Das macht die geheimnisvolle Social-Agentur Storymachine wirklich

Philipp Jessen, Gründer von Storymachine, nach der OMR-Podcast-Aufnahme

Die beiden Philipps nach der Podcast-Aufnahme. Storymachine-Gründer Philipp Jessen seht Ihr rechts.

Im OMR Podcast spricht Storymachine-Mitgründer Philipp Jessen ausführlich über das Geschäftsmodell

Viel ist nicht bekannt über Storymachine. 2017 gründen Kai Diekmann, Philipp Jessen und Michael Mronz das Unternehmen – Kunden und Kampagnen werden seitdem kaum kommuniziert. Im OMR Podcast spricht Co-Gründer Jessen jetzt aber ausführlich darüber, was Storymachine den Kunden verspricht, wie die Agentur Aufmerksamkeit auf Social Media erzeugt und wieso es so wichtig ist, dass CEOs über die Plattformen kommunizieren.

Philipp Jessen ist vor der Gründung von Storymachine 20 Jahre lang Journalist – unter anderem als Chefredakteur bei der Bravo, der Gala und dem Stern. Dann geht er 2017 den Schritt zur Unternehmensgründung mit Ex-Bild-Chef Kai Diekmann und Event-Veranstalter Michael Mronz (u.a. Wok-WM, Bundesvision Songcontest, BMW Open). „Ich bin vom Stern weggegangen, weil ich das Thema Journalismus für mich durchgespielt hatte“, erzählt er im OMR Podcast. Er und seine Co-Gründer hätten sich die Frage gestellt, wie heute eine Agentur aussehen müsste und wie sich Öffentlichkeit aktuell organisieren lasse. „Du merkst auch in der Chefredaktion vom Stern oder der Bild, dass du nicht mehr uneingeschränkt der Gatekeeper und Agenda Setter bist“, so Jessen. „Wir haben also einen Newsroom gegründet, der einen journalistischen Ansatz hat und so Geschichten von Einzelpersonen und Unternehmen erzählt – das ganze datenbasiert und ausgespielt über die sozialen Netzwerke.“

Über Kunden spricht man nicht

Heute beschäftige die Agentur 97 Mitarbeiter, mehr als die Hälfte habe journalistischen Background, viele weitere seien Datenanalysten. Philipp Westermeyer schätzt den Jahresumsatz im Podcast auf achtstellig. Wer die Kunden sind und was Storymachine genau für diese macht, will Jessen auch jetzt nicht verraten. „Wir reden nicht über Kunden und auch nicht über Kunden, die über uns reden“, sagt er. „Ich habe das immer als unangenehm empfunden, wenn in den Medien groß die Agentur-Partnerschaften kommuniziert wurden.“

Der Öffentlichkeit sind daher nur wenige Projekte bekannt. Darunter ist das bekannteste wohl die Heinsberg Studie. Hier hatte Storymachine für die Universität Bonn die PR-Arbeit übernommen – vor allem auf Facebook und Twitter. Er sei im Anschluss enttäuscht gewesen, dass Storymachine gerade bei dem Projekt mangelnde Transparenz vorgeworfen wurde, trotz des öffentlichen Bekenntnisses. Über die Studie hinaus ist in den Medien von Aufträgen durch die Allianz und VW die Rede.

Warum sollten CEOs auf Instagram sein?

So ein bisschen lässt sich Philipp Jessen in Podcast-Gespräch aber doch in die Karten gucken. „Wir haben größtenteils mit CEO-Accounts angefangen“, sagt er. „Die hatten ein dumpfes Gefühl, sie müssen etwas machen, wussten aber nicht genau, was.“ Das Team betreue bis heute viele Vorstände und plane, auf welchen Social-Plattformen welche Nachrichten gespielt werden sollen. „Das ist immer ein Zusammenspiel mit den Leuten. Es ist ihr Sound, es sind ihre Gedanken. Wir bringen es in Form.“ Er könne dabei die oft bestehende Aufregung nicht verstehen, dass CEOs ihre Social-Kanäle nicht komplett selbst, sondern mit einem Team bespielen: „Es ist völlig normal, dass eine Pressemitteilung durch 17 Hände geht. Genauso verstehen wir uns auch. Wir legen ja niemandem Worte in den Mund. Wir sind wie der Musikproduzent, der aus jemandem mit einer Stimme noch die letzten zehn Prozent rausholt.“

