Ranking: Diese Branchen nutzen die meisten Plattformen in ihrer Marketingstrategie

Der "Marketing Intelligence Report" von Salesforce Datorama zeigt, wo und wie Marketer seit Corona Ausgaben optimieren

Wenn Ihr zusammenrechnen müsstet, wie viele Plattformen Ihr in Eurem Marketing-Mix aktiv bespielt, wo würdet Ihr landen? 15? Vielleicht 20? Das wäre in etwa der Durchschnitt, wie der aktuelle „Marketing Intelligence Report“ von Salesforce Datorama zeigt. Das bedeutet allerdings auch, dass viele Marketer bis zu oder sogar über 50 Werbeplattformen nutzen. Wie stark sich dieser Wert mitunter von Branche zu Branche sowie von Land zu Land unterscheidet, wie er mit der automatisierten Integration von Daten zusammenhängt und wie Werber ihre Ausgaben seit der Corona-Pandemie optimieren, lest Ihr hier.

Im Durchschnitt 21 Marketing- und Werbeplattformen nutzen Experten für das kanalübergreifende Marketing – so eines der Ergebnisse des „Marketing Intelligence Reports“, für den Salesforce Datorama über 1.050 Marketing-Entscheidungsträger mit einem durchschnittlichen Werbebudget von knapp 26 Millionen US-Dollar aus den USA, Australien, Großbritannien, Frankreich, Deutschland, Japan und Singapur befragt hat. Während zehn Prozent mit nur einer bis fünf Plattformen deutlich über diesem Wert liegen, scheint die Tendenz klar in Richtung mehr und mehr Plattformen zu gehen. 16 Prozent der Befragten sind mit 31 bis 50 Plattformen unterwegs, drei Prozent sogar mit über 50 (!).

Mehr Plattformen, mehr Daten

Teilweise sehr große Unterschiede bei den durchschnittlich genutzten Werbeplattformen ließen sich außerdem zwischen den einzelnen Ländern feststellen.

Platz Land Plattformen
1 Singapur 27
2 Deutschland 23
3 USA 22
4 Frankreich 20
5 Großbritannien 19
6 Japan 19
7 Australien 18

Je mehr Plattformen für das Marketing genutzt werden, desto mehr Daten fallen natürlich auch an: die Werbeausgaben an sich, der Beitrag zum Umsatz oder zur Markenbekanntheit, Klickraten, zig weitere Performancewerte. Die Liste ist lang. Und man könnte meinen, dass mit einer immer weiter zunehmenden Anzahl an Plattformen gleichzeitig auch die Automatisierung der Integration und Harmonisierung der kanalübergreifenden Daten zunimmt. Das scheint allerdings – zumindest allgemeingültig – nicht der Fall zu sein.

Während beim mit im Schnitt 27 genutzten Plattformen Spitzenreiter Singapur nur 18 Prozent der befragten Marketingexperten die Datenaufbereitung automatisch abwickeln, sind es bei Schlusslicht Australien (18 Plattformen) immerhin schon 38 Prozent. Deutschland kommt hier auf 34 Prozent und liegt im Ländervergleich damit wie schon bei der Plattformnutzung auf dem zweiten Platz.

Welche Branche nutzt am meisten Marketing-Plattformen?

Auch zwischen verschiedenen Branchen gibt es Unterschiede in der Nutzung von Werbe- und Marketingplattformen.

Platz Land Plattformen
1 Gesundheitswesen und Life Sciences 27
2 Automobilindustrie 25
3 Fertigung 25
4 Finanzdienstleister 24
5 Verbrauchsgüter 24
6 Einzelhandel 23
7 Medien und Technologie 23

Was sofort auffällt: Die Plattform-Nutzung scheint weniger von Branchen, als viel mehr vom Standort der Unternehmen abhängig zu sein. Denn die Werte der einzelnen Länder liegen deutlich weiter auseinander, als die der Branchen. Etwas überraschend ist auch, dass gerade im Bereich „Medien und Technologie“ im Vergleich am wenigsten Marketing-Plattformen genutzt werden.

