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Social und Search immer teurer? 4 Wahrheiten über Podcast-Werbung – und wie du dein Budget wieder effizient einsetzt
Martin Gardt8.9.2026
Klickpreise fressen deine Marge? Wir zeigen, wie du Podcast-Werbung clever nutzt, um Aufmerksamkeit aufzubauen und deine Zielgruppe wieder bezahlbar zu erreichen
Grafik: OMR / erstellt mit KI
Inhalt
- Wahrheit 1: Performance beginnt, bevor der Klick entsteht
- Wahrheit 2: Host Reads sind genial – aber nur die halbe Miete
- Wahrheit 3: Audio lässt sich heute genau wie Social Media aussteuern
- Wahrheit 4: Audio ist messbar geworden
- Fazit: Weniger Plattform-Abhängigkeit durch den richtigen Mix
Steigende Klickpreise machen Kampagnen auf den großen Plattformen immer teurer. Eine Alternative, die viele noch nicht auf dem Schirm haben, obwohl der Kanal längst die nötige Skalierbarkeit und Reichweite mitbringt: Podcasts. Wir zeigen dir vier Wahrheiten über Podcast-Werbung – und wie du damit wieder bezahlbar neue Kund*innen erreichst.
In den vergangenen Jahren konntest du dich auf eine Marketing-Strategie ziemlich sicher verlassen: Werbebudget in Suchmaschinen und soziale Netzwerke investieren, Kampagnen feinjustieren und starken Return on Ad Spend (ROAS) rausholen. Die Algorithmen brachten passende Zielgruppen, die Klicks waren vergleichsweise günstig, und die Customer Journey ließ sich dank weitreichendem Tracking extrem gut nachvollziehen. Doch der Markt hat sich stark verändert. Performance-Marketing steht 2026 unter ordentlich Druck. Die Akquisitionskosten steigen kontinuierlich – wachsender Wettbewerb drängt auf ein endliches Inventar an Werbeplätzen in den Feeds und Suchergebnissen.
Parallel dazu verschlechtert sich die Datenlage für Werbetreibende. Das Tracking der Klicks wird schwerer. Die Customer Journey verändert sich durch neue Suchgewohnheiten wie KI-gestützte Suchanfragen immer weiter. Die Konsequenz: Die klassische Attribution wird unscharf, während die Abhängigkeit der Marken von den Algorithmen der großen Plattformen weiter wächst. Wenn du dich also nur auf diese Performance-Kanäle verlässt, werden deine Kampagnen ineffizient. Genau deshalb solltest du dir Podcast-Ads genauer anschauen. Denn die lassen sich dank Partnern wie RMS mittlerweile so skalieren, dass du effizient eine große Zielgruppe erreichst. Aber weil das viele noch nicht wissen, hier die 4 Wahrheiten zu Podcast-Werbung in 2026.
Wahrheit 1: Performance beginnt, bevor der Klick entsteht
Schauen wir zuerst auf den Faktor Aufmerksamkeit. Auf Social-Media-Plattformen wird die immer flüchtiger. Nutzende scrollen an deinem Post vorbei und sind wieder weg. Podcasts funktionieren ganz anders. Wer Podcasts hört, entscheidet sich aktiv und bewusst für den Inhalt und verbringt vergleichsweise viel Zeit in einem thematisch klar abgesteckten Umfeld. "Performance-Marketing konzentriert sich häufig auf dieselben Plattformen und dieselben Nutzungssituationen. Dadurch steigen die Kosten", erklärt Frank Nolte, Director Publisher & Product bei RMS. "Podcasts erreichen Menschen hingegen in Nutzungsmomenten, die klassische Screen-Medien oft gar nicht abdecken: beim Pendeln, Sport, Spazierengehen oder im Haushalt."
Frank Nolte, Director Publisher & Product bei RMS
Das ist selten geworden in der digitalen Welt: freiwillige Aufmerksamkeit der Nutzenden in einem passenden, hochrelevanten Kontext. Das belegen auch Daten. Laut der RMS Podcast-Studie 2026 konsumieren mittlerweile 34 Prozent der Menschen in Deutschland regelmäßig Podcasts. Bemerkenswert hoch ist dabei die Akzeptanz für die Monetarisierung der Formate: 71 Prozent der Hörerinnen und Hörer akzeptieren Podcast-Werbung explizit als Gegenleistung für den kostenfreien Zugang zu den Audio-Inhalten. Für Nolte liegt genau hier der Schlüssel zur Skalierung: "Wer heute seinen Mediamix breiter aufstellt, gewinnt zusätzliche Reichweite und mehr Unabhängigkeit. Für mich geht es deshalb weniger um 'Podcast statt Social' als um 'Podcast zusätzlich zu Social'."
Wahrheit 2: Host Reads sind genial – aber nur die halbe Miete
Wenn du an Podcast-Werbung denkst, fällt dir wahrscheinlich als erstes "Host Read" ein. Klar, wenn Hosts Produkte in ihren eigenen Worten und ihrer spezifischen Tonalität in die Sendung integrieren, entsteht eine Werbeform, die starke Nähe zur Community aufbaut. Host Reads sind gerade deshalb auch weiterhin eine relevante Option. Sie eignen sich besonders dann, wenn die Persönlichkeit des Hosts ein zentraler Wirkfaktor für die Kampagne ist, das Produkt sehr eng mit dem Format des Podcasts verzahnt ist oder eine Marke ganz bewusst eine ausgewählte, spitze Community ansprechen möchte. Doch für Werbetreibende, die Reichweite, Flexibilität und messbare Skalierung suchen, stößt diese Ad-Variante an ihre Grenzen.
