Sie ist Deutschlands wichtigste Bankerin: Commerzbank-CEO Bettina Orlopp ist dabei, den Übernahme-Versuch durch die italienische Großbank UniCredit abzuwehren und muss parallel die zweitgrößte deutsche Privatbank auf den digitalen Wandel einstimmen. Seit Oktober 2024 leitet sie die Commerzbank – als erste Frau in der 155-jährigen Geschichte der Bank. Nach knapp zwanzig Jahren bei der Unternehmensberatung McKinsey wechselte sie 2014 zu dem Institut. 2017 stieg die Managerin in den Vorstand auf, war zuletzt Finanzchefin.
Im vergangenen Jahr wurde sie dann an die Spitze berufen – mitten in der wahrscheinlich turbulentesten Phase der Commerzbank. Erst wenige Tage zuvor war die UniCredit völlig überraschend zum Großaktionär der Bank aufgestiegen. Der Vertrag des bisherigen Vorstandschefs Manfred Knof wurde in den wilden Tagen aufgelöst und Orlopp hatte fortan vor allem einen Auftrag: Die Unabhängigkeit der Bank zu verteidigen.
Dass sie es schaffte, den Aktienkurs zu verdoppeln und so bislang eine Übernahme zu verhindern, sehen viele als Meisterstück. Nun will sie ambitionierte Geschäftsziele erreichen und muss sich auch gegen Digitalunternehmen wie Revolut oder Trade Republic wappnen. Wie sie all das schaffen will verrät sie bei Financen Forward auf dem OMR Festival 2026.
Sie steuert die Commerzbank durch eine der spannendsten Phasen der vergangenen Jahre: Bettina Orlopp kämpft seit gut eineinhalb Jahren dagegen an, dass Deutschlands zweitgrößte private Bank von der italienischen Unicredit übernommen wird. Gleichzeitig muss sie im Tagesgeschäft liefern und so den Aktienkurs möglichst hochhalten. Wie trimmt man ein Unternehmen auf Unabhängigkeit, wie organisiert man Vertrauen und warum ist am Ende die Performance das stärkste Argument?
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