Wie Eure Brand mit Amazon Advertising wachsen kann

Amazon Advertising: Ein schnell wachsendes Geschäftsfeld

Amazon Advertising ist das am schnellsten wachsende Geschäftsfeld des Online-Marktplatzes. In Deutschland lag der Umsatz 2020 bei $21,84 Milliarden, was eine Steigerung von 51,6% im Vergleich zum Vorjahr bedeutet. Zwar sind die Corona-Pandemie und der E-Commerce-Boom nicht ganz unschuldig an dem Erfolg, doch es zeigt auch die gestiegene Wichtigkeit von Advertising und Amazon-PPC-Tools im Amazon Universum.

Doch warum ist Amazon Advertising so wichtig für Händler:innen und Vendoren? Und wieso kann dies für Euer allgemeines Amazon-Wachstum hilfreich sein?

Das hat einen einfachen Grund: Große Plattformen – wie auch Google und Facebook – wollen ihre riesige Reichweite irgendwann monetarisieren. Wenn Ihr also eine garantierte Sichtbarkeit haben wollt, müsst Ihr über kurz oder lang Geld in die Hand nehmen.

Amazon möchte schließlich ein Stück des „Werbebudgetkuchens“ haben und bietet dafür auch eine Handvoll Argumente für Marken und Werbetreibende. Laut einer Umfrage von CivivScience in den Vereinigten Staaten, haben 47% der User:innen während der Corona-Pandemie Amazon bei der Produktsuche nutzen. Google belegte währenddessen nur den zweiten Platz mit 24%. Bei Prime-Mitgliedern stieg der Prozentsatz derjenigen, die auf Amazon suchten, sogar auf 74%.

Organische Suchergebnisse werden zurückgedrängt und selbst die Produktdetailseiten sind nicht mehr sicher vor zahlreichen Ad Placements.

Die Basics: Advertising-Möglichkeiten für Seller und Vendoren

Als Verkäufer:innen auf Amazon versucht Ihr natürlich Eure Produkte bestmöglich zu platzieren und Best Practices zu folgen, um auf die richtigen Suchanfragen ausgespielt zu werden und möglichst hoch zu ranken. Faktoren, wie die BuyBox oder die Anzahl und Qualität der Bewertungen spielen dabei natürlich eine wichtige Rolle.

Das ganze funktioniert dann fast genau wie bei Google: Wenn Ihr nach dem Begriff „Staubsauger“ sucht, zeigt Google Euch mithilfe eines Algorithmus die richtigen Webseiten in der Ergebnisliste an. Amazon steht somit vor der Herausforderung: Was wird bei welcher Suchanfrage angezeigt?

Als Verkäufer:in auf Google und Amazon gilt somit dasselbe Prinzip: Ihr möchtet möglichst viel und möglichst guten Traffic auf Eure Produkte oder Euren Shop leiten. Das ganze könnt Ihr mit organischen Maßnahmen fördern – oder eben mit Advertising.

Amazon Advertising ist daher die Antwort auf Google Ads: Als Werbetreibende könnt Ihr Euch Sichtbarkeit und somit auf Traffic ganz einfach kaufen. Amazon-PPC-Tools knüpfen genau dort an und helfen Euch bei der Umsetzung von Kampagnen.

Sponsored Products

Bei Sponsored Products handelt es sich um Cost-per-Click-Anzeigen, die auf Amazon einzelne Produkt-Listungen bewerben. Die Werbeanzeigen erscheinen in den Einkaufsergebnissen und auf den Produktseiten und helfen Euren Kund:innen dabei Eure Produkte zu entdecken und schließlich auch zu kaufen. Zu den wesentlichen Vorteilen von Sponsored Products gehören somit eine erhöhte Sichtbarkeit, eine Steigerung der Verkäufe, gesteuerte Kosten und ein messbarer Werbeerfolg.

Sponsored Brands

Wie Sponsored Products handelt es sich auch bei Sponsored Brands um CPC-Anzeigen. Die Anzeigen werden hier jedoch noch um ein Markenlogo, eine individuelle Überschrift und mehrere Produkte ergänzt. So können potenzielle Kund:innen bei Einkaufsergebnissen auf Eure Marke aufmerksam werden. Dies kann sich zum einen positiv auf das Markenbewusstsein auswirken und Käufer:innen schließlich zu Euren Produkten führen.

Sponsored Display

Sponsored Display ist eine sogenannte Self-Service-Display Werbelösung von Amazon. Diese ermöglicht es Euch, Käufer:innen während der gesamten Customer Journey auf Amazon und auch außerhalb anzusprechen. Die Anzeigen erscheinen dann zum Beispiel auf der Amazon Homepage, auf Produktdetailseiten, Einkaufsergebnisseiten sowie auf anderen Websites und in Apps von Drittanbietern.

Gefahr und Chance: Langfristiges Wachstum einer Marke durch Amazon Advertising!

Die Formel für Wachstum bei Amazon ist – wenn auch nicht öffentlich kommuniziert – simpel: Amazons wichtigste Metrik sind Klicks auf ein Produkt. Dadurch entstehen in hoher Rate Käufe, die wiederum zu Bewertungen führen. Wenn letztlich das Gesamtpaket aus Klickrate, Conversion-Rate, positiven Bewertungen und schnellem Versand stimmt, steigen die Käufe und somit der sogenannte Bestseller-Rank Eures Produktes.

