An 60.000 Points of Sales – Diese Firma will 100 Millionen Euro mit Gutscheinen umsetzen

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wunschgutschein.de-Gründer Valentin Schütt spricht im OMR Podcast über seine großen Ziele für 2019

Eigentlich galt der Gutschein-Markt bereits als komplett ausgeschöpft und von zahlreichen Playern besetzt. Dann hatte Valentin Schütt die Idee, eine Art Universal-Gutschein anzubieten, den der oder die Beschenkte bei dutzenden Partnershops einlösen kann. Mit Erfolg: wunschgutschein.de ist an 60.000 Points of Sales vertreten und will nach über 50 Millionen Euro Umsatz in 2018 dieses Jahr die 100-Millionen-Marke knacken. Wie das gelingen soll, warum das Geschäftsmodell so lukrativ ist und welche Relevanz der eigene Online-Shop hat, verrät er im OMR Podcast.

„Diese Art von Produkt gab es vorher nicht. Wir haben den Markt im Prinzip neu kreiert“, sagt Valentin Schütt im Gespräch mit Philipp Westermeyer. Er ist einer der Gründer von wunschgutschein.de. Anstatt Gutscheine für nur einen Shop oder eigene Produkte zu verkaufen, hat er mit der Digital Wishes GmbH einen Schritt weiter gedacht: Käufer können ihren Gutschein direkt bei über 500 Partner-Shops einlösen, darunter Amazon, Zalando, Otto, iTunes und dutzende weitere Big Player. Dazu gibt es eine Grußkarte und einen Umschlag.

„Gutscheine sind neben Geld immer noch das beliebteste Geschenk“, erklärt Schütt. Entsprechend lukrativ scheint das Geschäft mit den Universal-Gutscheinen zu sein. An 60.000 Points of Sales in Deutschland seien seine Karten bereits vertreten. „Wir werden häufiger verkauft, als Briefmarken“ so Schütt. 2018 expandierte er mit dem Geschäft nach Österreich, dieses Jahr arbeitet das Team an der Erschließung des Schweizer Marktes.

Was macht das Geschäft mit Gutscheinen so lukrativ?

Es ist aber nicht die enorme Präsenz am Point of Sale, die das Business von wunschgutschein.de so lukrativ macht. Es liegt vielmehr daran, dass ein großer Teil von Beschenkten Gutscheine gar nicht einlöst – und Valentin Schütt so die gesamte Summe des Kaufwertes umsetzt. Wird ein Gutschein eingelöst, verdient sein Unternehmen nur eine Vermittler-Provision. Bei unter 20 Prozent liege dieser sogenannte Breakage, also die Nicht-Einlöser-Quote, so Schütt. Die zweite Einnahmequelle ist eine Art Provision im einstelligen bis niedrig zweistelligen Prozentbereich, die wunschgutschein.de von Partner-Shops auf Grund der hohen Abnahmemengen erhält.

Zwei Drittel aller Gutscheine verkaufe das Unternehmen aktuell im stationären Handel. „Wir verkaufen natürlich auch noch online digitale Gutscheine. Aber stationär ist einfach spannender“, so Valentin Schütt. „Häufig braucht jemand kurzfristig ein Geschenk, hat keine Zeit, sich ihn liefern zu lassen. Außerdem spielt auch Haptik eine Rolle.“

Welche Marketing-Kanäle dafür gesorgt haben, dass wunschgutschein.de 2019 100 Millionen Euro Umsatz anpeilt, warum das Geschäft auch für den stationären Handel so lukrativ und quasi risikolos ist und was Seriengründer Valentin Schütt vor seinem aktuellen Projekt gemacht hat, erfahrt Ihr im aktuellen Podcast.

Unsere Podcast-Partner:


Den Auftakt unserer Podcast-Partner macht in dieser Woche mal wieder Frosta. Was viele vielleicht immer noch nicht wissen: Der Lebensmittelhersteller produziert alle Tiefkühlgerichte seit einigen Jahren komplett ohne künstliche Zusatzstoffe. Jetzt hat der Marktführer eine neue Produktreihe gelauncht. Die vier Fitness-Gerichte sind speziell auf die Bedürfnisse einer eiweißreichen Ernährung ausgerichtet. Zum Beispiel gibt es dann Pasta aus Erbsen, anstatt aus Hartweizengrieß und Blumenkohlraspeln, anstelle von Reis. In den Supermärkten gibt es die Gerichte erst ab März – online werdet Ihr aber bereits fündig. Guten Appetit!

