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Seriengründer Nikita Fahrenholz: Von Lieferheld und Book A Tiger zu Luxusgaragen und Yoga

OMR Podcast Philipp Westermeyer Nikita Fahrenholz Fahrengold Actio Tiptap

Nikita Fahrenholz (r.) und Philipp Westermeyer in der „alten Podcast-Kabine“ im OMR Office.

Fahrenholz spricht im OMR Podcast über seine bisherige Karriere – und die teils ungewöhnlichen neue Projekte

In wenigen Märkten der deutschen Startup-Szene gab es in den vergangenen Jahren so viel Bewegung (und Geld), wie in der Lieferdienst-Branche. Einer, der daran einen maßgeblichen Anteil hatte, ist Nikita Fahrenholz. Nach den Gründungen von Lieferheld, heute Delivery Hero, und Book A Tiger, gehört heute zu Helpling, hat er erst eine längere Auszeit auf Mallorca genommen – um danach mit direkt drei Projekten wieder durchzustarten. Was sich hinter Fahrengold, actio.com und TipTap verbirgt und wie er auf seine bisherige Karriere zurückblickt, verrät er im aktuellen OMR Podcast.

„Ich glaube, das volle Potenzial des globalen Lieferdienst-Marktes ist erst zu einem Zehntel abgeschöpft – oder auch nur zu einem Fünfzigstel“ sagt Nikita Fahrenholz im Gespräch mit Philipp Westermeyer. Fahrenholz war 2009 Teil des Gründungsteams von Lieferheld. Heute, einen frühen 50-50-Merger mit Delivery Hero, zahlreichen weiteren M&A-Deals und Finanzierungsrunden in Höhe von insgesamt über vier Milliarden Euro später, wird das Unternehmen an der Börse mit knapp 20 Milliarden bewerten – auch dank des Corona-bedingten Wachstums. „Ich denke, Delivery Hero wird mal 100 Milliarden Euro wert sein“, so Fahrenholz.

Er selber hatte sich schon 2014 von dem Unternehmen verabschiedet, ist aber bis heute Gesellschafter. „Ich hatte Lust, etwas eigenes aufzubauen“, sagt Fahrenholz. Gemeinsam mit Claude Ritter, ebenfalls Teil des Lieferheld-Gründungsteams, startet er noch im selben Jahr Book A Tiger. Die Plattform für die Vermittlung von Reinigungskräften hatte von Anfang an ernstzunehmende Konkurrenz; unter anderem durch Helpling, das Ende 2019 auch das Deutschland-Geschäft vom inzwischen als Tiger Facility Services firmierenden Unternehmen übernimmt. „Ich hatte die Glücks-Komponente ein wenig unterschätzt“, sagt Fahrenholz. „Wir waren bei Book A Tiger aber trotzdem im zweistelligen Millionenumsatz.“ Nach etwa vier Jahren, Mitte 2018, verlässt er auch seine zweite Gründung.

Auszeit auf Mallorca und ein Zwei-Millionen-Funding für eine schlechte Idee

Den Ausstieg nutzt Fahrenholz dann für eine Auszeit auf Mallorca. „Ich habe lange wirklich einfach nur gechillt“, erzählt er. „Irgendwann wurde ich dann aber wieder ein bisschen unruhiger.“ Gemeinsam mit dem früheren Delivery Hero-Produktchef Daniel Stahlkopf will er Speisekarten digitalisieren, sammelt zwei Millionen Euro ein – und gibt das Geld schließlich wieder zurück. „Wir hatten einen Fehler in der Idee entdeckt. Dann musste ich die Investoren zwei Wochen später anrufen.“

Das hält das Duo allerdings nicht auf, direkt das nächste Projekt und Fahrenholz‘ heutigen Hauptjob zu starten. „Wir bauen mit actio.com eine Mobile-First-Coaching-Software, die es dir als Coach ermöglicht, eine Gruppe von Leuten anzurufen und mit ihnen zu interagieren. Im besten Fall irgendwann mit 10.000 Menschen“, erklärt der Seriengründer. Es gebe aus seiner Sicht keine gute Coaching-Software, die man auf dem Handy nutzen kann. Actio.com launche in wenigen Wochen die App und starte mit eigenen Live-Kursen für Yoga, Fitness, Ernährung & Co. In der zweiten Stufe solle eine für externe Coaches offene Plattform entstehen.

