Eigene Recherche: Google – Diese Hobbys muss man haben, um reinzukommen

Was wir durch das Stalken von 346 Google Germany Mitarbeitern gelernt haben

(Foto: Eingang Google Hamburg, Thomas Cloer / Flickr / CC BY-NC 2.0)
In allen Rankings der beliebtesten Arbeitgeber taucht Google ganz weit vorne auf. Der Digitalriese ist für Arbeitnehmer offenbar so attraktiv, dass sogar eine vormalige Geschäftsführerin des reichweitenstärksten deutschen Online-Vermarkters lieber auf eine niedrigere Organisationsebene zu Google wechselt. Wir haben uns gefragt: Mit welchen Hobbys kann man als Job-Bewerber beim Internetgiganten punkten? Um die Antwort zu finden, haben wir die Profile von 346 deutschen Google-Mitarbeitern im Business-Netzwerk Xing durchforscht – und sind dabei auf einige Kuriositäten gestoßen.

Offenbar können nicht alle Googler in ihrer Freizeit gut abschalten – einigen fällt es schwer, das Private vom Beruflichen zu trennen. So gibt ein deutscher Google-Mitarbeiter in seinem Profil als Hobby an: „Enterprise-Technologien in den Bereichen von Suchanwendungen und Collaboration“. Um ihrer wahrhaften Liebe zum Arbeitgeber Ausdruck zu verleihen, führen einige Mitarbeiter hier und da auch Google-Produkte oder Google Analytics als Interessen auf.

Im Einzelfall starke Nerd-Tendenzen

Auf dem eigenen Blog stellt sich Google demgegenüber als sympathisches Unternehmen mit individualistischen Mitarbeitern dar: „Unsere Freizeitinteressen reichen von Radfahren und Imkern bis hin zu Frisbee und Foxtrott.“ Auch bei den deutschen Mitarbeitern fallen neben weitverbreiteten Hobbys wie Reisen, Musik und Sport Gott sei Dank ein paar individuellere Freizeitbeschäftigungen auf. Sehr cool zum Beispiel: Mittelaltertreffen, Taubenzüchten und Modell-Eisenbahn – und das alles in einem einzigen Profil – nerdige Tendenzen, die in einem Online-Unternehmen sicher nicht fehl am Platz sind. Zu unseren persönlichen Highlights gehören Amateurfunk und Zaubern.

Fast 40 Prozent der Google-Angestellten in Deutschland reisen gerne. Sie stehen auf Fernreisen, Städtereisen, Individualreisen, auf Weltenbummeln und wer etwas strebsamer unterwegs ist, nutzt Formulierungen wie „Auslandsaufenthalte“.

Potenzial für mehrere Hausbands

Musikalisch sind die Google-Mitarbeiter ebenfalls. Als Bassist dürfte man gute Chancen im Team haben, davon gibt es nämlich bisher nur einen einzigen. Demgegenüber stehen sieben Gitarristen, fünf Pianisten, ebenfalls fünf Sänger und drei Drummer. Wie viele Versuche von Bürobands es bereits gab, bleibt uns verborgen, Potenzial ist auf jeden Fall reichlich vorhanden. Für Geiger, Rapper und Blasinstrumentalisten wäre noch Platz, denn von denen konnten wir keine bei Xing ausfindig machen.

Sport ist das drittbeliebteste Hobby, das in vielen Facetten auftritt. Skifahren hat sich als beliebteste Sportart des Google Deutschland Teams herauskristallisiert. Snowboardfahrer konnten wir nur halb so viele finden – erstaunlich old school. Einzelkämpfer gibt es beispielsweise im Schachboxen, Angeln und Softball. Unser Favorit an dieser Stelle: Couch-Planking.

Beim Fußball ist Google eher braun-weiß

Fußball ist der beliebteste Teamsport der Deutschen – das spiegelt auch das Ergebnis unseres Google-Scans wider. Zurückhaltender zeigt sich dagegen die Fankultur. Unter den 346 Mitarbeitern gibt es vier St. Pauli Fans (wobei nicht eindeutig zu sagen ist, ob hierbei der FC oder der Stadtteil gemeint ist), drei stehen hinter Borussia Dortmund, zwei hinter dem HSV und jeweils ein wahrer Fan bekennt sich zu Hansa Rostock, Arminia Bielfeld, VfL Bochum und Eintracht Frankfurt.

Auch wenn Google im Bereich Bilderdienste mit Picasa gegenüber Instagram, Flickr und Pinterest ausnahmsweise eher Außenseiter ist, gibt es viele ambitionierte Fotografen unter den Mitarbeitern – Platz vier der Lieblingsbeschäftigungen.

Während 32 Personen gerne kochen, geben nur 14 Leute zu, dass sie auch gerne essen. Es gibt zwei Kaffee-Liebhaber, fünf Weinkenner und eine weitere Person steht auf Sushi.

Aktuell beklagt Google selbst gerade zu wenig Diversität der Mitarbeiter – insgesamt gäbe es zu viele weiße Männer. Das dürfte auch auf Deutschland zutreffen. Aber macht nichts – eure Hobbys finden wir trotzdem spannend.

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