Passender könnte der zweite Partner dieser Folge kaum sein: Der Lebensmittelhändler Rewe will nämlich Innovationen im Food-Bereich vorantreiben – und veranstaltet deshalb bereits zum zweiten Mal den Rewe Start-up Award. Falls Ihr eine Produktidee habt, bewerbt Euch damit unbedingt noch bis zum 7. April auf rewe.de/startupaward. Denn mitmachen könnte sich mal so richtig lohnen: Die besten fünf Ideen gewinnen eine bundesweite Listung in den Rewe Märkten sowohl dem Lieferservice und erhalten außerdem ein Media-Paket. Vielleicht ja der Durchbruch für Eure Food-Idee?

Für alle, die einen Tinnitus haben oder jemanden kennen, der darunter leidet, haben wir heute eine extrem hilfreiche Empfehlung: Die von der Techniker Krankenkasse unterstützte Firma Tinnitracks geht nämlich genau dieses Problem an. Mit Hilfe einer App werden genau die Frequenzen herausgefiltert, die Probleme bereiten. Vorher reicht ein kurzer Gang zum Ohrenarzt, danach könnt Ihr immerhin Eure Lieblingsmusik ohne das lästige Piepen und Pfeifen genießen. Hier gibt es alle Infos.

Am Ende mal wieder ein kleiner Hinweis auf unsere Freunde der Hamburg Media School. Am 12. April veranstalten die Kollegen nämlich den Voice Assistant Day – und werden Euch an einem Tag mit allen relevanten Infos zu Alexa, Google Home & Co. versorgen. Ihr erfahrt unter anderem, was überhaupt im Voice-Bereich alles möglich ist, welche Rolle der Datenschutz spielt und wie Ihr die erste eigene Voice-Anwendung baut. Mit dem Code „OMR_Voice“ gibt es zehn Prozent Rabatt, einlösen könnt Ihr ihn hier.

Alle Themen des Podcasts mit Valentin Schütt von wunschgutschein.de im Überblick:

  • Über den Werdegang von Valentin Schütt, der heute mit der Digital Wishes GmbH unter anderem wunschgutschein.de betreibt (ab 05:20)
  • 2007 verkauften Schütt und seine Partner die Versandhandelssoftware Afterbuy an Ebay – 2016 kaufte er sie wieder zurück (ab 07:10)
  • Die Lottowelt AG, bei der Schütt noch Aktionär ist, betreibt unter anderem die Lotto-Plattformen für Aldi und Penny (ab 08:00)
  • So kamen Valentin Schütt und sein Team auf die Idee zu wunschgutschein.de (ab 12:00)
  • Wie sieht das Geschäftsmodell von wunschgutschein.de aus? (ab 13:20)
  • Mit dieser Marketing-Strategie hat Schütt das Konzept von wunschgutschein.de als erstes getestet (ab 15:30)
  • So entsteht die Marge, mit der wunschgutschein.de Geld verdient (ab 17:50)
  • Wie hat Valentin Schütt Partner wie Amazon, Google und Apple von seinem Projekt überzeugt? (ab 20:00)
  • Warum hat der stationäre Handel auch für Online-Geschäftsmodelle heute eine so starke Bedeutung? (ab 22:00)
  • Weshalb schätzen Händler und Online-Shops die Partnerschaft mit wunschgutschein.de? (ab 24:30)
  • Welcher Gutschein-Wert wird am häufigsten gekauft? (ab 25:40)
  • So viel Umsatz macht wunschgutschein.de (ab 26:10)
  • Wie hoch ist der Anteil an gekauften Gutscheinen, die nie eingelöst werden? (ab 27:30)
  • Ungefähr zwei Drittel des Umsatzes generiert das Unternehmen aktuell im stationären Handel (ab 30:20)
  • Das größte Wachstum hat wunschgutschein.de aktuell im Bereich der Firmen-Gutscheine (ab 30:40)
  • Warum wirbt das Portal fast gar nicht mehr im TV? (ab 33:00)
  • Ab welchem Gutschein-Wert ist ein Kunde profitabel? (ab 36:30)
  • So groß ist das Team um Valentin Schütt aktuell (ab 38:00)
  • Welche Investoren sind alle an wunschgutschein.de beteiligt? (ab 41:00)
  • Wie sieht die typische Zielgruppe für die Gutscheine aus? (ab 43:00)
  • Welche Pläne hat Valentin Schütt in der Zukunft für sein Unternehmen? (ab 45:20)
  • Spannende und erfolgreiche Nischen-Händler, die Schütt durch Afterbuy kennengelernt hat (ab 48:30)
  • Welche Ideen und Projekte sind bei Valentin Schütt schon mal komplett gescheitert? (ab 53:20)

Wie immer könnt Ihr den aktuellen OMR Podcast bei SoundcloudiTunes (falls die aktuelle Episode noch nicht sichtbar ist, einfach abonnieren) oder per RSS-Feed anhören. Auch auf SpotifyStitcher und Deezer findet Ihr uns. Und es gibt jetzt auch einen Alexa Skill! Viel Spaß beim Anhören – und vielen Dank für jede positive Bewertung.

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