großen und wichtigen Plattformen noch darauf warten, genutzt zu werden und wie Brands, Unternehmen und Influencer diese ganz konkret einsetzen, solltet Ihr mal einen Blick auf unsere New Platform Marketing Konferenz werfen. Am 02. August 2017 werden im Hamburger Docks unter anderem der Gründer vom Youtube-Channel für Erklärvideos „In a Nutshell“ und die Gründer des Nähblogs Pattydoo ihre Cases präsentieren. Hier bekommt Ihr alle Infos und natürlich auch Tickets!.

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