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Marketing-Predictions: Vier wegweisende Learnings und wie du sie in deine 2026er Strategie einbaust

Martin Gardt19.2.2026

Von Chatbots zur Agentic Economy. Wer 2026 wachsen will, muss seine Marke fit für eine Welt machen, in der KI für Menschen agiert.

Inhalt
  1. Learning 1: Die Keyword-Liste wird zum digitalen Fossil
  2. Learning 2: Sichtbarkeit im KI-Chat-Zeitalter ist entscheidend
  3. Learning 3: Brand und Performance müssen verschmelzen
  4. Learning 4: Sei bereit für Agentic Commerce
  5. Fazit: Bereit für das Jahr der Agenten?
Die digitale Marketing-Welt steht vor ihrem größten Wendepunkt seit der Einführung des Smartphones. Während 2025 noch im Zeichen des Experimentierens stand, markiert 2026 den endgültigen Übergang zur "Agentic Economy". Wir zeigen, was das genau bedeutet und mit welchen Strategien du es wirklich schaffst, in diesem Ökosystem sichtbar zu bleiben.
Es ist Februar 2026, und in der Marketing-Welt herrscht eine seltene Einigkeit. Wenn man die aktuellen Thesen etwa von Marketing-Professor Scott Galloway, KI-Experte Pip Klöckner oder Investoren-Ikone Cathie Wood betrachtet, ergibt sich ein klares Bild: Der klassische Performance-Marketing-Funnel löst sich auf. Die Keyword-Liste ist endgültig ein digitales Relikt. Und Marken, die sich als vertrauenswürdige Instanz für die KI positioniert haben, sind massiv im Vorteil. “Im Jahr 2026 werden Unternehmen erkennen, dass sie Modelle mit ihren eigenen Daten trainieren und schnell iterieren müssen, weil sie sonst riskieren, von aggressiveren Wettbewerbern abgehängt zu werden”, sagt Cathie Wood in ihren Predictions
Der entscheidende Shift: Wir chatten nicht mehr nur mit der KI, wir beauftragen sie. Unternehmen müssen sich also auf die Zukunft des agentenbasierten Handels vorbereiten. Der Launch von Universal Commerce Protocol (UCP), ein neuer offener Standard für agentenbasierten Handel, ist ein wichtiger Schritt in diese Richtung und deckt den gesamten Einkaufsprozess ab – von der Produktsuche und dem Kauf bis hin zum Kundenservice nach dem Kauf. Er schafft eine gemeinsame Sprache für Agenten und Systeme, um die Zusammenarbeit über verschiedene Kundenschnittstellen, Unternehmen und Zahlungsanbieter hinweg zu ermöglichen.

Learning 1: Die Keyword-Liste wird zum digitalen Fossil

Lange Zeit war das Suchmarketing ein Spiel der Buchstaben: Wer das richtige Keyword buchte, bekam den Traffic. Doch die Suchlandschaft hat sich schneller transformiert als erwartet. Suchanfragen sind heute intuitiv, lang und hochgradig kontextabhängig. Wenn Nutzende fragen: "Was trage ich zu einer Winterwanderung in den Alpen?", fällt oft kein einziges direktes Produkt-Keyword wie "Hose" oder "Stiefel". Hier zeigt sich das erste große Learning: Klassische Search-Setups stoßen an ihre Grenzen, während KI-gestützte Lösungen wie Googles AI Max den "toten Winkel" der Suche erschließen.
Wie das in der Praxis funktioniert, zeigt ein Case von Bonprix, über den wir vor Kurzem geschrieben hatten. Der Modeversender erkannte früh, dass manuelle Keyword-Recherche bei der heutigen Komplexität kaum noch skalierbar ist. Durch den Einsatz von Google Technologien, die Intent statt Keywords matchen, konnte Bonprix die Anzahl der Neukund*innen um 44 Prozent steigern. Dabei erkennt AI Max auch bei indirekten Suchen den Intent und schickt Nutzende zu Bonprix. In Kombination mit Final URL Expansion landen die dann sogar direkt auf der Landigpage, die optimal zur spezifischen Anfrage passt.

Dein Move für 2026: Baue eine "Brand Semantics Infrastructure"

Wenn wir uns auf ein "agentisches Web" zu bewegen, in dem KI-Assistenten für Menschen recherchieren und einkaufen, reicht das bloße Verstehen der Nutzerabsicht nicht mehr aus. Du musst sicherstellen, dass deine Marke für diese autonomen Systeme überhaupt lesbar ist. Pip Klöckner bringt es trocken auf den Punkt:
Zitat Philipp Klöckner
Das bedeutet für dich konkret:
  • Werde maschinenlesbar: Sorge dafür, dass Informationen zu Preisen, Verfügbarkeiten und Produkteigenschaften in Echtzeit und strukturiert abgreifbar sind. Wenn der KI-Agent deiner Kund*innen nicht sofort kapiert, was du anbietest, empfiehlt er den Wettbewerber.
  • Verwende die nächste Generation KI-gestützter Anzeigentools wie AI Max – alle angetrieben durch Gemini-Modelle.
  • Integriere sogenannte Smart Bidding-Funktionen (Google AI optimiert hier die Gebote bei jeder Auktion so, dass sie zur richtigen Zeit der richtigen Person angezeigt wird).

