GEO-Alternativen: Warum du auch auf andere Kanäle setzen solltest
Philip Schülermann9.2.2026
Die Google-Suche verändert sich durch KI. Erfahre bei OMR Education, welche Kanäle von LinkedIn bis Podcast dein Marketing jetzt krisenfest machen.
Inhalt
- Brand Building
- Influencer Marketing
- LinkedIn Personal Branding
- Community Management
- TikTok Marketing
- Podcast Marketing
- Meta Advertising
- E-Mail-Marketing und Newsletter
- Conversion Optimierung
- Fazit: Marketing diversifizieren
In der neuen KI-Welt kommt es im Marketing darauf an, seine Hausaufgaben zu machen – in Sachen AI Search, aber auch in den anderen Disziplinen in deinem Marketingmix. OMR Education zeigt dir Alternativen zu Generative Engine Optimization (GEO) und ihre strategischen Grundlagen.
Die Google-Suche hat sich verändert. Während wir jahrelang auf organische oder bezahlte Links geklickt haben, um Antworten auf unsere Fragen zu bekommen, erhalten wir sie heute oft direkt in AI Overview oder dem AI Mode, also den KI-generierten Antworten von Google.
Für Marketeers bedeutet es viel Aufwand, in diesen Antworten genannt oder zitiert zu werden. Gleiches gilt für KI-Chatbots wie ChatGPT und Perplexity, in denen Menschen nach Lösungen und Produkten suchen.
Klar, du solltest versuchen, dort stattzufinden. Wie du das schaffst, lernst du zum Beispiel in unserem OMR Report zum Thema "AI Search".
Gleichzeitig gibt es aber auch noch eine Menge anderer Marketing-Kanäle, die du nutzen kannst, um deine Zielgruppe zu erreichen und die Abhängigkeit vom organischen Google-Traffic zu reduzieren.
OMR Education gibt dir eine Auswahl an Kanälen und was du beachten solltest.
Brand Building
Die Basis für alles! In einer Welt voller KI-generierter Inhalte wird alles vergleichbarer. Eine starke Marke sorgt dafür, dass Nutzer*innen direkt nach deiner Marke suchen (Navigational Search) oder KI-Modelle deine Marke als relevante Entität erkennen und in den Antworten erwähnen (Brand Mentions).
Erfolgsfaktoren in Kürze:
- Differenzierung: Finde eine Nische oder Positionierung, die dich klar von anderen Brands abhebt. Sei nicht „für alle“ da.
- Storytelling: Erzähle Geschichten, die Emotionen wecken. Das schafft eine Verbindung, die reine Fakten (die eine KI liefert) nicht herstellen können.
- Konsistenz: Sorge dafür, dass deine Marke überall (Website, Social Media, PR) mit denselben Attributen und Werten verknüpft wird, damit auch KI-Modelle diese Verbindung lernen.
Content-Tipp: Bei OMR Education findest du dazu die passende Weiterbildung.
Influencer Marketing
Während KI-Inhalte oft generisch wirken, punktet Influencer Marketing mit menschlichem Kontakt und Authentizität. Nutzer*innen kaufen Produkte oft, weil sie einer Person vertrauen, nicht einer KI-Empfehlung. Influencer*innen fungieren als Kurator*innen und bieten eine emotionale Bindung.
Erfolgsfaktoren in Kürze:
- Auswahl: Suche nach dem „Brand Fit“ und nicht nur nach Reichweite. Es gibt verschiedene Typen, von Nano-Influencer*innen (hohes Engagement) bis zu Sinnfluencern (starke Werte).
- Plattform-Wahl: Entscheide je nach Ziel. Instagram für Lifestyle/Ästhetik, TikTok für Viralität/Entertainment, LinkedIn für B2B/Expertenstatus.
- Beziehung: Baue langfristige Beziehungen auf, statt nur auf One-Hit-Wonder zu setzen. Eine „Watchlist“ hilft, passende Creator langfristig zu beobachten, bevor man sie anspricht.
Content-Tipp: Das passende Online-Seminar zu Influencer Marketing findest du hier, den neuen OMR Report dazu hier.
LinkedIn Personal Branding
LinkedIn ist im B2B-Bereich der wichtigste Kanal, um sich als „Thought Leader“ zu positionieren. Persönliche Profile erhalten oft mehr Sichtbarkeit als Unternehmensseiten, da Menschen Menschen folgen wollen. Hier findet noch echter Austausch statt, der nicht durch eine KI-Antwort ersetzt werden kann.
Erfolgsfaktoren in Kürze:
- Profil-SEO: Optimiere deinen Slogan und deine Info-Box mit relevanten Keywords, damit du gefunden wirst (auch über Google).
