„Jetzt geht es ans Eingemachte – und wir haben sowas von Bock drauf!“

Die drei bei MAKE TOMORROW NEW ausgezeichneten Frauen hinter Mujo: Annekathrin Grüneberg, Malu Lücking und Juni Sun Neyenhuys (v.l.)

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Der große Innovationswettbewerb MAKE TOMORROW NEW ist entschieden: Dieses Team bekommt die 400.000 Euro

Über 1.500 Teilnehmer:innen hatten in Teams ihre nachhaltigen Ideen bei MAKE TOMORROW NEW eingereicht. Nach mehreren Runden und vielen schweren Jury-Entscheidungen ist der Innovationswettbewerb, bei dem es sich um eine Initiative von Philip Morris mit der Marke IQOS handelt, entschieden: Beim festlichen Finale im Kreativ-Studio Spindler & Klatt direkt an der Spree wurden Annekathrin Grüneberg, Juni Sun Neyenhuys und Malu Lücking zu den diesjährigen Siegerinnen gekürt. Ihre ausgezeichnete Idee: Mujo, ein Verpackungsmaterial basierend auf Braunalgen, das Plastik ersetzt. Als Siegerprämie erhält das Team 400.000 Euro.

Alles gegeben ohne „hätte, würde, könnte“

„Wir haben für das Finale alles gegeben – ohne ‚hätte, würde, könnte‘. Und dann haben wir einfach auf das Beste gehofft“, sagt Annekathrin Grüneberg von Mujo. Dass sie dann tatsächlich gewonnen haben, haue die drei Frauen immer noch ganz schön um. Doch was sie mit dem Gewinn anstellen werden, darüber herrscht absolute Klarheit: Das Preisgeld ermögliche es ihnen, die nächsten Meilensteine mit einer Riesengeschwindigkeit anzugehen. Aus ihrem Prototypen soll möglichst schnell ein marktfähiges Produkt werden, so Grüneberg. „Jetzt gehts ans Eingemachte und wir haben sowas von Bock drauf!“

Die Jury von MAKE TOMORROW NEW: Starkoch Tim Mälzer, OMR-Gründer Philipp Westermeyer, Unternehmerin Lea-Sophie Cramer und DIY-Entrepreneur Fynn Kliemann

Die Jury von MAKE TOMORROW NEW: Starkoch Tim Mälzer, OMR-Gründer Philipp Westermeyer, Unternehmerin Lea-Sophie Cramer und DIY-Entrepreneur Fynn Kliemann (v.l.)

Auch wenn der Jury ihre Entscheidung alles andere als leicht gefallen ist, stand am Ende ein einhelliges Votum. Starkoch Tim Mälzer, Unternehmerin und Investorin Lea-Sophie Cramer, Musiker und Entrepreneur Fynn Kliemann sowie OMR-Gründer Philipp Westermeyer entschieden sich für die drei Frauen, die mit ihrer Idee eines der drängendsten Themen unserer Zeit angehen. „Wir sind einheitlich sehr glücklich mit dem Ergebnis“, sagt Fynn Kliemann, der jetzt mit Blick auf sein eigenes Modelabel darauf hofft, dass Mujo schnell liefert: „Ich will endlich meine Klamotten in Algen einwickeln.“

Doch auch die beiden knapp unterlegenen Finalisten erhalten die Chance, ihre Ideen voranzutreiben: Luca Helfers und Oliver Baum, die mit ihrem Projekt „Warmduscher“ Energie aus der Wärme von Duschabwasser zurückgewinnen, sowie David Walter, der ein intelligentes Verteilerbauwerk für gerechte Wasserversorgung in Entwicklungsländern erfunden hat, bekommen jeweils eine Siegerprämie in Höhe von 70.000 Euro.

„Mit jedem Pitch fokussierter auf das Problem und die Lösung“

Jury-Mitglied Fynn Kliemann zieht Bilanz: Nicht nur sei das Finale genauso pompös und professionell wie der ganze Rest von MAKE TOMORROW NEW gewesen. Ihm habe seine Rolle extrem viel Spaß bereitet und es sei eine Ehre gewesen, „in einer Position zu sein, in der man Menschen beim Realisieren von guten Ideen helfen kann.“ Auch von der Entwicklung der Teilnehmenden des Wettbewerbs ist er begeistert. Man habe sehen können, wie die Leute im Verlauf gewachsen seien, so Kliemann. „Jeder Pitch wurde knackiger, besser, fokussierter auf das Problem und die Lösung.

Aber nicht nur die Teilnehmenden und ihre Ideen bekommen dank MAKE TOMORROW NEW einen Push. Jury-Mitglied Lea-Sophie Cramer sieht durch den Ausgang des Wettbewerbs auch ein wichtiges persönliches Anliegen eingelöst: „Ich bin stolz und dankbar, dass drei Frauen das Gewinnerteam sind.“ Denn, da müsse sie sich selbst an die Nase fassen, so Cramer: „Mir fällt auf, dass es uns allen immer noch auffällt, dass da drei Frauen in einem Team sind.“ Solange das bemerkenswert sei, hätten wir in Sachen Diversität noch einen weiten Weg zu gehen. Umso glücklicher mache es sie, dass MAKE TOMORROW NEW einen Teil dazu beiträgt, das zu ändern.

„Passt, dass genau dieses Projekt die Förderung bekommt“

Auch der Ausrichter des Innovationswettbewerbs zeigt sich voll zufrieden mit der Juryentscheidung für Mujo: „Ich freue mich riesig über das Ergebnis, weil vieles in puncto Grundlagen noch gemacht werden muss, auch was die Zulieferung angeht“, sagt Markus Essing, Managing Director Philip Morris Germany & Austria. Während die zweit- und drittplatzierten Projekte bereits weitgehend marktreife Ideen hätten, befänden sich die Entwicklerinnen der Algen-Verpackung noch in einer vergleichsweise frühen Phase. „Insofern passt das super, dass genau dieses Projekt nun die Förderung bekommt.“

Denn darum sollte es bei MAKE TOMORROW NEW am Ende gehen: nachhaltigen Ideen den Weg zu bereiten, die in der Zukunft einen signifikanten Unterscheid machen werden. Und nicht weniger als das erhofft sich Lea-Sophie Cramer. „Ich bin sehr gespannt, was von Mujo jetzt kommen wird“, sagt die Gründerin und Investorin. „Ich werde sie beobachten.“

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