Rockstars Picks: Funktioniert dieser Facebook-Trick wirklich?

Facebook Trick

Die spannendsten Artikel der vergangenen Wochen

Wir halten ja immer die Augen offen nach spannenden Artikeln, die wir auch am liebsten selbst gemacht hätten. Damit Ihr die besten Geschichten nicht verpasst, gibt es ab und an unsere Kategorie Rockstars Picks. Heute zeigen wir einen Facebook-Trick, um kostenlos Likes zu generieren (und klären, ob das funktioniert), Apples Olympia-Strategie und warum Influencer in den USA Ärger mit einer Bundesbehörde bekommen.

Vor einigen Tagen sind wir auf einen Facebook-Trick gestoßen, der sich auf den ersten Blick zu schön anhört, um wahr zu sein. Auf Medium beschreibt Larry Kim, wie es funktioniert: Wer eine Facebook-Seite betreibt, kann auf die Likes, die ein Post bekommen hat, klicken, und sieht dann, wer die eigene Seite bereits mit „Gefällt mir“ markiert hat. Hinter allen Nutzern, die das noch nicht gemacht haben, findet Ihr einen „Einladen“-Button. Darüber könnt Ihr dann direkt Facebook-Nutzer, die mit Eurem Content interagiert haben, zu einem Like für Eure Seite auffordern. Larry Kim spricht in seinem Beitrag von einer Conversion-Rate zwischen 15 und 20 Prozent. Maximal könne man zwischen 500 und 1.000 Nutzer so zum Like einladen.

Facebook Trick

Hier kann man Facebook-Nutzer zum Seiten-Like einladen.

So wären maximal 200 neue Likes für die eigene Seite pro Tag möglich – komplett kostenlos. Wir haben das mit der Online Marketing Rockstars-Seite einmal ausprobiert und sind ernüchtert. Die Funktion ist tatsächlich da und die Einladungen werden auch verschickt. Aber anders, als erhofft, landen die Like-Aufforderungen offenbar nicht in den Benachrichtigungen der Nutzer. Nur hier bekommt so eine Einladung Aufmerksamkeit durch eine Notification. Stattdessen packt Facebook sie in die Randspalte unter „Empfohlene Seiten“. Unsere Conversion-Rate mit kleiner Stichprobe bisher: 0 Prozent. Aber probiert’s einfach mal aus, vielleicht funktioniert es bei Euch besser.

Apple ärgert Samsung bei #Rio2016

Anders als Konzerne wie McDonalds, Coca Cola, Samsung und Omega ist Apple kein offizieller Sponsor der Olympischen Spiele in Rio. Unsere Kollegen von W&V zeigen aber, wie die Brand mit Guerilla-Marketing viel Aufmerksamkeit in den sozialen Netzwerken bekommt. Unweit vom Olympia Park in Rio verkauft Apple limitierte Applewatch-Bänder in den Farben von 14 Ländern. Und die laufen scheinbar richtig gut – und natürlich haben auch ein paar Athleten eines der Bänder. US-Sprinter Tray von Bromell bekam schon vor den Spielen ein Exemplar und postete gleich ein Bild bei Twitter. Dort betteln mittlerweile auch viele Nutzer Rio-Reisende an, ihnen ein Band mitzubringen. Nach all dem Streit um zugelassene Sponsoren und Hashtags funktioniert so ein bisschen Guerilla-Marketing also immernoch.

Ärger mit der Behörde

Influencer Marketing ist dieser Tag eines der Buzzwords im Online Marketing, an dem man einfach nicht vorbeikommt. So präsent das Thema ist, so intransparent ist es aber mindestens auch. Wer kann schon mit Sicherheit sagen, welche Brand nun die Sichtbarkeit auf dem Instagram-Foto vom neuesten Popsternchen bezahlt hat und welche nicht? Das hat jetzt auch die zuständige US-Behörde gemerkt; The Federal Trade Commission (FTC) will schärfere Regeln aufstellen, ein simpler Hashtag á la #ad oder #sponsored sei nicht genug, wenn überhaupt, müsse er direkt am Anfang eines Posts stehen.

Dass die FTC es ernst meint, hat sie übrigens schon bewiesen. Unter anderem gegen die Fashion-Marke Lord & Taylor und gegen Warner Bros. Home Entertainment Inc. legte die Organisation Beschwerde gegen die Praktiken ein – in Zukunft wolle die Behörde auch klagen, falls sich die Unternehmen und Influencer nicht an die Regeln halten. Warner hatte beim größten Youtuber der Welt, PewDieDie für ein Videospiel geworben. Ohne Kennzeichnung, natürlich. Die ganze Story lest Ihr bei Bloomberg.