Es gehe dabei nie darum, dem jeweiligen Vorstandsmitglied eine nur auf sich selbst einzahlende Personal Brand zu bauen. „Es geht nicht ums Private, sondern um eine Haltung und dass die auf das Unternehmen einzahlt“, sagt Philipp Jessen. „Der Mehrwert eines CEOs, der richtig kommuniziert, ist für ein Unternehmen wahnsinnig hoch.“ So könne eine Firma durch clevere Kommunikation des Chefs im Kampf um neue Talente punkten und auch intern für mehr Zufriedenheit und Identifikation sorgen. Storymachine konzentriere sich mittlerweile aber auch immer stärker auf die Zusammenarbeit mit kompletten Brands. „Social Media wird bleiben und jetzt ist die Frage, wer auf dem Spielfeld mitspielt und es am besten versteht“, so Jessen. Und um Unternehmen beim Mitspielen zu helfen, sei Storymachine genau richtig aufgestellt. „Bei uns kauft man keine Zeit, sondern eine Expertise ein.“

Wie er und Kai Diekmann selbst Twitter als HR-Tool nutzen, warum sich deutsche Politiker mit Social Media so schwer tun und welcher CEO aus seiner Sicht der Goldstandard für clevere Kommunikation ist, hört Ihr in der neusten Folge des OMR Podcasts.

Was ist an der Börse los?

Im Anschluss an das Gespräch mit Philipp Jessen spricht Philipp Westermeyer mal wieder mit Erik Podzuweit im „Finance Corner“. Der Gründer von Scalable Capital weiß genau, was in der Finanzszene gerade passiert. Diesmal geht es unter anderem um den geplatzten Börsengang von Ant Financial, die Explosion von Unternehmensbewertungen trotz Corona und die Lage am US-Finanzmarkt nach der Wahl.

(Risikohinweis: Die Inhalte der neuen Rubrik „Finance Corner“ dienen ausschließlich der persönlichen Information, sind zum einen ohne Gewähr und zum anderen keine Empfehlungen zum Kauf oder Verkauf bestimmter Finanzinstrumente. Es handelt sich hier nicht um Anlageberatung. Entscheidet selber, was Ihr macht.)

Unsere Podcast-Partner im Überblick:

Ein Unternehmen aus Hamburg tut sich gerade als Revolutionär im Bereich Marktforschung hervor. Und Ihr solltet das Tool von Appinio auf jeden Fall ausprobieren. Die Kollegen machen Realtime-Market-Research, also Marktforschung in Echtzeit. In kürzester Zeit liefert Euch die App repräsentative Ergebnisse zu Euren Fragen. Firmen wie Red Bull, About You und wir eben auch nutzen den Service längst – und Ihr könnt es auch. Alle Infos, eine kostenfreie Erstberatung und 20 Prozent Rabatt bekommt Ihr bei auf appinio.com/omr.

Wer sich mit CRM-Software befasst, kommt um Hubspot nicht herum. Die Marketingplattform ist das Tool der Wahl für viele Unternehmen und außerdem ein fleißiger Produzent von spannendem Content zu Themen wie Inbound-Marketing, Flywheel, CRM etc. Das gilt auch für den den Podcast „The Digital Helpdesk“, den die Kollegen seit einiger Zeit produzieren und den wir Euch an dieser Stelle empfehlen wollen. In „The Digital Helpdesk“ beleuchten die zwei HubSpotter Marvin Hintze und Ben Harmanus Themen wie Social Media Marketing, Content Marketing, Influencer Marketing, Landing-Page-Optimierung und viele mehr. Da sind auf jeden Fall viele Learnings dabei, hört also hier direkt rein.

Erfolgreiche Digitalisierung im Business hängt nicht zuletzt an der Bandbreite des eigenen Internetanschlusses. Für alle, die jetzt ganz schnell sind, hat unser Partner Vodafone gerade ein Angebot, das nicht nur Schluss macht mit zu wenig leistungsfähigen Verbindungen – in der Black Week bekommt Ihr sogar noch was zurück. Der Geschäftskundentarif „Red Business Internet & Phone“ bietet dank Vodafones firmeneigenen Glasfaser-Kabelnetz bis zu 1000 M-Bit. Und das ganze aktuell zu einem Preis, bei dem man nicht zögern muss: nur 34,90 Euro (statt regulär 49,90). 150 Euro Cashback bekommt Ihr dann obendrauf. Alle Infos zum „Red Business Internet & Phone“-Tarif gibt es unter: vodafone.de/business-cable.

