Wie The Female Company mit Aufklärung und Provokation eine Branche aufmischen will

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Ann-Sophie Claus, Co-Gründerin von The Female Company, und Philipp Westermeyer.

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Co-Gründerin Ann-Sophie Claus verrät in "GoTeam – Bau Dein Business", dem Podcast von GoDaddy und Philipp Westermeyer, wie das Geschäftsmodell mit Bio-Perioden-Produkten funktioniert

Sie verkaufen Tampons in einem Buch, um auf den hohen Steuersatz des Produktes aufmerksam zu machen und werben mit Aufklärungsvideos auf Pornhub: The Female Company vertreibt Bio-Perioden-Produkte und will das Thema unter anderem mit solchen aufmerksamkeitsstarken Aktionen enttabuisieren. In der fünften Folge von „GoTeam – Bau dein Business“, dem Podcast von GoDaddy und Philipp Westermeyer, verrät Co-Gründerin Ann-Sophie Claus, weshalb sich das Unternehmen wieder aus dem stationären Handel zurückgezogen hat und welche Rolle Content und Tiktok im Marketing spielen.

Über das Podcast-Format „#GoTeam – Bau dein Business“ von GoDaddy

Philipp Westermeyer und GoDaddy? Gab es da nicht vor allzu langer Zeit schon einmal Etwas? Richtig! Denn der OMR-Gründer bildet gemeinsam mit der Influencerin Bonnie Strange und Rapper Eko Fresh das GoTeam und war vor ein paar Monaten bereits in Deutschland unterwegs, um junge Unternehmen dabei zu unterstützen, ihre eigene Website zu erstellen. Jetzt geht der größte Webhoster und Domainregistrar der Welt noch einen Schritt weiter.

Gemeinsam mit Philipp Westermeyer präsentiert GoDaddy jetzt das Interview-Podcast-Format „#GoTeam – Bau dein Business“. In insgesamt acht Folgen, die seit dem Start im August bis zum November alle zwei Wochen veröffentlicht werden, spricht der OMR-Gründer als Host mit anderen jungen Gründer*innen und Kleinunternehmer*innen aus unterschiedlichen Branchen, diskutiert Geschäftsmodelle und arbeitet Learnings heraus. Die Mission ist, Wissen zu vermitteln. Menschen und Unternehmen durch Input von Philipp und seinen Gästen im Digitalen zu unterstützen. „GoTeam – Bau dein Business“ heißt: Wertvolle Insights für Gründer*innen und alle, die es noch werden wollen.

Vor allem in der aktuell immer noch komplizierten Situation stehen Startups häufig vor ganz neuen Herausforderungen – die sich vielleicht mit den praktischen Tipps und Insights aus den Folgen meistern lassen. Zusätzliche Anregungen und Empfehlungen findet Ihr jedes Mal bei GoDaddy. Und wer die Gespräche (es waren unter anderem schon Thomas Krämer von Forest Gum und Paul Pizzinini von den CamperBoys zu Gast) lieber als Video anschauen möchte: Jede Folge gibt es auch auf dem Youtube-Kanal von GoDaddy Deutschland.

„Wir haben uns zum Ziel gesetzt, dass wir sämtliche tabuisierte Bereiche des weiblichen Körpers enttabuisieren“, sagt Ann-Sophie Claus im Gespräch mit Philipp Westermeyer. Gemeinsam mit Sinja Stadelmaier hat sie 2018 The Female Company gegründet. Gestartet ist das Startup mit Tampons aus Bio-Baumwolle und ohne Plastik, inzwischen sind weitere Produkte wie Binden, Menstruationscups und Wochenbetteinlagen hinzugekommen. Trotz großer Player am Markt mit Brands wie o.b. (Johnson & Johnson) und Always (Procter & Gamble) scheint das Potenzial – vor allem für Innovation und Nachhaltigkeit – groß. Daran glauben auch die Investoren Burda Principal Investments, Acton Capital, IBB Beteiligungsgesellschaft und Angel Capital Management.

Bis vor wenigen Wochen war The Female Company mit ihren Produkten noch beim Drogeriemarkt DM gelistet. „Wir haben jetzt aktiv entschieden, dass wir aus dem Handel rausgehen. Jetzt sind wir 100 Prozent online und stellen uns da Omnichannel auf“, erklärt Ann-Sophie Claus. Der Offline-Handel hätte unglaublich viel Komplexität reingebracht; 2019 wäre rund 80 Prozent der Zeit für das Thema aufgewendet worden. „Wir glauben an das Online-Modell. Es ist ein Abo-Modell, die Periode kommt jeden Monat, du willst dich eh nicht damit beschäftigen, bist loyal. Es macht einfach total Sinn“, so Claus.

