Betriebliche Altersvorsorge: Warum nutzt fast niemand den gesetzlichen Anspruch?
Redaktion OMR Jobs & HR28.5.2026
Die betriebliche Altersvorsorge (baV) sieht sich in Deutschland mangelnder Aufmerksamkeit ausgesetzt. Warum es “ein teurer Fehler” wäre, diesen Benefit zu ignorieren.
Papierkram hat den Nutzen der betrieblichen Altersvorsorge bisher boykottiert. Das muss nicht sein.
Angesichts wachsender Sorge um die staatliche Rente kriegt eine Frage neue Relevanz: Warum ist die betriebliche Vorsorge bisher eher ein “Benefit, das auf dem Papier existiert, aber im Alltag keine Rolle spielt”? So beschreibt es Penzilla-Geschäftsführerin Catherine Leser.
Das Umlageverfahren wankt: 20 Millionen Babyboomer sind 2036 im Rentenalter. Das bedeutet, Immer weniger Beitragszahlende müssen also immer mehr Renten finanzieren. Bundeskanzler Friedrich Merz drückte jüngst die Stimmung, als er die Rente “allenfalls als Basisabsicherung für das Alter” beschrieb. Der Reformdruck ist groß, zum Sommer soll eine Kommission ein Konzept erarbeiten. Dabei hat die gesetzliche Rente weiter einen großen Stellenwert in unserer Gesellschaft. Umso weniger greifbar ist es, dass diese Säule wohl keinen Halt mehr bieten soll. Auch die jungen Leute sind der Ansicht: 40 Prozent der Befragten 18- bis 24-Jährigen sehen die Hauptverantwortung für ihre Altersvorsorge nach wie vor beim Staat. Mittlerweile ist es jedoch kein Geheimnis mehr, dass wir andere Wege suchen müssen, um uns auf den Ruhestand vorzubereiten. Das geht einerseits privat – oder eben mit einem Arbeitgeber, dem die Zukunft seiner Beschäftigten ein Anliegen ist. So drängt sich ein Angebot mehr denn je auf: Die betriebliche Altersvorsorge (bAV). Doch sie kämpft mit Vorurteilen und schlechter Infrastruktur.
Fehlende Infrastruktur? Nicht nötig
“Berge von Papier” versperrten bisher den Blick auf den Mehrwert der bAV, meint Catherine Leser, Geschäftsführerin bei Penzilla. Dicht gefolgt von einem erschwerendem Umstand, der sich im Rahmen der bAV-Vereinbarung regelmäßig aufhalste: “Mitarbeitende haben einen Vertrag unterschrieben, den sie nicht verstanden haben, und danach hat niemand mehr hingeschaut.” Nicht das Produkt sei der Fehler, so die Gründerin, “es ist die fehlende Infrastruktur”.
Um dem Wust an Informationen und Zahlen Herr zu werden, bietet Penzilla eine Lösung an. Ihr ist wichtig zu betonen, dass Personalabteilungen keine Expert*innen für Altersvorsorge ausbilden müssen, wenn die digitale Infrastruktur die Komplexität technologisch aufhebt. Was früher Wochen an Abstimmung zwischen Versicherung, Personalabteilung und Mitarbeitendem fraß, wird durch die automatisierte Penzilla-Landschaft in Minuten erledigt. Informationspflichten nach Nachweisgesetz sind dort automatisch hinterlegt. Das System dokumentiert. Revisionssicher und ohne Zusatzaufwand.“Wir haben Schnittstellen zu allen gängigen HR-Systemen und die Integration ist so ausgelegt, dass kein manueller Schritt mehr notwendig ist. Mitarbeitendendaten fließen automatisch ein, Änderungen werden synchronisiert”, sagt Leser. Die Digitalisierung soll HR entlasten und so Raum für die strategische Begleitung der Belegschaft schaffen.
Kommunikation ist unverzichtbar
Was heißt das en detail? Die Plattform dokumentiert automatisch: Informationspflichten nach Nachweisgesetz, Zustimmungen, Vertragsänderungen – revisionssicher und jederzeit abrufbar. “Gerade in einer Zeit, in der sich Compliance-Anforderungen mehren, ist das ein besonderer Schutz für das Unternehmen”, betont Leser. Das ist verwaltend hilfreich kann außerdem ein attraktives Angebot für Mitarbeitende sein. Für die, die da sind und die, die potenziell anheuern werden. Denn ein vermeintliches Verwaltungsthema kann so zu einem “strategischen Steuerungsinstrument” werden, sagt Leser, weil “HR und Geschäftsführung jederzeit sehen, wie hoch die bAV-Quote im Unternehmen ist, welche Teams oder Standorte noch Potenzial haben und wie sich die Arbeitgeberzuschüsse entwickeln.”