Wenn du wirklich skalieren willst, musst du auf dynamisch ausgespielte Podcast Ads setzen. Diese vorproduzierten Audio-Spots eignen sich ideal, wenn Kampagnen zeitlich oder regional exakt gesteuert werden müssen, unterschiedliche Zielgruppen mit spezifischen Botschaften angesprochen werden sollen oder generell Reichweite und Messbarkeit im Vordergrund stehen. "Aus meiner Sicht ist das kein Entweder-oder", sagt Frank Nolte. "Host Reads profitieren zwar extrem von der Glaubwürdigkeit des Hosts, aber nicht jede Kampagne erfordert dieses Setup. Dynamische Ads machen Podcasts zu einem planbaren digitalen Werbekanal, der sich über viele Formate hinweg skalieren lässt. Beide Formate erfüllen unterschiedliche Aufgaben und ergänzen sich im selben Mediamix sinnvoll."
Wahrheit 3: Audio lässt sich heute genau wie Social Media aussteuern
Wie funktioniert eine solche Skalierung jetzt in der Praxis? Du musst etwa über Partner wie RMS nicht mehr Podcast A oder Podcast B einzeln auszuwählen und manuell Ads buchen. Stattdessen wählst du – ähnlich wie bei den großen Plattformen – deine Zielgruppe anhand von Interessen, Themen oder Nutzungssituationen. "Der größte Unterschied zu früheren Tagen ist die Planbarkeit", so Frank Nolte. "Vor einigen Jahren bedeutete Podcast-Werbung meist, einzelne Formate individuell abzustimmen. Heute denken wir deutlich stärker in Zielgruppen, Reichweiten und Kampagnenzielen. Podcasts lassen sich zentral aussteuern und laufend optimieren."
RMS bietet Werbetreibenden beispielsweise Zugang zu einem Portfolio aus rund 2.100 Podcasts, was einem monatlichen Volumen von etwa 200 Millionen verfügbaren Ad Impressions entspricht. So kannst du dein Audio-Marketing richtig breit aufstellen. Die Frage lautet nicht mehr nur: "In welchem konkreten Podcast wollen wir stattfinden?", sondern: "In welchem Kontext ist unsere Botschaft für die Zielgruppe relevant?"
Die wichtigsten Erkenntnisse aus der RMS Podcast-Studie 2026
Das Targeting ist entsprechend vergleichbar mit anderen Kanälen. Kampagnen können heute über Genre- und Umfeld-Targeting (etwa Business, Gaming, Travel, Health, True Crime oder News), kontextuelles Targeting auf Episodenebene oder auch über datenbasierte Zielgruppensegmente gesteuert werden. Buchungen erfolgen wahlweise klassisch über Insertion Orders (IO) oder programmatisch.
Wahrheit 4: Audio ist messbar geworden
Wenn du Podcast-Ads schaltet, willst du natürlich auch die Ergebnisse verstehen. Kann das funktionieren? "Die entscheidende Frage ist doch: Messen wir nur das, was leicht sichtbar ist, oder das, was tatsächlich Wirkung erzeugt?", sagt Audio-Experte Frank Nolte. "Viele Marketingentscheidungen basieren noch immer stark auf dem letzten Klick. Das bildet die Realität aber nur teilweise ab. Audio wirkt häufig früher in der Customer Journey – es schafft Aufmerksamkeit, erhöht die Markenpräferenz und kann spätere Suchanfragen maßgeblich beeinflussen."
Je nach Kampagnenziel bekommst du über RMS heute vielfältige Tracking-Daten: Neben Ad Impressions und Reichweite lassen sich Website Traffic, Conversion Tracking oder Gutscheincodes nutzen. Um die langfristige Markenwirkung abzubilden, greifen Werbetreibende auf Brand Lift- und Search Lift-Studien zurück. "Die Frage lautet daher nicht mehr, ob Podcast-Werbung messbar ist, sondern welche Wirkung man messen möchte", so Nolte.
Dass Audio-Ads beides können, also Branding und Performance, zeigen echte Cases. Ein Beispiel liefert die Marke Persil: Bei Personen, die deren Produkt "Persil Discs" bisher nicht verwenden, konnte durch den gezielten Einsatz von Podcast-Werbung unter anderem die Kaufwahrscheinlichkeit und die Markenrelevanz messbar gesteigert werden. Viele weitere Marken wie die Telekom, About You oder Otto setzen auf Dynamic Podcast Ads, um spezifische Zielgruppen mit messbarem Erfolg anzusprechen und zu aktivieren.
Fazit: Weniger Plattform-Abhängigkeit durch den richtigen Mix
Die vier Wahrheiten zeigen ganz gut, warum Podcast-Ads für deinen Marketing-Mix so wertvoll sein können. Sie erweitert deine Strategie um Faktoren, die auf anderen Plattformen rar geworden sind: freiwillige Aufmerksamkeit und relevanter Kontext. "Der häufigste Denkfehler ist, Podcast-Werbung ausschließlich als Nischenkanal oder reines Branding-Instrument zu betrachten", sagt Frank Nolte. "Podcasts sind heute ein etablierter Bestandteil des digitalen Medienkonsums. Der eigentliche Mehrwert entsteht dann, wenn Unternehmen Audio nicht isoliert betrachten, sondern als festen Bestandteil ihres gesamten digitalen Mediamix verstehen. Genau dort entfaltet das Medium seine stärkste Wirkung."
Host Reads, Sponsoring, kontextuell exakt platzierte Spots und dynamische Ads sind dabei keine Gegensätze, sondern unterschiedliche Werkzeuge für unterschiedliche kommunikative Ziele. Wenn du diese Instrumente sinnvoll kombinierst, reduzierst du damit nicht automatisch deine Budgets auf den großen Plattformen. Du reduzierst aber deine Abhängigkeit von ihnen.
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