Luxusgaragen für Luxuskarossen

Beim zweiten aktuellen Projekt von Fahrenholz, bei dem er vor allem als Ideen- und Geldgeber fungiert, geht es um Garagen. „Am Anfang war das fast schon eine Spinnerei. Ich habe einfach festgestellt, dass es keine schönen Garagen auf dem Markt gibt.“ Mit „Fahrengold“ will Fahrenholz, der selber Auto-Fan ist, diese Marktlücke jetzt schließen. „Das war eigentlich erst ein Hobby. Aber wir bekommen pro Monat 100 bis 200 Anfragen. Und jetzt muss ich das größer denken.“ Das erste Modell kostet derzeit 45.000 Euro, ein zweites für rund 25.000 Euro soll folgen.

Was hinter Nikita Fahrenholz‘ drittem Projekt, der Trinkgeld-App TipTap, steckt, welche Fehler pizza.de in der damaligen „Werbeschlacht der Lieferdienste“ gemacht hat und wie lange der Seriengründer noch so umtriebig sein möchte, erfahrt Ihr in der aktuellen Folge des OMR Podcasts.

Unsere Podcast-Partner im Überblick:

So langsam wird der GigaCube Business von Vodafone zu unserem nächsten Stammgast. Ihr dürftet die Plug-and-Surf-Lösung in Würfelform also inzwischen kennen: Einfach ans Stromnetz anschließen, verschiedene Geräte per W-Lan verbinden und lossurfen. Das Ganze gibt es in mehreren Varianten, unter anderem für Power-Nutzer mit einem Unlimited-Tarif. Vor allem in Zeiten von Homeoffice ein sehr nützliches Gerät. Alle Infos dazu und weitere Homeoffice-Angebote von Vodafone findet Ihr hier.

GoDaddy ist wieder da. Und zwar nicht alleine, sondern wieder in Form des GoTeams, das aus der Influencerin Bonnie Strange, Rapper Eko Fresh und Philipp Westermeyer besteht. Das Ziel: Junge Unternehmen in Sachen Digitalisierung und Webseiten-Erstellung coachen. Jetzt gibt es mit dem neuen Podcast-Format „#GoTeam – Bau dein Business“ die nächste Stufe. In acht Folgen spricht Philipp Westermeyer mit Gründer*innen, gibt Tipps und tauscht Insights aus. Alle Folgen findet Ihr unter anderem auf philipp-westermeyer.de (Ihr lest richtig), als Video auf dem Youtube-Kanal von GoDaddy und natürlich aufallen gängigen Podcast-Plattformen. Folge 1 mit dem Gründer der nachhaltigen Kaugummi-Marke Forest Gum ist jetzt live.

Zum ersten Mal als Partner dabei ist heute Wrike, eine Arbeits-Management-Plattform für Unternehmen, die bereits seit 2006 am Markt ist. Mit Hilfe der Software optimiert Ihr die Arbeitsabläufe zwischen verschiedenen Teams, natürlich konfigurierbar für alle möglichen Anwendungsfälle – und habt global rund um die Uhr Support. Wenn Ihr zum Beispiel Kreativ- und Sales-Teams habt und die Koordination da bisher nicht optimal läuft, solltet Ihr auf jeden Fall mal einen Blick riskieren. Zu den Kunden zählen unter anderem Google, Airbnb, Ogilvy und Siemens. Hier findet Ihr weitere Infos – inklusive einem sechswöchigen Gratis-Test.