Doch keine Software und kein Benefit funktionieren ohne das Zutun von Führungskräften. Ob im Onboarding, im Jahresgespräch oder bei Gehaltsrunden: die bAV ringt nach Aufmerksamkeit. Das erspart aber nicht die Unternehmenskommunikation, bei der Pernzilla mit Vorlagen, Rollout-Playbooks und Aktivierungskampagnen unterstützt. Lesers Credo: “Ein Benefit, über das niemand spricht, existiert für die Mitarbeitenden schlicht nicht.”Vorurteile? Hemmen den Fortschritt. Deswegen will Leser Argumente liefern. Verwaltungs- und Garantiekosten, die die Rendite fressen, waren bisher die großen Gegenspieler des Modells. Warum sollten Menschen also lieber Teile ihres Gehalts in eine betriebliche Altersvorsorge stecken, statt selbst anzulegen? “Wir arbeiten ausschließlich mit modernen Tarifen, die auf teure Garantiekonstrukte verzichten und stattdessen auf fondsgebundene Konzepte mit niedrigen Kostenquoten setzen”, antwortet Leser und rechnet vor: “Wer 100 Euro brutto umwandelt, zahlt effektiv deutlich weniger aus seinem Nettoeinkommen – das muss ein privater ETF erstmal aufholen.” Die Vorsorge jedoch auf einen Weg zu beschränken, empfiehlt sie nicht. Auch folgendes Gegenargument möchte sie entkräften: Wer bei der bAV, wie lange üblich, weiter von einem “goldenen Käfig” spricht, der Mitarbeitende an seinen Arbeitgeber bindet, der irre, denn:
„Das angesparte Vermögen gehört dem oder der Mitarbeiter*in, und der oder diejenige kann es jederzeit zu einem neuen Arbeitgeber mitnehmen.”
Catherine Leser, Geschäftsführerin Penzilla
Nutzen für die Belegschaft
Dennoch ist dieses Benefit ein Argument für den aktuellen Arbeitgeber, denn auch was er prozentual bezuschusst, spielt eine große Rolle. Der gesetzliche Mindestanspruch, der seit 2022 gilt, liegt hier bei 15 Prozent. Die Zahlen zeigen uns eine Tendenz: Umso größer das Unternehmen, desto höher ist der Beitragszuschuss. Das wiederum zahlt auf das Interesse der Beschäftigten ein. Und denen, die es noch werden wollen.
Die Statistik zeigt: Umso kleiner ein Unternehmen, desto weniger wird die betriebliche Altersvorsorge wahrgenommen.
Kleine Unternehmen hinken hinterher. Auch hängt die Anzahl an betrieblicher Altersversorgung oft mit der Anzahl der Mitarbeitenden zusammen: 86 Prozent der Beschäftigten der Unternehmen, die über 1.000 Menschen beschäftigen, haben eine baV. Bei Betrieben, die unter 49 Menschen angestellt haben, ist die Quote bei 36 Prozent. Gerade für KMU sei Penzilla deshalb eine Chance, nicht vorhandene Kapazitäten mit der breiten digitalen Hilfe aufzufangen. Leser: “Bei Penzilla kann dieser Prozess abgewickelt werden, transparent und ohne Kleingedrucktes. Wer das offen kommuniziert, macht aus dem vermeintlichen Käfig ein Versprechen.” Ein weiteres Argument folgt auf dem Fuße: Bei Arbeitnehmenden mit geringen Einkommen (nicht mehr als 2.575 Euro monatlich, also 30.900 Euro jährlich) kann der Arbeitgeber staatliche Zuschüsse erhalten. Heißt vereinfacht: Der Staat belohnt diejenigen, die Geringverdienern mindestens 20 Euro monatlich in die Vorsorge einzahlen. Die Penzilla-Geschäftsführerin ergänzt: “Ohne dass die Mitarbeiterin auch nur einen Euro aus dem eigenen Gehalt beisteuern muss.” Bei dem Mindestbeitrag von 240 Euro hätte der Betrieb also effektive Kosten von ungefähr 168 Euro – und somit ein staatlich subventioniertes Benefit.
Goldener Käfig und Berge aus Papier, mit Metaphern weiß sich die betriebliche Altersvorsorge genüge zu schmücken. Penzilla will da sein, um damit aufzuräumen und den Menschen eine neue Perspektive für ihren Ruhestand zu eröffnen. In Zeiten, wo selbst die politische Regierung die gesetzliche Rente für bedroht erklärt.
Du möchtest die betriebliche Altersvorsorge in deinem Unternehmen mehr in den Fokus rücken? Dann geh jetzt auf Penzilla und hol dir diese hilfreiche Software – damit deine Mitarbeitenden beruhigt altern können.

