Die meistgesuchte Person im digitalen Marketing

Videographer

Stars und Unternehmer suchen aktuell Videographer – weil das Potenzial durch Personal Brands immer größer wird

In den vergangenen Monaten hören wir aus dem OMR-Umfeld immer wieder: „Ich brauche einen Videographer, kennt ihr jemanden?“ Die Anfragen kommen nicht nur von Unternehmern, sondern auch von bekannten Gesichtern. Gary Vaynerchuk, Nico Rosberg, die 187 Straßenbande – alle haben schon verstanden, dass es in Zeiten der Aufmerksamkeitsökonomie extrem hilfreich ist, mit Fotos und Videos aus dem eigenen Leben (oder Berufsleben zumindest) präsenter auf den großen Plattformen aufzutreten und so insbesondere jüngere Zielgruppen zu erreichen. Was muss man also können für den Traumjob und bestenfalls den Lifestyle von Paul Ripke, dem Urvater aller Videographer? Und wie ändert der Job das digitale Marketing?

Der DFB wusste es selber 2014 gar nicht so ganz genau, ließ sich aber überzeugen: Bei den großen Momenten muss jemand dabei sein, der das Ganze aus der Nähe festhält. Deshalb wurde Fotograf Paul Ripke extra für das Finale in Rio akkreditiert. Er war vorher durch seine Arbeit mit Sänger Marteria und durch kurze Videoreportagen für die Toten Hosen aufgefallen. Ripke fotografiert nach dem Sieg der deutschen Mannschaft direkt auf dem Rasen. Die Bilder sind nicht nur in einem Buch erschienen, sie sind auch in den Köpfen vieler mit dem WM-Erfolg direkt verbunden. Die Fotos machen Ripke zu einem gefragten Mann, in der Folge macht er Fotos und Videos von und für Nico Rosberg, Lewis Hamilton, Bushido und mehrere Fußballclubs. Er wird zum Symbol des Ein-Mann-Kreativ-Teams, das vor allem Material für die großen Plattformen ausspuckt.

Paul Ripke, Jerome Boateng

Paul Ripke (r.) mit Jerome Boateng nach dem Sieg der Weltmeisterschaft 2014 (Foto: Paul Ripke)

Der Videographer der Instagram-Könige

Ein andere Videographer, über den derzeit in Deutschland viele reden, ist Pascal Kerouche. Wieviel er genau zum massiven Erfolg seiner Künstler beigetragen hat, ist von außen schwer zu sagen. In jedem Fall ist er sehr nah dran an der 187 Straßenbande und den Kanälen der einzelnen Mitglieder. Bonez MC und Gzuz, zwei Rapper der Straßenbande, landeten schon in unserem Ranking der am schnellsten gewachsenen deutschen Instagram-Accounts 2017 auf den vorderen Plätzen. Beide kommen mittlerweile auf 1,6 Millionen Follower (Bonez / Gzuz). Dafür ist sicher vor allem die Musik und das Auftreten der Jungs verantwortlich, aber einige der Beiträge mit dem stärksten Engagement gehen auf die Kappe von Kerouche.

Schon vor über zehn Jahren bekam er US-Größen wie Snoop Dogg vor die Kamera, heute sind seine Content-Spezialität im Social-Media-Bereich einminütige Videos, die er für die Straßenbande und andere Künstler wie Estikay, Chefboss oder Scooter meist von deren Live-Shows erstellt. In einem Podcast mit Backspin erklärt er, dass er eigentlich immer nur Konzertfotos der Straßenbande gemacht habe, bis Bonez MC spontan auf ihn zukam und fragte, ob er auch Video könne. Kerouche filmte kurzerhand beim Konzert mit, schnitt das Material und konnte Bonez schon nach einer Stunde das Material auf sein Handy schicken.