- Content-Mix: Setze auf eine Mischung aus persönlichen Geschichten, Expertenwissen und aktuellen Branchen-News. Formate wie PDF-Karussells (Dokumente) erzeugen oft hohe Interaktionsraten durch „Swipes“.
- Interaktion: Sei kein Sender, sondern antworte auf Kommentare und diskutiere mit. Das stärkt die Bindung.
Content-Tipp: In unserem OMR Report “Personal Branding auf LinkedIn” lernst du, wie du deine persönliche Marke strategisch aufbaust.
Community Management
Communitys bieten einen direkten Draht zur Zielgruppe, der unabhängig von Suchalgorithmen ist. Plattformen wie Discord, Twitch oder auch Kommentarspalten in Social Media ermöglichen tiefere Bindungen. Eine starke Community schützt vor Austauschbarkeit.
Erfolgsfaktoren in Kürze:
- Plattform-Wahl: Prüfe, wo deine Zielgruppe ist. Discord eignet sich für Creator-Fan-Interaktionen, LinkedIn für fachlichen Austausch.
- Aktivierung: Nutze feste Content-Formate und stelle Fragen, um die Community zum Dialog anzuregen. User-generated Content (UGC) ist hier Gold wert.
- Reaktion: Schnelle und authentische Reaktionen auf Feedback (auch negatives) bauen Vertrauen auf.
Content-Tipp: Unser OMR Report “Community Management” widmet sich dem Thema im Detail. Alle Social-Media-Weiterbildungen findest du hier.
TikTok Marketing
TikTok funktioniert weniger über den „Social Graph“ (wem ich folge), sondern über den „Content Graph“ (was mich interessiert). Das ermöglicht enorme organische Reichweiten, selbst für neue Accounts, wenn der Inhalt gut ist. Es ist ein Discovery-Kanal: Nutzer*innen entdecken auf der Plattform Dinge, nach denen sie gar nicht gesucht haben (Push-Marketing vs. Pull-Suche bei Google).
Erfolgsfaktoren in Kürze:
- Authentizität: Hochglanz ist out. „Lo-Fi“-Content, der mit dem Smartphone gedreht wurde, performt oft besser und wirkt nativer.
- Hook: Die ersten Sekunden entscheiden. Du musst sofort Aufmerksamkeit erregen („Thumb Stopper“), sonst wird weggescrollt.
- SEO auf TikTok: Nutze Keywords in Texten, Captions und als Hashtags, da TikTok zunehmend selbst als Suchmaschine (besonders von der Gen Z) genutzt wird.
Content-Tipp: In unserem OMR Report "TikTok for Brands" lernst du alles dazu.
Podcast Marketing
Podcasts sind ein nützliches Medium für Markenbildung und Kundenbindung („Retention“). Im Gegensatz zur flüchtigen KI-Suche hören Nutzer*innen Podcasts sehr intensiv und regelmäßig ein bis drei Formate. Sie eignen sich hervorragend für den Imageaufbau („Brand Uplift“) und um einer Marke Persönlichkeit zu verleihen. Und wenn du keinen eigenen Podcast hast, kannst du in anderen Formaten Anzeigen schalten, um deine Zielgruppe zu erreichen.
Erfolgsfaktoren in Kürze:
- Strategie: Definiere ein klares Ziel (z.B. Imageänderung oder Expertenstatus) und prüfe, ob deine Nische schon besetzt ist. Analysiere Wettbewerber, um Lücken zu finden.
- Sichtbarkeit: Nutze SEO auch hier. Recherchiere Keywords für Titel und Beschreibungen, damit du auch ohne „Podcast“-Zusatz gefunden wirst.
- Format: Überlege, ob du eigene Inhalte produzierst (Corporate Podcast) oder Werbung in etablierten Formaten schaltest (Podcast Ads), was oft ziemlich wirksam ist.
- Anzeigen/Kooperationen: Schalte in passenden Formaten Anzeigen oder starte Kooperationen mit den Hosts. Sie genießen großes Vertrauen bei ihren Hörer*innen.
- Video: Zeichne die Podcasts als Video auf und bespiele damit auch YouTube. Das bringt neue Hörer*innen.
Content-Tipp: Eine grundlegende Einführung in das Thema bekommst du im OMR Report "Podcast Marketing".
Meta Advertising
Da Nutzer*innen bei AI Search oft schon eine Antwort erhalten und nicht mehr klicken, musst du Nachfrage aktiv erzeugen („Push Marketing“). Meta (Facebook/Instagram) bietet dafür Nutzerdaten und eine starke KI-gestützte Ad-Ausspielung, um Nutzer*innen zu erreichen, die noch gar nicht wissen, dass sie dein Produkt brauchen (Awareness schaffen).
Erfolgsfaktoren in Kürze:
- Creative is Targeting: Da technisches Targeting durch Datenschutz schwieriger wurde, muss das Werbemittel (Video/Bild) die Zielgruppe ansprechen. Das Creative übernimmt die Filterfunktion bei der Ausspielung.