Es gibt ein neues OMR-Produkt! Vielleicht habt Ihr auch schon von OMR Reviews gehört. Dahinter steckt unser Wille, den B2B-Software-Markt transparenter zu machen. Bevor Ihr eine Software kauft, könnt Ihr bei OMR Reviews vorbeischauen, den Markt in den jeweiligen Segmenten kennenlernen und Bewertungen echter Nutzer der jeweiligen Software sehen. Schon jetzt findet Ihr auf der Plattform über 4.000 Reviews. Vor jedem Software-Kauf im B2B-Bereich also auf jeden Fall an OMR Reviews denken! Und wer schon eine Software nutzt und sich damit gut auskennt, der kann gern eine Bewertung dalassen, die weiteren zukünftigen Nutzenden bei der Auswahl hilft.

Dann möchten wir Euch noch den Masterstudiengang „Digital Journalism“ an der Hamburg Media School (HMS) nahebringen. Alle, die gerade selbst mit dem Gedanken spielen, sich in diese Richtung weiterzuentwickeln oder jemanden kennen, die oder der das tut, sollten unbedingt mal einen Blick auf diesen HMS-Masterstudiengang werfen.

Alle Themen des OMR Podcasts mit Storymachine-Gründer Philipp Jessen im Überblick:

  • Kleine Einleitung zum Gespräch zwischen den beiden Philipps (ab 3:09)
  • Kurz zur Gruner-Vergangenheit der beiden und zum journalistischen Werdegang von Philipp Jessen – inklusive Chefredaktion bei Bravo, Gala und Stern (ab 5:07)
  • Wie funktioniert der Gala-Journalismus rund um Prominente? (ab 9:05)
  • Ist der Stern als Magazin noch zu retten? (10:51)
  • Wie hat sich die Partnerschaft zwischen Kai Diekmann, Michael Mronz und Philipp Jessen ergeben? (ab 14:32)
  • Welche Art von Kunden zieht Storymachine an? (ab 18:59)
  • Wie läuft die Zusammenarbeit mit den Kunden genau? (ab 24:25)
  • Wenn die Social-Reichweite beim CEO liegt und von extern entwickelt wird. Was bleibt, wenn CEO und Storymachine einmal nicht mehr im Unternehmen sind? (ab 27:36)
  • Wer ist der internationale Goldstandard für einen CEO als Personal Brand? Und was kann falsch laufen beim Versuch, Chefs auf Social Media zu positionieren? (ab 30:22)
  • Über die Zusammenarbeit mit dem Virologen Hendrick Streeck und die „Heinsberg Studie“ (ab 36:41)
  • Wie nutzen Kai Diekmann und Philipp Jessen selbst Social Media, um ihr Unternehmen bekannter zu machen? (ab 39:21)
  • Welchen beruflichen Hintergrund haben die Mitarbeiter von Storymachine? (ab 43:11)
  • Wir arbeitet Storymachine abseits der CEO-Kanäle mit Brands zusammen? (ab 46:46)
  • Wie ist Philipp Jessens persönlicher Blick auf die Entwicklung von Social Media und die Auswirkung auf die Gesellschaft? (49:15)
  • Warum tun sich deutsche Politiker mit Social Media so schwer? (ab 51:25)
  • Welche Plattform ist für die Kommunikationsziele von Politikern aktuell am besten? (ab 58:54)
  • Über welchen Social-Kanal kommuniziert Storymachine für seine Kunden am stärksten? (ab 1:01:41)
  • Wir sprechen manchmal von Dark Social: Wieviel Kommunikation findet schon über schwer zugängliche Kanäle wie Whatsapp, Facebook Messenger usw. statt? (ab 1:03:53)
  • Stehen weitere Plattformen in den Startlöchern, die man auf dem Zettel haben sollte? (ab 1:06:57)
  • Stehen Investoren schon Schlange? (ab 1:09:47)
  • Was für ein Budget sollten potenzielle Kunden mitbringen? (ab 1:16:41)
  • Finance Corner mit Erik Podzuweit über die Lage an den Börsenmärkten dieser Welt (ab 1:20:47)
Jetzt diese Artikel lesen