Wer kauft wo bei The Female Company?

40 Prozent aller Verkäufe hätten bis dahin offline stattgefunden. Aktuell entstehen rund 60 Prozent der online erzielten Umsätze durch Abos, der Rest durch Einzelverkäufe. Obwohl die Warenkörbe verhältnismäßig klein seien, sei das Online-Modell auch dank hoher Margen auf Tampons von bis zu 60 Prozent sicher. Um die potenziellen Kundinnen auf die Produkte aufmerksam zu machen, setzt The Female Company stark auf Inhalte. „40 Prozent des Traffics auf unserer Seite kommen über den Blog und über SEO“, so Ann-Sophie Claus. Im Magazin des Unternehmens „The Vulva Mag“ schreiben Frauenärztinnen und Hebammen Artikel; auch aus der Community selber kommen Inhalte.

Auf Paid Advertising verzichtet The Female Company aber trotzdem nicht. „Instagram kombiniert mit gutem Performance Marketing – das ist unser Channel“, sagt Claus. Auf über 80.000 Abos kommt das Startup auf der Plattform inzwischen. Auf Tiktok sind es sogar schon 160.000 Fans; der Kanal sei aber noch ein Experiment. Insgesamt gehe es vor allem darum, mit Content möglichst viele Touchpoints zu schaffen.

Wie das auch mit aufklärenden Videos auf der Porno-Plattform Pornhub gelingt, wie wichtig PR für The Female Company ist und weshalb sich Ann-Sophie Claus auch irgendwann eine Rückkehr in den stationären Handel vorstellen könnte, hört Ihr in Episode 5 von „Bau dein Business“, dem Podcast von GoDaddy und Philipp Westermeyer als Host.

Alle Themen von „Bau dein Business“ mit Philipp Westermeyer und Ann-Sophie Claus von The Female Company in der Übersicht:

  • Das unterscheidet die Bio-Perioden-Produkte von The Female Company vom Wettbewerb (ab 00:50)
  • Mit welcher Intention haben Ann-Sophie Claus und Sinja Stadelmaier das Unternehmen gegründet? (ab 02:15)
  • Wie groß ist die Preissensitivität bei Perioden-Produkten? (ab 03:30)
  • Deshalb hat sich The Female Company aus dem Offline-Handel zurückgezogen (ab 04:15)
  • Wie groß ist das Unternehmen heute? Und wer hat sich bis jetzt alles beteiligt? (ab 05:55)
  • Das hat Indien mit der Gründungsgeschichte zu tun (ab 07:00)
  • Wer sind die Wettbewerber von The Female Company? (ab 08:30)
  • Wie viele Kundinnen schließen ein Abo ab, wie viele kaufen doch lieber einzelne Produkte? (ab 09:50)
  • So hat der Handel auf den Ausstieg von The Female Company reagiert (ab 10:50)
  • So nutzt The Female Company Tiktok – und das macht das Unternehmen auf klassischen Marketingkanälen (ab 11:45)
  • Das steckt hinter der Aktion „The Tampon Book“ (ab 12:40)
  • Wie eine Kampagne auf der Porno-Plattform Pornhub zu einem Shitstorm geführt hat (ab 14:00)
  • Wie groß kann The Female Company noch werden? (ab 16:30)
  • Das unterscheidet die Strategie von The Female Company zu der von der Kondom-Marke Einhorn (ab 18:00)
  • Ist Ann-Sophie Claus heute immer noch vom Abschied aus dem Handel überzeugt? (ab 19:50)
  • So wichtig ist Content für die Marketingstrategie von The Female Company und diese Rolle nimmt dabei das Magazin „The Vulva Mag“ ein (ab 22:30)
  • Welche Rolle spielen Unternehmen wie Beate Uhse, Amorelie und eis.de-Betreiber Triple A Internetshops für The Female Company? (ab 27:45)
  • Wie groß schätzt Ann-Sophie Claus die Gefahr ein, dass große Wettbewerber Bio-Produkte launchen? (ab 29:30)
  • Diese DTC-Brands findet Claus spannend (ab 30:30)
  • So relevant ist Linkedin für The Female Company und Ann-Sophie Claus selber (ab 35:00)
  • Wie sich die Female Founders Community gegenseitig supportet (ab 36:10)
  • Bisher ist die Webseite von The Female Company auf deutsch und teilweise auf englisch verfügbar. Was ist eigentlich mit türkisch? (ab 40:00)
  • Weshalb ist der Amazon-Account des Unternehmens immer mal wieder gesperrt? (ab 42:00)

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