CamperBoys: So wollen zwei Münchener Freunde mit einer Van-Vermietung Reisen erleichtern

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Gründer Paul Pizzinini verrät in "Bau dein Business", dem Podcast von GoDaddy und Philipp Westermeyer, die Vision der CamperBoys

Direkt nach ihrem Studium sind die beiden Freunde und Reise-Fans aus München, Paul Pizzinini und Andreas Mall, auf der Suche nach einem günstigen Camper. Eine Gründung und vier Jahre später besitzen sie nicht nur einen, sondern über 30 moderne Camping-Busse. Unter der Marke CamperBoys vermieten sie diese das gesamte Jahr über am Münchener Flughafen. In der dritten Folge von „Bau dein Business“, dem Podcast von GoDaddy und Philipp Westermeyer, verrät Gründer Pizzinini, wie die Corona-Krise die Pläne für diese Jahr verändert hat, weshalb einmal im Jahr die komplette Fahrzeugflotte verkauft wird und auf welchen Kanälen das Unternehmen vor allem Kunden gewinnt.

Über das Podcast-Format „#GoTeam – Bau dein Business“ von GoDaddy

Philipp Westermeyer und GoDaddy? Da gab es doch vor gar nicht allzu langer Zeit schon einmal Etwas? Richtig! Denn der OMR-Gründer bildet gemeinsam mit der Influencerin Bonnie Strange und Rapper Eko Fresh das GoTeam und war vor ein paar Monaten bereits in Deutschland unterwegs, um junge Unternehmen dabei zu unterstützen, ihre eigene Website zu erstellen. Jetzt geht der größte Domainregistrar und Webhoster der Welt noch einen Schritt weiter.

Gemeinsam mit Philipp Westermeyer startet GoDaddy das neue Interview-Podcast-Format „#GoTeam – Bau dein Business“. In insgesamt acht Folgen, die seit dem Start im August bis zum November alle zwei Wochen veröffentlicht werden, wird der OMR-Gründer als Host mit anderen jungen Gründer*innen und Kleinunternehmer*innen aus unterschiedlichen Branchen sprechen, Geschäftsmodelle diskutieren und Learnings herausarbeiten. Die Mission ist, Wissen zu vermitteln. Menschen und Unternehmen durch Input von Philipp und seinen Gästen im Digitalen zu unterstützen. „Bau dein Business“ heißt: Wertvolle Insights für Gründer*innen und alle, die es noch werden wollen.

Vor allem in der aktuell komplizierten Situation erwarten Startups mitunter ganz neue Herausforderungen – die sich vielleicht mit den praktischen Tipps und Insights aus den Folgen meistern lassen. Zusätzliche Anregungen und Empfehlungen findet Ihr jedes Mal bei GoDaddy. Und wer die Gespräche (es waren bereits Thomas Krämer von Forest Gum und Christian Gürnth von Radio Nukular zu Gast) lieber als Video anschauen möchte: Jede Folge gibt es auch auf dem Youtube-Kanal von GoDaddy Deutschland.

„Mit der Wahl unseres Standortes direkt am Flughafen München war natürlich geplant, internationale Kunden zu gewinnen“, sagt Paul Pizzinini im Gespräch mit Philipp Westermeyer. Und das sei dem 2016 gegründeten Unternehmen auch anfangs gelungen: 40 Prozent der CamperBoys-Kunden kamen noch 2019 aus dem Ausland. Das habe sich mit Corona wieder geändert, der Großteil macht – wenn überhaupt – Urlaub im eigenen Land. „Wir haben aktuell vor allem deutsche Kunden und vermieten für Deutschland-Touren“ so Pizzinini. Das drücke zwar die durchschnittliche Mietdauer, inzwischen seien die CamperBoys aber wieder gut ausgelastet.

Über 30 Camping-Busse verschiedener Modelle und verschiedener Größen gehören inzwischen zur Flotte des Unternehmens. Ein Van kostet dabei zwischen 40.000 und 90.000 Euro, jedes Fahrzeug wird nach maximal einem Jahr wieder verkauft. „Wir haben uns am Anfang auch gefragt, wie das funktionieren soll“, erklärt Pizzinini. „Aber das ist gang und gäbe in der Branche. Und der Preisverfall hält sich in einem Jahr in Grenzen. Wirtschaftlich ist es so für uns besser. Und für die Kunden auch, weil sie jedes Jahr neue Camper haben.“ Die Marge und damit der Kern des Geschäftsmodells der CamperBoys stecke aber klar in der Vermietung.