Learning 2: Sichtbarkeit im KI-Chat-Zeitalter ist entscheidend

Mit der Einführung des KI-Modus (AI Mode) im Herbst 2025 hat sich die Google Suche endgültig von einer Ergebnisliste in einen interaktiven Dialog verwandelt und das kommt gut an: Laut einer aktuellen Studie bestätigen Nutzende von Übersicht mit KI und KI-Modus in Deutschland, dass sie schneller (72 Prozent) und fundierter (66 Prozent) Entscheidungen treffen.¹ Das zweite Learning lautet daher: Sichtbarkeit entsteht künftig nicht mehr über das Ranking eines blauen Links, sondern über die Relevanz innerhalb der KI-Antwort. Und der KI-Modus liebt Tiefe statt Oberflächlichkeit. Er zerlegt komplexe Fragen in Unterthemen und sucht nach Quellen, die eine echte Einordnung bieten. Wer nur SEO-Hülsen produziert, wird von der KI ignoriert; wer als glaubwürdige Quelle auftaucht, gewinnt.
Dabei ist Multimodalität kein Buzzword mehr, sondern die Eintrittskarte. Die KI versteht Text, Bilder und Videos gleichermaßen und baut daraus eine Antwort. Echte Expertise und menschliche Authentizität sind 2026 die primäre Währung, um von Algorithmen als zitierfähige Quelle akzeptiert zu werden.

Dein Move für 2026: Optimiere für "Agentic Visibility"

Es reicht nicht mehr, Klicks zu zählen. Du musst verstehen, wie Maschinen über dich reden.
  • Miss Engagement statt Klicks. Klicks aus KI-Antworten sind oft hochwertiger – bewerte also auch Verweildauer und Conversion-Verhalten.
  • Content-Strategie auf Experten-Level: Setze auf Authentizität und Mikro-Communities. Nutze Tools wie NotebookLM (laut Pip Klöckner ein aktuelles "Killer-Feature"), um komplexe Markeninfos so aufzubereiten, dass sie für die KI als hochwertiges Futter dienen.
  • Arbeite multimodal. Ergänze Text um Bilder, Videos oder interaktive Elemente, um in visuellen Teilen der KI-Antwort präsent zu sein.

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Learning 3: Brand und Performance müssen verschmelzen

Einer der hartnäckigsten Fehler im Marketing war jahrelang die strikte Trennung von Markenaufbau und Performance-Marketing. Im Jahr 2026 ist das überholt. Das dritte aktuelle Learning daher: KI-Systeme entfalten ihre volle Kraft erst, wenn sie den gesamten Funnel sehen. Mit den Google-Lösungen schaffst du heute das Fundament für profitables Wachstum. Nutze AI Max für Suchkampagnen, Demand Gen und Performance Max, um durch erstklassige KI-Technologie – von Experten wie Pip Klöckner als marktführend bewertet – einen herausragenden ROI zu erzielen.
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Wie das funktioniert, zeigt etwa ein Case der Postbank: Durch das radikale Aufbrechen eigener Silos konnte die Bank 70 Prozent ihres Vertriebs digitalisieren und die CPAs um 71 Prozent unter das Ziel drücken. Das Besondere an dem KI-Power-Trio: AI Max antizipiert, welche Kaufabsicht Nutzende wirklich haben, Demand Gen erzeugt das Interesse dort, wo noch niemand aktiv sucht (z. B. YouTube oder Discover) und Performance Max verwandelt diesen Impuls in messbare Conversions.

Dein Move für 2026: Verschmelze Brand und Performance

Hör auf, in Marketing-Silos und getrennten Budgets zu denken.
  • Mindset-Shift: Nutze Google-Tools wie AI Max, Demand Gen und Performance Max und schaffe eine Umgebung, in der deine Brand die Verkäufe antreibt und Sales die Marke weiter stärkt. Die Daten zeigen: Nutzende, die zuerst Kontakt mit Brand-Formaten (etwa über Demand Gen) hatten, konvertieren später mit einer um 19 Prozent höheren Wahrscheinlichkeit.
  • KI als Marketing-Betriebssystem: Integriere deine KI-Strategien nahtlos in das gesamte Marketing-System. Dein Ziel ist es, für die KI "antwortbereit" zu sein – über alle Kanäle hinweg.