Seitdem kommen von den Tourneen der Rapper 60-Sekünder zu jedem Auftritt. „Irgendwann sagten die Jungs, wir brauchen das für jede Stadt und mittlerweile erwarten das die Fans auch so“, sagt Kerouche. „Du denkst, das ist doch immer das Gleiche, aber die Fans suchen sich in diesen Videos und wollen die Städte vergleichen.“

Jobprofil: Alleskönner

Aber was macht eine/n Videographer/in genau aus? Tatsächlich muss sich er oder sie im Optimalfall nicht nur mit Kameras und Perspektiven auskennen. Da das Material am Ende für die sozialen Plattformen gedacht ist, denken Videographer/innen direkt in den passenden Foto- und Video-Formaten, formulieren Texte, finden passende Hashtags und sind immer nah dran an dem jeweiligen Protagonisten. Viele Unternehmer, Sportler oder Musiker suchen nach extrem flexiblen Mitarbeitern, die mit ihnen durch die Welt reisen und wirklich alles dokumentieren.

Denn eines ist sicher: Video- und Foto-Content ist ein entscheidendes Mittel, um auf den großen Plattformen eine Brand aufzubauen. Vor allem das Stories-Format bei Instagram bietet hier noch einmal neue Möglichkeiten. Über 400 Millionen aktive Nutzer verzeichnen Instagram Stories laut Facebook derzeit täglich, laut dem Analyse-Tool Socialbakers sind Stories bereits für etwa ein Drittel der generierten Impressions von Unternehmensprofilen verantwortlich. Und wer auf eine Personal Brand setzt, die ja meist authentischer agieren kann, dürfte noch besser im Stories-Format ankommen.

Unternehmer und Sportler tüfteln an ihren Personal Brands

Gary Vaynerchuk ist so ein Unternehmer, der mit seinem Videographer David „DRock“ Rock eine Personal Brand aufgebaut hat. Wir bei OMR haben die beiden nicht nur auf dem OMR Festival 2017 erlebt, auf dem DRock auch kurz vor Garys Auftritt noch Backstage gefilmt hat. Auch bei einer Podcast-Aufnahme für den OMR Podcast wird klar, wie Vaynerchuk seinen Kollegen einsetzt: Wir nehmen den Podcast zu der Zeit mit ihm über das Telefon auf, er sitzt in New York am Flughafen. Ein paar Stunden später landet das Video mit einem Ausschnitt des Interviews auf Vaynerchuks Twitter-, Facebook- und Instagram-Kanälen. Und so sieht dann eben DRocks Arbeit aus. Immer dran am Chef, auch wenn der Vier-Augen-Gespräche führt. Anschließend das Material für maximalen Effekt schneiden und passend zu den Plattformen mit Untertiteln versehen. Mit dieser Strategie hat Vaynerchuk 1,7 Millionen Follower auf Twitter, 4,5 Millionen Abonnenten auf Instagram und 3,2 Millionen Fans auf Facebook generiert.

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Gary hat seinen Partner schon gefunden, Nico Rosberg suchte zuletzt öffentlich nach passender Videographer-Unterstützung. Er hat möglicherweise über die Arbeit mit Ripke gesehen, welche Resultate insbesondere während seiner Weltmeister-Saison 2016 – zu erzielen sind. Im OMR Podcast hat er vor einigen Tagen erzählt, dass er auf den Plattformen nach seiner aktiven Karriere erst so richtig durchstarten wolle. Der entscheidende Mitarbeiter: Videographer. Er veröffentlichte sogar ein Youtube-Video, indem er erklärt, was sein neuer Mitarbeiter mitbringen müsste. Die Eckdaten sind häufig ähnlich. Jemand der die zu begleitende Person lesen kann, sich natürlich in das jeweilige Umfeld und die Kommunikation integrieren kann. Das richtige Gespür für Distanz und Nähe besitzt und vermutlich auch rund um die 30 oder jünger sein sollte. „Einen IT-Mitarbeiter oder einen EDV-Mann braucht es eher nicht….“

Wir reden in diesen Tagen mit mehreren Musikern, Künstlern, Unternehmern, die nach Videographern/Videographerinnen suchen. Und überlegen auch rund um OMR solch einen neuen Kollegen oder eine Kollegin zu finden. Wenn Ihr jemanden kennt oder selbst Interesse habt, meldet Euch gern bei uns.

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