Das ist neu bei Google – die wichtigsten acht Änderungen

Marie Traub28.5.2026

Googles neue Features für Marketers auf einen Blick.

Inhalt
  1. 1. Die neue KI-Suche
  2. 2. Der digitale Assistent Spark
  3. 3. Die neue Content-KI Gemini Omni
  4. 4. Neue KI-Formate für Anzeigen
  5. 5. AI Max wird Standard bei Google Ads
  6. 6. YouTubes neue Kampagnen und Creator-Matching
  7. 7. Ask Advisor als neuer Marketing-Sparringspartner
  8. 8. Die Universal Cart als zentraler Warenkorb
Vergangene Woche war eine Ankündigungswoche bei Google. Auf die jährliche Entwicklerkonferenz Google I/O, bei der Google die neuesten Trends und Features vorgestellt hat, folgte die Google Marketing Live. Bei der virtuellen Konferenz wurden, wie jedes Jahr, die Entwicklungen der Marketingbranche besprochen. Einige der Neuerungen könnten das Nutzerverhalten und die Arbeitsstrukturen im Marketing verändern.  
Weil es sehr mühsam sein kann, bei der Vielzahl an Updates auf dem neuesten Stand zu bleiben, haben wir für dich die wichtigsten Ankündigungen zusammengefasst.
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Das sind die Neuerungen im Überblick:

1. Die neue KI-Suche

„Die größte Änderung der Google-Suche seit 25 Jahren!“, so stellte es Google selbst vor. Und tatsächlich handelt es sich hierbei um ein sehr umfassendes Update. Denn die Google-Suche verarbeitet künftig Text, Bilder, Videos und geöffnete Browser-Tabs gleichzeitig. AI Overviews und der AI Mode verschmelzen zu einer Ansicht, wobei sich der Suchschlitz an die Eingabe anpasst.
Das Herzstück ist die sogenannte „Generative UI“. Bisher waren die Suchergebnisseiten statisch und zeigten allen ungefähr dieselbe Trefferliste. Jetzt soll die KI in Sekundenschnelle ein neues, individuelles Interface live für die Nutzer*innen zusammenbauen – inklusive Infografiken, Tabellen oder interaktiver Mini-Dashboards.
Verfügbarkeit: Wird ab sofort weltweit auf Desktop und Mobile für alle Nutzer*innen ausgerollt; die komplexeren Generative UI Layouts folgen schrittweise ab Sommer 2026.
Wenn du noch tiefer in die neue Google Suche eintauchen willst, liefern dir unsere Kolleg*innen Roland und Julia im Podcast OMR Takeway einen umfassenden Einblick.

2. Der digitale Assistent Spark

Google stellte Spark als hauseigenen autonomen KI-Agenten vor. Unterstützt durch Googles neue System-Infrastruktur (insbesondere Antigravity) arbeitet Spark proaktiv im Hintergrund: Die KI liest E-Mails, checkt den Kalender und kann auf alle verbundenen Google-Dienste zugreifen. Quasi wie ein eigener Assistent, der Aufgaben im Google-Universum für dich durchführt.
Der Agent kann auch automatisch starten, zum Beispiel wenn eine E-Mail reinkommt. Die Vision ist klar: Mit der Erlaubnis und einem Budget, das die Nutzer*innen vorher festlegen, soll Spark künftig auch eigenständig Verträge abschließen, Flüge buchen, Rechnungen begleichen oder Tischreservierungen durchführen. 

Google Spark kann dir beispielsweise regelmäßig einen Überblick über dein Postfach verschaffen.

Verfügbarkeit: Die Beta-Phase startet im Sommer 2026 für Google AI Ultra Abonnent*innen in den USA, gefolgt von einer Preview für Google Workspace Business-Kund*innen.

3. Die neue Content-KI Gemini Omni

Gemini Omni ist Googles neue multimodale Content-KI. Diese kann Text, Bilder, Audio und Video gleichzeitig und parallel verarbeiten, ohne im Hintergrund umständlich hin und her zu übersetzen. 
Für dich bedeutet das: Du fütterst die KI mit einem Mix aus verschiedenen Dateitypen und sie generiert Content – momentan sind das vor allem realistische Videos, perspektivisch auch „einfache“ Bilder und Audio. 
Die Videos kannst du per Chat oder Sprachbefehl bearbeiten. Jede neue Anweisung baut logisch auf der letzten auf. Das Modell soll dabei nicht nur etwaige generierte Charaktere konsistent lassen, sondern erstmals auch physikalische Gesetze (z.B. Schwerkraft) in den Videos berücksichtigen können. Perfekt für Kampagnen- oder Produkt-Videos.
Verfügbarkeit: Das erste Modell der Familie, Gemini Omni Flash, ist ab sofort für Abonnent*innen von Google AI Plus, Pro und Ultra in der Gemini App sowie in Google Flow verfügbar. Zudem wird es kostenfrei für Nutzer*innen von YouTube Shorts und der YouTube Create App ausgerollt.