- Diversifikation: Teste verschiedene Hooks und Formate (UGC-Style, statische Bilder, Karussells), um unterschiedliche Kaufmotive der Nutzer*innen anzusprechen.
- Datenqualität: Nutze die Conversion API (CAPI), um dem Algorithmus trotz Tracking-Einschränkungen gute Daten zurückzuspielen.
Content-Tipp: Auf unserer Übersichtsseite findest du die Performance-Marketing-Weiterbildungen von OMR Education.
E-Mail-Marketing und Newsletter
E-Mail-Marketing ist essenziell für das Customer-Relationship-Management (CRM) und ermöglicht es, eine bestehende Community zu pflegen und zu binden. Im Gegensatz zu Social-Media-Follower*innen, die man nur über den Algorithmus erreicht, „gehören“ dir die E-Mail-Kontakte selbst (Owned Media). Es ist ein direkter Kanal, der sich hervorragend eignet, um Interessenten (Leads) in Kundschaft zu verwandeln oder Bestandskund*innen zu Wiederkäufen zu animieren. Zudem lassen sich Newsletter-Inhalte perfekt für Social Media zweitverwerten.
Erfolgsfaktoren in Kürze:
- Strategie: Nutze den Newsletter nicht nur als reinen Verkaufskanal, sondern biete echten Mehrwert, z.B. durch exklusive Einblicke („Behind the Scenes“), Stories oder Vorab-Zugriff auf Produkte.
- Content-Recycling: Ein Newsletter macht Arbeit – nutze die Inhalte mehrfach. Teile lange Newsletter-Texte in kleine „Snippets“ (Häppchen) auf und poste diese als Grafiken oder Videos auf LinkedIn oder Instagram, um wiederum neue Abonnent*innen für den Verteiler zu gewinnen.
- Werbung in Fremd-Newslettern: Wenn du noch keinen eigenen großen Verteiler hast, buche dich in etablierte Newsletter deiner Nische ein (Native Ads oder Banner). Das ist oft günstiger als Social Ads und erreicht die Zielgruppe in einem konzentrierten Lese-Moment. Funktioniert auch oft als Barter-Deal!
Content-Tipp: Auf dieser Seite findest du unser Weiterbildungs-Angebot zu E-Mail-Marketing.
Conversion Optimierung
Conversion Optimierung ist der wirtschaftlichste Hebel, weil du nicht mehr Geld für Werbung ausgibst, sondern mehr aus den Besucher*innen herausholst, die ohnehin schon da sind. Das Ziel ist es, den Average Revenue per User(ARPU) zu steigern. Schon eine minimale Steigerung der Conversion Rate (z.B. von 2 % auf 2,2 %) kann bei gleichem Traffic tausende Euro Mehrumsatz bedeuten. Es senkt die Kundenakquisekosten (CAC) und erhöht die Profitabilität, indem es „Bremsklötze“ (Friction Points) im Kaufprozess entfernt.
Erfolgsfaktoren in Kürze:
- Analyse statt Bauchgefühl: Verlasse dich nicht auf Best Practices, sondern nutze Daten. Identifiziere mittels Heatmaps oder Session Recordings, wo Nutzer*innen abspringen. Finde die „Category Entry Points“ (CEPs):Was ist der wahre Auslöser für den Besuch? (z.B. „Ich will mich besser fühlen“ statt „Ich will eine Hose kaufen“).
- Hypothesen und Testing: Formuliere Hypothesen nach dem Muster „Wenn ich X ändere, dann passiert Y, weil ...“. Teste immer nur ein Element gleichzeitig (A/B-Testing), z.B. eine Headline oder ein Bild, um sicher zu wissen, was den Erfolg gebracht hat.
- Funnel Alignment: Sorge dafür, dass die Botschaft der Werbeanzeige exakt zur Landingpage passt. Wenn die Ad „Abnehmen“ verspricht, darf die Seite nicht nur von „Muskelaufbau“ sprechen – dieser „Mismatch“ ist ein häufiger Abbruchgrund.
Content-Tipp: Schau dir unseren OMR Report zum Thema Conversion Optimierung an.
Fazit: Marketing diversifizieren
Natürlich ist es wichtig, auf Google gefunden zu werden, denn es ist oft der Ursprung einer Suche nach Lösungen. Lasse aber nicht die vielen anderen Möglichkeiten, für deine Brand und dein Angebot zu werben, außer Acht. Vor allem für Awareness und die Bindung deiner Kund*innen an dein Unternehmen spielen sie eine große Rolle. Es ist also essenziell, auch hier nicht den Anschluss zu verlieren und dich laufend weiterzubilden. Dabei helfen wir bei OMR Education weiter.