Learning 4: Sei bereit für Agentic Commerce

Die wohl radikalste Handlungsempfehlung für 2026 ist die Vorbereitung auf die Ankunft des „Agentic Commerce“: In 2026 zielt Marketing nicht mehr nur auf das menschliche Auge, sondern auf die Logik des Agenten ab.
In Deutschland ist Zalando vom Potenzial des agentenbasierten Handels und UCP überzeugt: “Die UCP-Integration basiert auf Vertrauen und stützt sich auf zwei spezifische Säulen. Erstens bleibt der Einzelhändler als vertraglicher Verkäufer bestehen, wodurch die direkte Beziehung zu Kund*innen erhalten bleibt und die volle Kontrolle über die Abwicklung sowie die Service-Standards gewahrt wird", erklärt Zalando in einem Linkedin-Post. "Zweitens ermöglicht der sichere Checkout den Käufern, sicher über Google Pay zu bezahlen, indem sie bereits in ihrer Google Wallet gespeicherte Zahlungsmethoden und Versandinformationen nutzen, um Bestellungen sofort abzuschließen. In den kommenden Monaten wird das Protokoll zudem weitere Funktionen wie die Integration von Treueprogrammen bieten."
In der Agentic-Commerce-Welt werden Geschwindigkeit und Datenqualität zu den wichtigsten Metriken. Es geht nicht mehr um "schöne" Landingpages, sondern um technische Exzellenz und Vertrauen.
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Vom Prompt zum Kauf: So funktioniert der direkte Kaufabschluss bei teilnehmenden US-Händlern direkt im Google KI-Modus. Dieses Erlebnis ist nur in den USA verfügbar.

Dein Move für 2026: Latenz ist die neue Qualität

Deine Rolle entwickelt sich vom Kampagnen-Manager zum strategischen Daten-Architekten.
  • Vertrauen als Wettbewerbsvorteil: Da KI-Agenten das Risiko für Nutzende minimieren sollen, werden sie Händler bevorzugen, die volle Transparenz und Kontrolle über die Daten bieten. Nutze technische Standards wie den Consent Mode oder cookie-unabhängige Modelle wie Meridian, um Vertrauen technisch abzusichern.
  • Agent-Ready Infrastruktur: Sorge dafür, dass dein "digitales Schaufenster" maschinenlesbar ist. Das geht über APIs weit hinaus – auch unstrukturierte Daten wie Video-Transkripte oder Anleitungen müssen für die KI zugänglich sein, damit sie dein Produkt für eine komplexe Anfrage überhaupt in Betracht zieht.

Fazit: Bereit für das Jahr der Agenten?

Die Zeit der KI-Experimente ist vorbei – 2026 ist das Jahr der operativen Integration. Wer heute die Weichen stellt, macht seine Marke zum festen Bestandteil der Agentic Economy. 
Damit du den Anschluss nicht verlierst, sind hier deine vier wichtigsten Hebel für 2026 auf einen Blick:
  • Die Keyword-Liste wird zum digitalen Fossil: Aktiviere AI Max für Suchkampagnen, um mit einer fortschrittlichen Technologie nicht nur genau definierte Keywords abzudecken, sondern zusätzlich bisher unerschlossene, kontextbezogene Suchanfragen zu erreichen.
  • Sichtbarkeit im KI-Chat-Zeitalter ist entscheidend: Optimiere deine Inhalte für den KI-Modus. Setze auf tiefe Expertise und Multimodalität (Text, Bild, Video), damit die KI dich nicht nur findet, sondern als vertrauenswürdige Quelle zitiert.
  • Brand und Performance müssen verschmelzen: Nutze AI Max für Suchkampagnen, Demand Gen und Performance Max, um Nutzer*innen über den gesamten Funnel hinweg zu begleiten und die Conversion-Wahrscheinlichkeit massiv zu steigern.
  • Sei bereit für Agentic Commerce: Optimiere deine Daten-Pipelines auf Geschwindigkeit. In der Echtzeit-Ökonomie ist Latenz die entscheidende Qualitätsmetrik – wer zu langsam ist, bleibt für die digitalen Assistenten unsichtbar.

Quellen:

¹ Google commissioned Ipsos Global Consumer Journeys, Dec 2025, Online survey, Germany adults 18+, n=369 online shoppers who made a consumer good purchase requiring consideration in the past week (range of categories) and use Google AI Overviews and/or AI Mode for shopping
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Autor*In
Martin Gardt

Martin kümmert sich vor allem um neue Artikel für OMR.com und den Social-Media-Auftritt. Nach dem Studium der Kommunikations- und Medienwissenschaft ging er zur Axel Springer Akademie, der Journalistenschule des Axel Springer Verlags. Danach arbeitete er bei der COMPUTER BILD mit Fokus auf News aus der digitalen Welt und Start-ups. Am Wochenende findet Ihr ihn auf der Gegengerade im Millerntor.

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