Genau diese Formel könnt Ihr als Advertiser manipulieren, indem Ihr Klicks auf ein Produkt durch Advertising erzwingt. Kurz gesagt, führt der Advertising-Einsatz zu einem erhöhten organischen Ranking.

Bestseller einer bestimmten Kategorie werden in den Suchergebnissen deutlich gekennzeichnet und haben in der Regel die höchste Click-Through-Rate.

Die Bestseller-Rangliste kann auf Amazon von Euch eingesehen werden. Doch wie können nun Brands wie ONLY, Urban Classics oder Levi’s den derzeitigen Bestseller, Fruit of the Loom, verstoßen?

Die Parent-ASIN

Levi’s wählt dafür einen interessanten Ansatz, um seine Damenshirts zu pushen:

Obwohl sich die hier gelisteten Shirts in Farbe, Passform und Print unterscheiden, enthalten alle Varianten eine sogenannte Parent-ASIN. Bei jeder Bestellung eines der vielen T-Shirts klettert die gemeinsame Parent-ASIN im Ranking nach oben. Wie auf dem Screenshot erkenntlich, leidet unter diesem Trick zwar die Nutzerfreundlichkeit, da eine riesige Liste erscheint. Anderseits gelingt es so, den Algorithmus zu täuschen und das Produkt im Ranking besser dastehen zu lassen.

Sponsored Products

Ebenfalls auf der Rangliste: Urban Classics. Um den vierten Platz zu belegen, verfolgt das Label neben Amazon SEO den Advertising-Ansatz, um Klicks und Käufe zu generieren.

In den Suchergebnissen taucht die Marke dabei als „Sponsored Brand“ auf. Neben als „gesponsert“ gekennzeichneten Produkten, stellt Urban Classics außerdem noch gesponserte Video Ads vor.

Automatisierungen und Amazon Advertising

Automatisierte Kampagnen haben insbesondere auf Amazon einen sehr großen Einfluss, weshalb es eine Menge smarter Amazon PPC Tools gibt.

Während Google als Ad-Plattform weitestgehend durchgespielt ist und Wachstumshebel somit meist außerhalb der Plattform in Feeds oder auf Webseiten liegen, ist Amazon Ads noch eine sprichwörtlich grüne Wiese! Hier herrscht weitaus weniger Konkurrenz und es gibt teilweise freie oder zumindest günstige Ad-Placements. Eine noch recht spärliche Advertising Console erschwert außerdem das manuelle Management.

Wer nun seine Ressourcen für Amazon Ads effizient bündeln und auf Automatisierungen setzen möchte, erhält durch die oben genannten Umstände erhebliche Wettbewerbsvorteile. Eine auf Amazon.de veröffentlichte Case Study zeigt, wie das in der Praxis aussieht.

Bei welchen Herausforderungen tragen Automatisierungen zum Wachstum auf Amazon bei?

Automatisierungen können Euch bei folgenden Herausforderungen zum Wachstum verhelfen:

  • Sie bieten Euch eine verlässliche Steuerung des Ziel-ACoS jeder Kampagne
  • Bid-Anpassungen können je nach Ziel automatische erfolgen
  • Sie ermöglichen Euch das Bid-Management besonders großer Produktportfolios – ab 50 Produkten wird manuelles Management ungenau
  • Automatisierungen können Keyword-Expansionen vornehmen
  • Sie können verschiedene Targetings wie Keyword, Produkte, Kategorien und Wettbewerber ASINs automatisch ausführen

Strategie & Technologie – Zwei Erfolgsfaktoren für Eurer Amazon-Advertising-Business

Wenn Ihr im Jahr 2021 auf Amazon wettbewerbsfähig bleiben wollt, solltet Ihr auf Amazon Advertising nicht verzichten! Schließlich zeigt auch die Entwicklung von Google in den letzten Jahren, dass es ohne Werbung immer schwieriger für Brands werden wird, auf Amazon erfolgreich zu sein. Zwar kann es Euch bei Nischen-Produkten für eine kurze Zeit noch gelingen, doch sobald die Konkurrenz wächst und somit auch der Platz in den Suchergebnissen immer umkämpfter wird, solltet Ihr in Betracht ziehen, Euch Sichtbarkeit zu erkaufen, um Euer volles Verkaufspotenzial auszuschöpfen.

Ohne Amazon Ads könnte es Euch passieren, dass Ihr Umsatz verschenkt. Damit Ihr nun Eure Werbeaktivitäten möglichst effizient steuern und maximal optimieren könnt, helfen Euch Automatisierungen.

Leider ist es jedoch noch nicht damit getan, nur auf ein Knöpfchen zu drücken und auf ein Wunder zu warten. Wie immer gilt: Wer erfolgreich sein will, sollte einen genauen Plan haben. Das bedeutet genaue Analysen zu betreiben, Eure Ziele zu definieren, Anzeigenformate auszuwählen und schließlich Kampagnen zu planen und zu launchen. Erst dann könnt Ihr erfolgreich Automatisierungen ins Spiel bringen, die Euch beim Feinschliff verhelfen.

Da Amazon die eine oder andere Besonderheit bereithält, ist es ratsam mit erfahrenen Experten eine fundierte Strategie zu erarbeiten. Finch vertritt dabei die Meinung: Die Automatisierung von Amazon Ads ohne Strategie macht ebenso wenig Sinn, wie eine Strategie ohne Automatisierung im Jahr 2021. Ihr möchtet Euch unverbindlich austauschen? Dann findet Ihr mehr Infos auf der Website des Anbieters Finch.

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