4. Neue KI-Formate für Anzeigen

Google bringt Ads direkt in die KI-Antworten. Die KI-Anzeigen fügen sich nativ in die Konversation ein, sind aber mit einem "Sponsored"-Label gekennzeichnet. Im Gegensatz zu statischen Anzeigen sind sie kontextuell und visuell dynamisch: Sie passen sich also der Nutzerintention an und liefert direkt Zusatzinfos. Neben dem AI-Mode sollen die KI-Anzeigen auch im Shopping-Bereich auftauchen. 

Der Prompt beginnt mit "I am trying to make my house smell like ...". Darauf folgt die KI-Antwort und die Anzeige.

Verfügbarkeit: Die ersten Pilotprojekte laufen bereits; der breitere Rollout im Zuge der AI Max-Kampagnen ist für die zweite Jahreshälfte 2026 geplant.

5. AI Max wird Standard bei Google Ads

Ein Jahr nach dem Start (bzw. dem Rebranding) wird AI Max (speziell auch AI Max for Shopping) zum Standard für Kampagnen im gesamten KI Suchuniversum. Es steuert Budgets und Gebote vollautomatisch aus. Marketers verlieren damit aber auch Kontrolle. 
Verfügbarkeit: AI Max ist weltweit für alle Marketers verfügbar, die Neuerungen in der Kampagnensteuerung werden schrittweise ausgerollt.

6. YouTubes neue Kampagnen und Creator-Matching

Auch für YouTube gibt es KI-Neuerungen im Ads-Bereich: Google verknüpft seine visuell fokussierten Demand Gen-Kampagnen mit dem YouTube Creator-Netzwerk. Mithilfe von Gemini sollen Brands damit sehr schnell exakt die Creator*innen identifizieren, deren Zielgruppe perfekt zum Produkt passt. Ergänzt wird dies durch neue, interaktive KI-Werbeformate, die Zuschauer*innen direkt auf YouTube (und Google Maps) zum Kaufen animieren sollen.
Verfügbarkeit: Der Rollout der erweiterten Demand Gen-Features und Creator-Tools läuft schrittweise im zweiten Quartal 2026. 

7. Ask Advisor als neuer Marketing-Sparringspartner

Laut Google soll der Ask Advisor der Sparringspartner für Marketing-Teams werden. Anstatt sich mühsam durch verschiedene Dashboards zu klicken, hast du ein Chat-Interface bei Google Ads, Google Analytics 360, das Merchant Center und der Google Marketing Platform. Marketers können per einfachem Text-Chat beim „Ask Advisor“ komplexe Datenanalysen anfordern („Warum bricht die Conversion bei Kampagne X ein?“) oder Fehler im Produktfeed beheben lassen. 
Verfügbarkeit: Aktuell in einem geschlossenen Pilotprojekt; ein breiterer Beta Zugang für Werbekund*innen wird im späteren Verlauf des Jahres 2026 ausgerollt.

8. Die Universal Cart als zentraler Warenkorb

Die wohl größte KI-Änderung im Shopping ist die Universal Cart. Google macht damit einen großen Schritt in Richtung Agentic Commerce und baut das Universal-Commerce-Protocol aus. Das UCP ist ein technisches System im Hintergrund, das Produktdaten (Preise, Bestände) in Echtzeit mit KI synchronisiert. 
Für die Kund*innen sichtbar wird all das im Universal Cart (Universeller Warenkorb): Nutzer*innen können Produkte direkt aus einem Gemini-Chat, einem YouTube-Video oder einer Gmail-Nachricht in den Warenkorb legen. Die Google-KI sucht im Hintergrund autonom nach Rabatten, gibt Empfehlungen und wickelt den Kauf via Google Wallet ab.
Verfügbarkeit: Das UCP wird aktuell ausgeweitet und der Universal Cart wird schrittweise für Nutzer*innen in den USA ausgerollt.
So integrierst du KI in dein Marketing:
Im Marketing musst du nicht nur up-to-date bleiben, sondern auch wissen, wie du all die KI-Neuerungen für dich nutzen kannst. Dabei hilft kontinuierliche Weiterbildung. Konkrete Anwendungen, Best Practices und Checklisten, um das Gelernte direkt umzusetzen, findest du im OMR Report KI im Marketing. Happy Learning! 



Marie Traub
Autor*In
Marie Traub

Marie ist Volontärin bei OMR Education und spezialisiert auf Marketing- und Digitalbusiness-Themen. Sie verfasst die OMR Reports und bereitet komplexe Inhalte verständlich und praxisnah auf.

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