Am Ende noch eine kleine Bitte. Der Podcast-Markt wächst und wir wollen natürlich weiterhin verstehen, in welche Richtung. Für diesen Zweck haben wir eine kleine Umfrage gebaut. Wenn Ihr fünf Minuten für das anonyme Beantworten investiert, helft Ihr nicht nur uns – Ihr habt auch die Chance, einen von zwei Wunschgutscheinen in Höhe von 100 Euro zu gewinnen. Hier geht es zur Umfrage. Danke!

Alle Themen des OMR Podcasts mit Nikita Fahrenholz in der Übersicht:

  • Wie die Karriere vom Lieferheld- und Book A Tiger-Gründer Nikita Fahrenholz begonnen hat
  • Über die von außen teilweise komplizierte Gründungsgeschichte von Lieferheld und Delivery Hero
  • Wie viele Anteile am Unternehmen hatte Nikita Fahrenholz nach dem Merger von Lieferheld und Delivery Hero? Und hält er diese heute noch?
  • So schätzt Fahrenholz die Zukunft des Lieferdienst-Konzerns ein
  • Weshalb konnte sich pizza.de nicht durchsetzen, obwohl die Plattform als eine der ersten am Markt war
  • Lieferheld, Lieferando, pizza.de – Wie sich die „Schlacht der Lieferdienste“ durch Marketing entschieden hat
  • Deshalb hat Lieferheld schon früh eine Buy-and-Build-Strategie verfolgt und gleichzeitig sehr offensiv Sales betrieben
  • Warum hat Nikita Fahrenholz Delivery Hero 2014 verlassen?
  • Welche Aufgaben hatte er bis dahin im Unternehmen?
  • Wie viele Millionäre hat Delivery Hero hervorgebracht?
  • 2014 hat Nikita Fahrenholz die Plattform für Reinigungskräfte Book A Tiger gegründet
  • Weil die Unit Economics, also die Profitabilität pro Privatkunde, nicht zufriedenstellend war, setzte das Unternehmen nur noch auf das B2B-Geschäft
  • 2018 hat Fahrenholz Book A Tiger verlassen
  • Über seine zweijährige Auszeit – und ein Zwei-Millionen-Funding für ein neues Projekt, das er wieder zurückgegeben hat
  • Was hat es mit seiner Gründung Fahrengold auf sich?
  • Deshalb glaubt Nikita Fahrenholz an eine Luxus-Garage für Luxus-Autos
  • Sein eigentlicher Hauptberuf ist seit der Gründung 2019 actio.com. Die Coaching-App für Themen wie Ernährung, Mindfulness und Fitness soll demnächst launchen
  • Wie ist die Idee für das Unternehmen entstanden?
  • Diese Fonds und Angels haben bereits in actio.com investiert
  • Das dritte Projekt von Fahrenholz, tiptap.com, ist eine Trinkgeld-App
  • Bekommt Nikita Fahrenholz dank seines Werdegangs inzwischen eigentlich für jede Idee Geld?
  • Sind drei aktive Unternehmen gleichzeitig nicht zu viel?
  • Deshalb ist das UX von actio.com eine große technische Herausforderung
  • Wie viel könnte actio.com mal wert sein?
  • Wie hat sich Fahrenholz‘ Haltung und sein Verhältnis zu Geld in den vergangenen Jahren verändert?
  • Sieht sich Nikita Fahrenholz selber manchmal als Karikatur der Berliner Gründerszene?
  • Welche finanzielle Kennzahl ist für ihn bei potenziell neuen Gründungen am wichtigsten?
  • Über verschobene Notar-Termine für eine anstehende Finanzierung, Liquiditätsengpässe und sogenanntes Bridge Capital
  • Was hält Fahrenholz vom Wework-Geschäftsmodell?
  • Der große Unterschied zwischen Startups wie Picnic und Flaschenpost zu allen Lieferdienst-Plattformen: eigene Lager und herausfordernde Logistik

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