Mit Service im Wettbewerb bestehen

Konkurrenz haben die CamperBoys durch klassische Vermietungen von Campingwagen und anderen jungen Startups, wie Indie Campers, Cali-Camper oder roadsurfer, die mit teilweise über 1.000 Fahrzeugen in der Flotte auch bereits deutlich größer seien. In diese Breite würden die Campingboys aber nicht gehen wollen. „Wir wollen langsam und bewusst wachsen. Und vor allem immer die Qualität aufrecht erhalten“, sagt Paul Pizzinini. „Wir haben jetzt in München gezeigt, dass es ganz gut funktioniert. Und ich glaube, es ist dann keine so riesige Herausforderung, das an anderen Standorten zu replizieren.“ Das könnten zum Beispiel Flughäfen in Hamburg, Frankfurt und Berlin sein.

Um im Wettbewerb zu bestehen, käme es auf Faktoren wie Bekanntheit der Marke, den Preis, Verfügbarkeit von Vans und den Standort an. Einen Punkt hebt Paul Pizzinini aber besonders hervor: „Service ist ein riesiges Thema. Es geht für die meisten um die schönste Zeit des Jahres. Da will man, das wirklich alles reibungslos funktioniert.“ Dafür legen beide Gründer auch immer noch selber Hand an; zum Beispiel wenn es darum geht, die Busse nach der Rückgabe zu warten und zu reinigen.

Trotzdem nutze das Unternehmen natürlich verschiedenste Kanäle für Marketing. Search, vor allem SEA, sei derzeit noch der wichtigste Channel. Seit diesem Jahr gehen die CamperBoys unter anderem Pinterest intensiver an. „Als Inspirationskanal funktioniert das einfach gut, da kommen schon viele Leute drüber“, so Pizzinini. Und auch Bewertung, entweder auf Plattformen wie Google und Trustpilot oder in Form von persönlichen Weiterempfehlungen, würden eine wichtige Rolle spielen.

Welche Rolle weitere Hebel wie unter anderem Video-Marketing spielen könnten, was es mit einer Routen-App auf sich hat, die Pizzinini und sein Mitgründer Andreas Mall parallel betreiben und welcher Bus der Dauerbrenner bei den CamperBoys ist, hört Ihr in Episode 3 von „Bau dein Business“, dem Podcast von GoDaddy und Philipp Westermeyer als Host.

Alle Themen von „Bau dein Business“ mit Philipp Westermeyer und Paul Pizzinini von CamperBoys in der Übersicht:

  • Wie Paul Pizzinini direkt nach seinem Bachelor die Idee für CamperBoys hatte (ab 01:00)
  • So läuft das Geschäft der CamperBoys heute und daher hatten die Gründer das Geld, um 30 Camper zu kaufen (ab 02:15)
  • Deshalb haben CamperBoys ihren Standort am Flughafen München (ab 03:50)
  • So funktioniert das Geschäftsmodell des Unternehmens (ab 04:30)
  • Über die große Herausforderung, auch in der Nebensaison alle Camper durchgehend zu vermieten und eine durchschnittliche Mindestgröße der Warenkörbe von 400 Euro (ab 05:50)
  • Wie hat sich Corona auf das Geschäft der CamperBoys ausgewirkt? (ab 07:00)
  • Expansionspläne für weitere Flughäfen in Deutschland (ab 07:55)
  • Wer ist die direkte Konkurrenz der CamperBoys? (ab 08:50)
  • Wie hebt sich das Unternehmen von Paul Pizzinini von Wettbewerbern ab? (ab 10:05)
  • So wichtig sind Reviews für die CamperBoys (ab 11:45)
  • Auf welchen Kanälen gewinnen die CamperBoys ihre Kunden? (ab 13:00)
  • Weshalb tauchen Paul Pizzinini und sein Mitgründer Andreas Mall kaum als Gesichter der Marke auf? (ab 16:00)
  • Wie kleine und günstige Gimmicks oder Geschenke enorme Effekte bei Kunden auslösen können (ab 18:00)
  • Warum verkauft das Unternehmen nach jeder Saison alle Fahrzeuge? (ab 20:30)
  • So wichtig sind Videos der Camper als Marketinghebel (ab 22:00)
  • Welchen Einfluss haben Schulferien auf das Geschäft der CamperBoys? (ab 27:55)
  • Das steckt hinter der von den CamperBoys unabhängig gestarteten Routen-App der beiden Gründer – und deshalb hat Philipp Westermeyer einen eindeutigen Ratschlag (ab 30:00)
  • Wie Joko Winterscheidt einmal auf der Suche nach einem Campingwagen-Vermieter war (ab 39:00)
  • So denkt Paul Pizzinini über die Option, CamperBoys zu einem Marktplatz weiterzuentwickeln – und so schätzt Philipp Westermeyer die Konkurrenz durch bereits bestehende Marktplätze ein (ab 43:15)

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