Auch der Anteil der Marketingexperten, die ihre Datenintegration bereits automatisiert haben, schwankt zwischen den verschiedenen Branchen nicht so sehr, wie zwischen den Ländern. Spitzenreiter ist mit 31 Prozent die Automobilindustrie, Schlusslicht mit jeweils 24 Prozent Fertigung und der Einzelhandel.

Großer Zeitaufwand durch manuelle Aufbereitung

Insgesamt nutzt über die Hälfte der für den „Marketing Intelligence Report“ befragten Marketingexperten bereits eine automatisierte oder teilweise automatisierte Methode für die Integrationen der Daten verschiedener Plattformen. 25 Prozent setzen komplett auf Automatisierung. Dem gegenüber stehen allerdings auch fast ein Drittel, bei denen die Datenintegration eher manuell als automatisch oder sogar noch komplett manuell abläuft. Dass das nicht gerade effektiv ist, dürfte niemanden überraschen. Was für ein riesiger Zeitfresser manuelle Verfahren allerdings wirklich sind, dann aber vielleicht doch.

Während nämlich ein Tag Aufwand im Monat bei zwölf Prozent der Befragten, die manuelle Verfahren nutzen, noch als ein vertretbares Zeitinvestment angesehen werden dürfte, scheint der Großteil deutlich mehr Stunden, Tage und sogar Wochen mit der Datenintegration zu verbringen. Bei 45 Prozent sind es demnach schon ein paar Tage im Monat, bei 30 Prozent eine gesamte Woche und bei elf Prozent sogar mehr als eine Woche pro Monat. Hier gibt es offenbar massiven Optimierungsbedarf.

Wie wirkt sich die Corona-Pandemie auf das Marketing aus?

Dass die COVID-19-Pandemie zeitweise auch massive Auswirkungen auf nahezu alle Wirtschaftsbereiche und damit auch auf die Marketing- und Werbebranche haben würde, war absehbar. Allerdings waren die für nur 30 Prozent der befragten Marketingexperten mit gesunkenen Budgets negativ. Fast die Hälfte (47 Prozent) hatte konstante Budgets zur Verfügung; bei 22 Prozent sind sie sogar angestiegen.

Trotz unterschiedlicher Erfahrungen während Corona kann sich aber die klare Mehrheit der Befragten auf Prioritäten einigen, die sich auf Grund der Pandemie erhöht haben. Die wichtigste Verbesserung für das aktuelle Jahr sei die Optimierung von Marketingausgaben; 80 Prozent wollen die anhaltende wirtschaftliche Unsicherheit bewältigen, in dem sie stärker Daten nutzen und auf Messungen zurückgreifen – am besten mit Automatisierungen und dem Einsatz von Marketing-Analytics- beziehungsweise Marketing-Intelligence-Plattformen. Für 92 Prozent sind die Budget-Optimierung dabei eng mit dem ständigen Zugriff auf Echtzeit-Daten verknüpft und so getroffene Entscheidungen wichtig bis sehr wichtig.

In Echtzeit und vor allem in einem Marketing-Dashboard gebündelte Daten aller Plattformen und Kanäle können vor dem Hintergrund der Zeitersparnis und Budget-Optimierung noch weitere Vorteile liefern. Und einer davon ist für die befragten Marketingexperten auch gleichzeitig eine der Top-Verbesserungen für das laufende Jahr: einen einheitlichen Überblick über die Performance als Ganzes schaffen, Teams (egal, ob Marketing, Sales oder Service) an den für alle sichtbaren KPIs ausrichten – und Kampagnen bei Bedarf entsprechend schnell optimieren. So könnte es dann auch gelingen, Kunden und deren Bedürfnisse sowie Ansprüche wirklich zu verstehen und sie so anzusprechen, wie sie es erwarten.

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